Häufig gestellte Fragen zur Förderung von Livemusikveranstaltungen und überregionalen Festivals (NK2)

Bitte lesen Sie sich zunächst die Fördergrundsätze sorgfältig durch. Im Folgenden finden Sie dann Antworten auf häufige Fragen zu den Antragsbedingungen, zum Fördergegenstand, zum Antragsverfahren und zur Projektdurchführung.

Aktualisiert am 21.11.2022

BERATUNG DURCH REGIONALE TEAMS


FRAGEN ZU DEN ANTRAGSBEDINGUNGEN


Wer ist in diesem Programm antragsberechtigt?


Ist es möglich, einen zweiten bzw. einen neuen Antrag für
die zweite Runde von NK2FV (2022) zu stellen, wenn ich bereits einen Antrag
in NKFV (2020) / NKKF (2021) und/oder in der ersten Runde von NK2FV (2022)
gestellt habe?


FAQ SPEZIELL FÜR VERANSTALTER:INNEN (Kategorien 1 bis 6)


Was gilt als Livemusikveranstaltung?


Was gilt als thematisch geschlossene Veranstaltungsreihe?


Sind sowohl örtliche Veranstalter:innen als auch Tourneeveranstalter:innen
antragsberechtigt?


Wie können örtliche Veranstalter:innen als auch Tourneeveranstalter:innen
ihre Projekte definieren?


Wie weisen örtliche Veranstalter:innen als auch Tourneeveranstalter:innen ihre
Antragsberechtigung nach?


Sind Betreiber:innen von festen Spielstätten antragsberechtigt?


Bin ich als Musicalveranstalter antragsberechtigt?


FAQ SPEZIELL FÜR FESTIVALS (Kategorien 7 bis 15)


Was gilt für Musikfestivals?


Was gilt ergänzend für Kleinstmusikfestivals?


Was gilt ergänzend für Umsonst & Draußen Festivals?


KATEGORIEBERECHNUNG


In welcher Kategorie darf ich einen Antrag stellen?


ALLGEMEINE FAQ


Lässt sich die Förderung mit Mitteln aus anderen Programmen kombinieren?


Was bedeutet ,,überwiegend öffentlich finanziert?"


Was sind die Kriterien für „künstlerische DJs“?


Wie definiert sich der Umsatz aus Kulturveranstaltungen?


Wie definieren sich verkaufte Eintrittskarten oder die Besucher:innenanzahl
für die Antragsberechtigung & Einordnung in eine Kategorie?


Kann ich als Einzelperson auch meinen Zweitwohnsitz angeben?


Werden Veranstaltungen gefördert, die durch eine pandemiedingte
Ausfallversicherung gedeckt worden sind?


FRAGEN ZUM FÖRDERGEGENSTAND


Was wird gefördert?


Gibt es programminhaltliche Ausschlusskriterien für eine Förderung?


Was ist mit Konzerten, die pandemiebedingt von 2020 ins Jahr 2021
und/oder 2023 verlegt wurden?


Sind Ausgaben/Zahlungen aus Verträgen für Vorhaben, die nach dem 15. März 2020
geplant und konzipiert wurden, förderfähig?


Ist der Vorverkauf von Tickets einer/s pandemiebedingt verschobenen
Veranstaltung/Festivals als Maßnahmenbeginn zu betrachten?


Was bedeutet „förderunschädlicher vorzeitiger Vorhabenbeginn“?


Welche Personalausgaben sind förderfähig?


Was kann als Personalausgaben angerechnet werden?


Was sind „Konzeptions-, Planungs- und Werbungsausgaben“?


Kann der/die Unternehmer:in die eigene Arbeit als Honorar fördern lassen,
z.B. für Booking, Produktion etc.?


Ist der Lohn von festangestellten Geschäftsführer:innen, die im Projekt mitarbeiten,
förderfähig?


Wie hoch dürfen Reisekosten angesetzt werden?


Was bedeutet „angemessenes Gagengefüge“ und wie kalkuliere ich Gagen sinnvoll?


Welche Investitionen können gefördert werden?


Welche Versicherungen sind förderfähig?


Sind Wartungs- und Reparaturausgaben förderfähig?


FRAGEN ZUM ANTRAGSVERFAHREN


Welche Antragsfristen muss ich beachten?


Kann ich nach dem 31. März 2022 noch einen Antrag stellen?


Wie viele Anträge kann ich stellen?


Was muss ich für die Finanzierung meines Projektes beachten?


Wie bemisst sich die Förderhöhe?


Was muss ich bei der Registrierung für das Antragsportal beachten?


Kann ich dieselbe E-Mail-Adresse und Passwort nutzen wie bei meinem ersten Antrag?


Stelle ich den Antrag online oder per Post?


Was muss in den Antrag?


Welche zusätzlichen Unterlagen sind dem Antrag beizufügen?


Was muss in die Projektbeschreibung?


Wie lege ich den Projektzeitraum fest?


Worauf muss ich beim Upload von Dateien achten?


Was ist unter Eigen- und Drittmitteln zu verstehen?


Wie sind Einnahmen z.B. aus Ticketverkäufen oder Spenden zu kalkulieren?


Wie wird über die Anträge entschieden?


Kann ich in diesem Programm einen Antrag stellen, wenn ich bei NEUSTART KULTUR 1
eine Förderung erhalten habe?


NACH DER FÖRDERZUSAGE: FRAGEN ZUR PROJEKTDURCHFÜHRUNG [NEU]


Wie erhalte ich die Logofreigabe für mein Projekt (Vertragsschluss bis 30.06.2022)?


Wie erhalte ich die Logofreigabe für mein Projekt (Vertragsschluss ab 01.07.2022)?


Was bedeutet die "Förderdoku" für mich?


Wann kann ich Mittel abrufen?


Wo kann ich eine Mittelanforderung erstellen?


Wie erstelle ich eine Mittelanforderung (Schritt für Schritt)?


Wann erhalte ich das angeforderte Geld?


Welche Fristen muss ich nach der Förderzusage beachten?


Wie kann ich Mittel zurückzahlen?


Was passiert nach der Zusage?


Muss ich das Vergaberecht beachten?


Was bedeutet der Grundsatz der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit?


Sind Änderungen in der Projekt- oder Finanzplanung möglich?


Was passiert, wenn das Projekt pandemiebedingt nicht wie ursprünglich geplant
durchgeführt werden kann?


Was passiert, wenn Geplantes nicht realisiert werden kann?


Welche Unterlagen muss ich mit dem Verwendungsnachweis einreichen?


Werden Ausgaben für GEMA-Gebühren und Künstlersozialabgabe (KSA) akzeptiert,
die außerhalb des Projektzeitraums liegen? [NEU]


Was muss auf einen Stundenzettel?


Erhalte ich Belege für die Auszahlung der Fördermittel?


Sind die Fördermittel steuerpflichtig?


Was ist mit Doppelförderung gemeint?


Wird die Doppelförderung von Clubs/Festivals & Künstler:innen kontrolliert?


Welche Belege sind für den Verwendungsnachweis einzureichen?


HINWEIS ZU DEN FAQ


BERATUNG DURCH REGIONALE TEAMS

Achten Sie bei kategoriespezifischen Fragen darauf, sich an Berater:innen Ihrer jeweiligen Projektategorie zu wenden. Scrollen Sie hierfür bei Bedarf einfach etwas weiter nach unten.

Bitte beachten Sie unsere neuen Sprechzeiten seit 01.September 2022.

NORD
Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein

Beratung Veranstalter:innen & Festivals

Markus Blanke
markus.blanke@initiative-musik.de | 030 531 475 45 – 573
Sprechzeiten: Di + Do 13:00 bis 15:00 Uhr

Matthias Bauer
matthias.bauer@initiative-musik.de| 030 531 475 45 – 574
Sprechzeiten: Di – Fr 13:00 bis 15:00 Uhr

Sabine Hengesbach
sabine.hengesbach@initiative-musik.de | 030 531 475 45 – 582
Sprechzeiten: Mo – Fr 12:00 bis 14:00 Uhr

Lea Klinkert
lea.klinkert@initiative-musik.de| 030 531 475 45 – 578
Sprechzeiten: Mo – Fr 13:00 bis 15:00 Uhr

Beratung Kleinst-, Eintages-, sowie sog. „Umsonst&Draußen“ -Festivals

Dominique Friedrich
dominique.friedrich@initiative-musik.de | 030 531 475 45 – 555
Sprechzeiten: Di – Fr 13:00 bis 15:00 Uhr

OST
Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen

Beratung Veranstalter:innen & Festivals

Fabian Schreiner
fabian.schreiner@initiative-musik.de | 030 531 475 45 – 572
Sprechzeiten: Mo – Fr 13:00 bis 15:00 Uhr

Theresa Rohde
theresa.rohde@initiative-musik.de| 030 531 475 45 – 526
Sprechzeiten: Mo – Fr 13:00 bis 15:00 Uhr

Andreas Stegemann
andreas.stegemann@initiative-musik.de| 030 531 475 45 – 576
Sprechzeiten: Mo – Fr 13:00 bis 15:00 Uhr

Beratung Kleinst-, Eintages-, sowie sog. „Umsonst&Draußen“ -Festivals

Gabriele Karamichalis
gabriele.karamichalis@initiative-musik.de | 030 531 475 45 – 556
Sprechzeiten: Mo – Do 13:00 bis 15:00 Uhr

SÜD
Baden-Württemberg, Bayern

Beratung Veranstalter:innen & Festivals

Dr. Bernhard Chapligin
bernhard.chapligin@initiative-musik.de| 030 531 475 45 – 570
Sprechzeiten: Mo, Mi, Fr 13:00 bis 15:00 Uhr

Michael Schönmetzer
michael.schoenmetzer@initiative-musik.de| 030 531 475 45 – 575
Sprechzeiten: Di, Do 13:00 bis 15:00 Uhr

Christine Kalkhof
christine.kalkhof@initiative-musik.de| 030 531 475 45 – 581
Sprechzeiten: Mo – Fr 13:00 bis 15:00 Uhr

Danijela Kufner
danijela.kufner@initiative-musik.de| 030 531 475 45 – 580
Sprechzeiten: Mo – Fr 13:00 bis 15:00 Uhr

Beratung Kleinst-, Eintages-, sowie sog. „Umsonst&Draußen“ -Festivals

Nicole Clement
nicole.clement@initiative-musik.de| 030 531 475 45 – 557
Sprechzeiten: Mo – Fr 13:00 bis 15:00 Uhr

WEST
Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland

Beratung Veranstalter:innen & Festivals

Sascha Lunz
sascha.lunz@initiative-musik.de | 030 531 475 45 – 577
Sprechzeiten nach Vereinbarung via E-Mail.

Michael Danielak
michael.danielak@initiative-musik.de | 030 531 475 45 – 579
Sprechzeiten: Mo – Fr 13:00 bis 15:00 Uhr

Silke Burhkart
silke.burkart@initiative-musik.de | 030 531 475 45 – 571
Sprechzeiten: Mo – Fr 13:00 bis 15:00 Uhr

Rebekka Paas
rebekka.paas@initiative-musik.de | 030 531 475 45 – 583
Sprechzeiten: Mo – Fr 10:00 bis 12:00 Uhr

Beratung Kleinst-, Eintages-, sowie sog. „Umsonst&Draußen“ -Festivals

Cora Beckmann
cora.beckmann@initiative-musik.de | 030 531 475 45 – 554
Sprechzeiten: Di – Fr 13:00 bis 15:00 Uhr

FRAGEN ZU DEN ANTRAGSBEDINGUNGEN

Wer ist in diesem Programm antragsberechtigt?

Antragsberechtigt sind natürliche und juristische Personen, die nachweislich Livemusikveranstaltungen veranstalten, eine ordnungsgemäße Geschäftsführung gewährleisten (siehe Ziffer 3.1. der Fördergrundsätze ) und nicht gemäß der Fördergrundsätze durch Ziffer 3.3. ff ausgeschlossen werden. 

Dazu gehören u.a. natürliche Personen (Gewerbetreibende, Freiberufler:innen), Personengesellschaften (KG, GbR, GmbH & Co. KG, UG & Co. KG, OHG etc.) und juristische Personen wie Vereine (eingetragenen und nicht eingetragenen Vereine), Genossenschaften und Kapitalgesellschaften (GmbH, UG, gGmbH, gUG, AG, gAG) sowie Stiftungen. 

 

 

Ist es möglich, einen zweiten bzw. einen neuen Antrag für
die zweite Runde von NK2FV (2022) zu stellen, wenn ich bereits einen Antrag
in NKFV (2020) / NKKF (2021) und/oder in der ersten Runde von NK2FV (2022)
gestellt habe?

Ja, ein zweiter oder neuer Antrag ist möglich in der 2. Runde des Programmes „NEUSTART KULTUR – Erhalt und Stärkung der Musikinfrastruktur in Deutschland für Livemusikveranstaltungen und überregionale Musikfestivals“ (NK2FV).

  • Ab dem 02.05.2022 um 10:00 Uhr ist das Antragstool für eine zweite Förderrunde in dem Programm „NEUSTART KULTUR – Erhalt und Stärkung der Musikinfrastruktur in Deutschland für Livemusikveranstaltungen und überregionale Musikfestivals“ (NK2FV) geöffnet.
  • Das Antragsverfahren endet, wenn alle zur Verfügung stehenden Mittel vergeben wurden.
  • Bitte beachten Sie: Das Projekt muss bis zum 30.06.2023 beendet sein. Dies gilt für die 1. und auch für die 2. Förderrunde (siehe: Wie lege ich den Projektzeitraum fest?).
  • Förderprojekte aus der 1. und 2. Runde können zeitlich parallel laufen. Das beantragte Projekt für die 2. Runde muss inhaltlich eindeutig von einem bewilligten Förderprojekt in der 1. Runde sowie dem Projekt in NEUSTART KULTUR 1 (NKFV bzw. NKKF) abgegrenzt sein (siehe: Was ist mit Doppelförderung gemeint?)
  • Wenn Sie bereits einen Antrag in der 1. Förderrunde von NK2FV angelegt haben, können Sie mit den bisherigen Zugangsdaten den Login für die 2. Förderrunde nutzen. Eine erneute Registrierung ist nicht notwendig. Ihre Stammdaten und Unterlagen (außer dem Ausgaben- und Finanzierungsplan) müssen nicht erneut hochgeladen werden.

FAQ SPEZIELL FÜR VERANSTALTER:INNEN (Kategorien 1 bis 6)

Was gilt als Livemusikveranstaltung?

Als eine Livemusikveranstaltung ist eine Veranstaltung zu werten, in der Livemusik aller Genres (E- und U-Musik) öffentlich konzertmäßig aufgeführt wird und im Vordergrund steht. Das bedeutet, für das Konzert wird speziell geworben und das Publikum kommt vorrangig für die musikalische Darbietung. Mehrere Konzerte an einem Tag gelten als eine Veranstaltung, sofern für diese auch nur einmal Eintritt gezahlt wurde. Eine Livemusikveranstaltung umfasst den gezielten Auftritt von Musiker:innen, Bands ebenso wie von „künstlerische DJs“ sowie eines Orchesters und Ensembles.

Was gilt als thematisch geschlossene Veranstaltungsreihe?

Eine thematisch geschlossene „Veranstaltungsreihe“ besteht aus mindestens 5 thematisch zusammenhängenden Livemusikveranstaltungen unterschiedlicher Künstler:innen pro Jahr. Ein thematischer Zusammenhang ist hierbei nicht nur als eine Genrebenennung, wie z.B. „aktueller Jazz“, „moderne Klassik“, sondern als ein kontinuierliches Motto bzw. eine Themenreihe, wie z.B. „akustisch“ oder „Women in Jazz“, zu verstehen. Eine Veranstaltungsreihe kann den Zeitraum von drei Monaten sowohl überschreiten als auch unterschreiten. Damit unterscheidet sie sich vom Festival, dessen Zeitraum maximal 3 Monate beträgt. Findet die Veranstaltungsreihe ebenfalls im Zeitraum von nur maximal 3 Monaten statt, so ist der Einzelshowcharakter der o.g. zusammenhängenden Livemusikveranstaltungen das maßgebliche Kriterium für die Einordnung als Veranstaltungsreihe.

Sind sowohl örtliche Veranstalter:innen als auch Tourneeveranstalter:innen
antragsberechtigt?

Nach Ziffer 3.4. der Fördergrundsätze ist Veranstalter:in, wer für die Aufführung, Vorführung oder Wiedergabe sowohl die inhaltliche, organisatorische als auch finanzielle Hauptverantwortung trägt.

Somit können sowohl örtliche Veranstalter:innen als auch Tourneeveranstalter:innen antragsberechtigt sein, sofern sie die Hauptverantwortung sowie das wirtschaftliche Risiko für ihren Leistungsanteil tragen.

Wie können örtliche Veranstalter:innen als auch Tourneeveranstalter:innen
ihre Projekte definieren?

Eine Veranstaltung kann mehrere Verantwortungsbereiche haben. Für jeden Verantwortungsbereich kann ein eigener Antrag gestellt werden. Das bedeutet, dass es in den Anträgen keine Überschneidungen von Fördergegenständen geben darf.

Jedes beantragte Projekt steht für sich, wie zum Beispiel:

  1. Antrag eines/er Tourneeveranstalters:in für die Produktion/Präsentation einer Veranstaltung/Tournee mit Künstler:in A, B, C;
  2. Antrag eines/er örtlichen Veranstalters:in für die sichere Durchführung einer Veranstaltung/Organisation vor Ort mit Künstler:in A, B, C, D, E, F, G.

So dürfen z.B. die Künstlergagen nicht in beiden Anträgen zur Förderung beantragt werden.

Wie weisen örtliche Veranstalter:innen als auch Tourneeveranstalter:innen ihre
Antragsberechtigung nach?

Bei geteilter organisatorischer und inhaltlicher Hauptverantwortung und geteiltem finanziellem Risiko für gemeinsam durchgeführte Veranstaltungen gelten für die Antragsberechtigung des/der jeweiligen Antragstellers:in die folgenden Nachweise: 

  1. Umsatz aus Kulturveranstaltungen: Der gesamte Umsatz aus Kulturveranstaltungen des/der jeweiligen Antragsstellers:in zählt. 
  2. Tickets: Beide geben die volle Ticketzahl der Veranstaltungen an, an denen sie beteiligt waren (als Nachweis dafür dient z.B. eine Gesamtübersicht diverser Verkaufssysteme oder die GEMA-Abrechnung, Ticketing oder die BWA), aus denen in Summe mindestens der Schwellenwert der erforderlichen Ticketverkäufe für die jeweilige Kategorie hervorgehen. Tourneeveranstalter:innen müssen ggf. mit Veranstaltungsverträgen ihre Beteiligung nachweisen. 
  3. Anzahl der durchgeführten Veranstaltungen: Beide geben jeweils alle Veranstaltungen an, für die sie jeweils Verantwortung getragen haben. 

Tourneeveranstalter:innen müssen für den Zeitraum vor dem 15. März 2020 (Beginn erster Lockdown) in den Jahren 2017 bis 2019 über durchschnittlich mindestens 24 Veranstaltungsverträge/5 Veranstaltungsverträge einer Veranstaltungsreihe pro Jahr verfügen und diese bei Bedarf vorlegen können oder durch geeignete Dokumente (bevorzugt GEMA Abrechnung oder ggf. Ticketrapporte, BWA oder ähnliches) deren Bestand nachweisen. Für Veranstalter:innen,  die 2019 erstmals Veranstaltungen realisiert haben, gelten die Jahre 2019 und 2020 als Bezugsjahre. 

Sind Betreiber:innen von festen Spielstätten antragsberechtigt?

Betreiber:innen von festen Spielstätten sind in den Kategorien 1 bis 6 (Veranstalter:innen) nicht antragsberechtigt, für Sie könnte aber das NEUSTART KULTUR-Förderprogramm für Betreiber:innen von Livemusikspielstätten („Erhalt und Stärkung der Musikinfrastruktur in Deutschland (Musikclubs)“) einschlägig sein.

Antragsberechtigt in den Kategorien 7 bis 15 (Musikfestivals) sind jedoch Clubbetreiber:innen , die ihre Musikfestivals außerhalb etwaiger eigener Räumlichkeiten veranstalten, sofern die sonstigen Kriterien (insbesondere in den letzten Jahren schon durchgeführt) vorliegen. Das gilt ebenso für Betreiber:innen sogenannter „Fliegender Bauten“ (z. B. Zelte/fahrbare Bühnen) und Open-Air-Bühnen, die eigene Musikfestivals durchführen.

Antragsberechtigt sind ebenso Betreiber:innen von festen Spielstätten, die als zweite Firma ein Veranstaltungsunternehmen betreiben.

Die ggf. in beiden Förderprogrammen beantragten Projekte müssen klar und deutlich inhaltlich und finanziell voneinander getrennt sein (anderer Fördergegenstand).

Bin ich als Musicalveranstalter antragsberechtigt?

Ja, wenn das Musical einen Livemusik-Schwerpunkt hat. Dies beinhaltet orchestrierte Musicals, Playback Musicals mit Live-Sänger:innen und/oder mehrheitlichen Eigenkompositionen.

FAQ SPEZIELL FÜR FESTIVALS (Kategorien 7 bis 15)

Was gilt für Musikfestivals?

Antragsberechtigt sind Veranstalter:innen von ein- oder mehrtägigen Musikfestivals mit überregionaler Bedeutung mit oder ohne Eintritt. Diese werden eintägig veranstaltet oder mehrtägig aufeinanderfolgend (d.h. Festivaltage müssen nicht direkt aneinander liegen).

Livemusik-Darbietungen müssen programmatisch überwiegen, außerdem sollte es eine besondere inhaltliche und/oder genrespezifische musikalische Schwerpunktsetzung geben. Gleichzeitig muss ein zusammenhängendes kuratiertes Gesamtprogramm mit mindestens fünf unterschiedlichen musikalischen Programmpunkten nachgewiesen werden. Mehrere unterschiedliche Konzerte können dabei an einem Tag oder über einen klar definierten Zeitraum von maximal drei Monaten stattfinden. Hier müssen Künstler:innen überwiegend mit eigenem Repertoire und/oder künstlerische DJs aufgetreten sein bzw. auftreten.

Das Publikum kann die Eintrittskarten überwiegend im öffentlichen Verkauf erwerben, d.h.:

  • vor dem 15. März 2020 (Beginn erster Lockdown) wurden in den Jahren 2017 bis 2019 durchschnittlich mindestens 900 Eintrittskarten pro Jahr verkauft bzw. sind 900 Besucher:innen vorzuweisen,
    • bei biennal oder triennal stattfindenden Musikfestivals gelten jeweils die letzten zwei bzw. drei Festivalvorjahre innerhalb der letzten sechs Jahre vor Beginn der Corona-Pandemie,
    • bei Musikfestivals, die erstmals 2019 stattgefunden haben, gelten die Jahre 2019 und 2020 als Bezugsjahre,
    • bei Kleinstfestivals sind (ein- oder mehrtägig) durchschnittlich mindestens 99 verkaufte Eintrittskarten nachzuweisen.

„Überregional“ bedeutet, dass ein Festival nicht auf eine Region begrenzt ist, sondern über die regionalen Grenzen hinausgeht. Dies wird vor allem deutlich durch überregionalen Verkauf, Bewerbung, Künstler:innen sowie Presse- und Berichterstattung. Sogenannte Stadtteilfeste fallen nicht hierunter.

Was gilt ergänzend für Kleinstmusikfestivals?

Als Kleinstmusikfestivals gelten Veranstaltungen, für die bei der Durchführung in den Jahren 2017 bis 2019 durchschnittlich eine Anzahl von mindestens 99 bis zu 899 Tickets verkauft wurden. Für Kleinstmusikfestivals, die erstmals 2019 stattgefunden haben, gelten 2019 und 2020 als Bezugsjahre. Diese Festivals können sowohl eintägig als auch mehrtägig sein.

Was gilt ergänzend für Umsonst & Draußen Festivals?

Umsonst & Draußen Festivals sind eintägige oder mehrtägige Festivals, bei denen das Publikum kostenfreien Zugang zu Live-Musik Darbietungen erhält. Zudem findet die Veranstaltung vornehmlich unter freiem Himmel statt. Festivals dieser Kategorie weisen einen starken Eventcharakter auf und haben die Zurschaustellung und das Erlebbarmachen von Musik als Ziel. Ein kuratiertes Livemusik-Programm und/oder die Förderung von Nachwuchsmusiker:innen stehen im Vordergrund.

KATEGORIEBERECHNUNG

In welcher Kategorie darf ich einen Antrag stellen?

Unabhängig von der formellen Klärung einer Antragsberechtigung ist im nächsten Schritt die Ermittlung des max. möglichen Förderbetrages notwendig. Die Kriterien zur Erfüllung einer Antragsberechtigung sind also von den Kriterien für die Ermittlung der Fördersumme zu unterscheiden. 

Je nach den individuellen Kriterien wird die passende Förderkategorie ermittelt. Obligatorisch, also feststehendes Ausgangskriterium hierfür, ist aber immer zunächst die Anzahl der verkauften Eintrittskarten bzw. Besucher:innen. 

Bitte beachten sie, dass immer ein Durchschnitt der angegebenen Jahre gebildet wird zur Einordnung in die jeweilige Kategorie: 

Bsp. 4.000 Tickets 2017, 5.000 Tickets 2018, 3.000 Tickets 2019 ergeben einen Durchschnitt von 4.000 Tickets.  

Um die Kategorie zu ermitteln, nutzen Sie bitte die folgenden Förderrechner: 

Livemusikveranstaltungen und musikalische Veranstaltungsreihen
Hier tragen Sie bitte die Anzahl der veranstalteten Livemusikveranstaltungen in den Jahren 2017 bis 2019, bei erstmaliger Realisierung von Veranstaltungen in 2019 die Anzahl der veranstalteten Livemusikveranstaltungen in den Jahren 2019 und 2020 sowie die Ticketverkäufe der verkauften Eintrittskarten in Zahlen ein. Ergänzend tragen Sie Ihren Umsatz aus Kulturveranstaltungen im Inland (Ticketerlös, Gastronomie, Merchandise usw., der Umsatz ist dementsprechend zu belegen) ein. 

Kategorie-Rechner Veranstalter:innen 

Musikfestivals
Hier tragen Sie die Anzahl der verkauften Eintrittskarten oder Besucher:innen in Zahlen in den Jahren 2017 bis 2019, bei erstmaliger Realisierung in 2019 die Anzahl der verkauften Eintrittskarten oder Besucher:innen in den Jahren 2019 und 2020 ein. Ergänzend tragen Sie Ihren Umsatz aus Kulturveranstaltungen im Inland (Ticketerlös, Gastronomie, Merchandise usw., der Umsatz ist dementsprechend zu belegen) ein. Für biennal oder triennal stattfindende Festivals gilt diese Voraussetzungen bezogen auf die entsprechenden Festivals der Vorjahre.  

Kategorie-Rechner Musikfestivals 

Kann ich einen Antrag stellen für mehrere Festivals oder eine Festivalreihe 
in einer der Festival-Kategorien? 

Für die Berechnung der Kategorien können alle Festivals im Portfolio zusammengezählt werden, d.h. veranstalten sie drei Festivals mit je 1.000 verkauften Tickets, geben sie 3.000 verkaufte Tickets für das jeweilige Jahr an. 

ALLGEMEINE FAQ

Lässt sich die Förderung mit Mitteln aus anderen Programmen kombinieren?

Mittel von anderen öffentlichen Zuwendungsgeber:innen für das zur Förderung beantragte Projekt sind zulässig und wünschenswert und komplementär, also ergänzend zur hier beantragten Förderung einzubringen.

Das Programm tritt nicht für Leistungen ein, die im Rahmen der staatlichen Hilfsmaßnahmen des Bundes und der Länder zur Bewältigung der COVID-19-Pandemie in Anspruch genommen werden können. Hier sind die Förderungen bei den entsprechenden Stellen zu beantragen.

Wenn Sie aus anderen Förderprogrammen des Bundes Fördermittel in Anspruch nehmen, müssen die jeweiligen Förderungen deutlich unterscheidbaren Zwecken dienen und voneinander abgrenzbar sein. Grundsätzlich gilt, dass Maßnahmen, die durch andere aktuelle Corona-Hilfsmaßnahmen des Bundes und der Länder abgedeckt werden können, nicht förderfähig sind.

Nachfolgend einige Beispiele (keine abschließende Darstellung):

  • BMWi-Programm und NEUSTART KULTUR (Livemusikveranstaltungen und Musikfestivals)

Veranstalter:innen und Festivals, die über das Hilfsprogramm des BMWi Förderung erhalten, können grundsätzlich auch einen Antrag auf Förderung bei NEUSTART KULTUR stellen. Bitte beachten Sie hier, dass das BMWi-Programm „Überbrückungshilfe für kleine und mittelständische Unternehmen“ betriebliche Fixkosten (Miete, Elektrizität, Wasser usw.) abdeckt, wogegen in unserem Programm die variablen Projektausgaben im Wege einer Projektförderung unterstützt werden.

  • Andere Programmteile des NEUSTART KULTUR-Pakets und NEUSTART KULTUR (Musikclubs)

Kombinationen mit Fördergeldern von anderen Programmteilen des NEUSTART KULTUR-Pakets sind für die gleiche Maßnahme nicht möglich.

Hier sind die Förderungen bei den entsprechenden Stellen zu beantragen.

Was bedeutet ,,überwiegend öffentlich finanziert?"

Antragsteller:innen dürfen nicht überwiegend öffentlich finanziert sein. D.h., dass sie für die Grundfinanzierung ihres Geschäftsbetriebs im Durchschnitt in den letzten drei Kalender- oder Wirtschaftsjahren (2017-2019) nicht mehr als 50 % öffentliche Mittel erhalten haben. Hierzu zählen finanzielle Mittel, aber auch unbare Leistungen, wie kostenfreie Überlassung von Räumlichkeiten oder Personal. Öffentliche Mittel, welche durch (private) Dritte ausgereicht werden, zählen ebenfalls dazu (z.B. wenn eine Zuwendung nicht direkt von Bund und Ländern, sondern über Dritte weitergereicht wird, wie etwa durch die Initiative Musik). Nichtregelmäßige Projektförderungen beispielsweise für Programm/Programmarbeit zählen nicht zur Grundfinanzierung.

Im Rahmen des Antragsverfahrens kann ein von einem:r Steuerberater:in bzw. Wirtschaftsprüfer:in ausgestelltes Testat über die Höhe der öffentlichen Fördermittel von der Initiative Musik angefordert werden.

Was sind die Kriterien für „künstlerische DJs“?

„Künstlerische DJs“ spielen nicht nur einen Tonträger ab. Unter Verwendung von Tonträgern und technischen Hilfsmitteln mischen sie verschiedene Musikstücke zu neuen Klangbildern und Kompositionen zusammen (siehe auch Urteil des Bundesfinanzhofs vom 18.08.2005, Az. V R 50/04).

Das dabei entstehende Arbeitsergebnis muss die Qualität eines neuen künstlerischen Produkts haben. Folgende Kriterien sprechen für eine Tätigkeit, die unter die Definition „künstlerische DJs“ fällt:

  • DJ-Künstler:innen erhalten eine Gage;
  • sie veröffentlichen ihre Werke auf Tonträgern (Mix-CDs im freien Handel, eigene Compilations etc.);
  • DJ-Künstler:innen treten auch außerhalb von Diskotheken auf, z. B. auf öffentlichen Veranstaltungen oder bei Radiosendern;
  • sie haben ein eigenes Künstler:innenprofil im Internet (Facebook, Soundcloud etc.);
  • ihre Veranstaltungen sind ein eigener Programmpunkt.

Wie definiert sich der Umsatz aus Kulturveranstaltungen?

Der Umsatz aus Kulturveranstaltungen im Inland setzt sich zusammen aus Ticketerlösen, Gastronomie, Merchandise usw. Er ist dementsprechend zu belegen. Zu Kulturveranstaltungen zählen keine Märkte mit Verkaufsangeboten (zusätzliche Flohmärkte) sowie Sportereignisse, Bildungsveranstaltungen usw.

Wie definieren sich verkaufte Eintrittskarten oder die Besucher:innenanzahl
für die Antragsberechtigung & Einordnung in eine Kategorie?

Es können nur Eintrittskarten für Livemusikveranstaltungen gewertet werden. Es gelten folgende Ausschlüsse: Verkaufte Eintrittskarten für Comedy-, Kabarett- oder für andere Wortveranstaltungen können nicht gewertet werden. Ebenso werden Eintrittskarten für Livemusikveranstaltungen im Ausland nicht berücksichtigt.

Als Bemessungsgrundlage gelten die verkauften Tickets aus den entsprechenden Antragsgruppen: Örtliche Veranstalter:innen und Tourneeveranstalter:innen weisen also lediglich ihre jeweiligen verkauften Tickets aus den entsprechenden Veranstaltungen ihres Verantwortungsbereichs nach; Veranstalter:innen von Musikfestivals verkaufte Eintrittskarten von Festivals. Bei den sogenannten Umsonst & Draußen Festivals zählt analog dazu ausschließlich die Besucher:innenzahl aus dieser Antragsgruppe.  Die Eintrittskarten von verschiedenen Festivals gleichen Charakters können für die Antragsberechtigung und Kategorie-Einordung zusammengefasst werden. So können beispielsweise Eintrittskarten von mehreren Musikfestivals oder die Besucher:innenanzahl von mehreren Umsonst & Draußen Festivals des selben Veranstalters/derselben Veranstalterin zusammengezählt werden.

Kann ich als Einzelperson auch meinen Zweitwohnsitz angeben?

Für Einzelpersonen gilt der Nachweis des Lebensmittelpunktes. Das ist in der Regel der Hauptwohnsitz.

Firmen mit Sitz in Deutschland sind antragsberechtigt.

Werden Veranstaltungen gefördert, die durch eine pandemiedingte
Ausfallversicherung gedeckt worden sind?

Wenn Kosten für Veranstaltungen bereits erstattet worden sind, sind diese nicht noch einmal förderfähig.

FRAGEN ZUM FÖRDERGEGENSTAND

Was wird gefördert?

Das Programm zielt darauf ab, Livemusikveranstaltungen als wesentlichen Bestandteil der kulturellen Infrastruktur Deutschlands zu erhalten, damit Kreative wieder arbeiten können und dadurch künstlerisches Produzieren erneut möglich wird. Es soll die Entwicklung von Programmen und Projekten unterstützen, die einen Beitrag zum Erhalt und zur Stärkung der Musikszene leisten können.  

Ein Projekt kann z.B. die Programmplanung für das kommende Frühjahr beinhalten (von der Planung über das künstlerische Booking, die Öffentlichkeitsarbeit bis zur Umsetzung und Durchführung der Konzerte) – ebenso wie die Entwicklung eines neuen Veranstaltungsformats.  Es können auch mehrere der genannten Maßnahmen in einem Projekt gebündelt werden. Damit richtet sich das Programm Neustart Kultur in die Zukunft. 

Projekte dürfen im Rahmen dieser Förderung noch nicht begonnen haben, bevor der vorzeitige Vorhabenbeginn erklärt bzw. ein Fördervertrag mit der Initiative Musik abgeschlossen wurde. Kosten aus der Vergangenheit insbesondere Schulden oder Ausfallgagen sind nicht förderfähig. Alle Ausgaben sind nach dem Grundsatz der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit  zu veranschlagen und zu leisten. 

In einer Zeit, die den regulären Veranstaltungsbetrieb immer noch erheblich einschränkt oder erschwert (z.B. in der Anlaufphase nach Corona), sollen kreative Potentiale der Veranstalter:innen für die konzeptionelle Entwicklung und Vorbereitung sowie die Durchführung von Livemusikveranstaltungen genutzt werden. Auf Nr. 2.1 und Nr. 2.2 der Fördergrundsätze wird ergänzend verwiesen.  

Wünschenswert ist, dass in den geförderten Projekten die gesellschaftliche Vielfalt repräsentiert wird. Daher soll bei der Umsetzung der Maßnahmen die Teilhabe von unterrepräsentierten Gruppen (Frauen, BIPoC, Menschen mit Behinderung u.a.) sowohl auf der Bühne (Musikschaffende, Speaker:innen, Moderation o.ä.) als auch hinter der Bühne (z.B. Booking, Produktion, Ton- und Lichttechnik, Buchhaltung/Verwaltung, Recording & Publishing) beachtet werden. Insbesondere soll die barrierefreie Zugänglichkeit so weit wie möglich sichergestellt werden. Ausgaben, die hierfür entstehen, sind grundsätzlich zuwendungsfähig.  

Auch Maßnahmen zur Stärkung von strukturschwachen Regionen sowie die ökologische Nachhaltigkeit sind wünschenswert. Es wird angeregt hierfür  sinnvolle Möglichkeiten zu wählen, wie z.B. wiederverwendbare Materialien und Ausstattung, möglichst geringer Energie- und Ressourcenverbrauch, nachhaltige Veranstaltungen und Mobilitätskonzepte usw. 

Die Förderung erfolgt als einmalige Projektförderung im Rahmen einer Festbetragsfinanzierung bis 200.000 Euro Fördersumme sowie einer Anteilfinanzierung ab 200.001 Euro Fördersumme.  

Was bedeutet Festbetragsfinanzierung?  

Bei der Festbetragsfinanzierung wird das Projekt mit einem festen Betrag an den zuwendungsfähigen Ausgaben gefördert. 

Im Rahmen der Antragsbearbeitung wird nach Prüfung des Bedarfs eine anteilige Fördersumme in Höhe von bis zu 80 % festgelegt. Dieser Betrag bleibt gleich, auch wenn sich die förderfähigen Ausgaben bei Abschluss des Projektes verringert oder erhöht haben (d.h. lediglich der vorgesehene Eigenanteil verändert sich nach „oben“ oder „unten“).  

Der Förderbetrag darf jedoch die Höhe der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben am Ende nicht überschreiten, in diesem Fall sind Mittel zurückzuzahlen. 

Was bedeutet Anteilfinanzierung? 

Im Rahmen der Antragsbearbeitung wird nach Prüfung des Bedarfs eine anteilige Fördersumme in Höhe von bis zu 80 % festgelegt, die sich an den zuwendungsfähigen Gesamtausgaben orientiert. Erhöhen sich diese Ausgaben im Laufe des Projektzeitraumes, sind diese entsprechend des festgelegten Anteils durch Eigenmittel und Förderung zu finanzieren (allerdings nur bis zum Erreichen der jeweiligen Kategorie-Höchstgrenze). Für den Fall, dass sich die Ausgaben verringern und/oder sich die Eigenmittel erhöhen (z.B., weil mehr Einnahmen erzielt worden sind als ursprünglich angenommen), verändert sich auch die anteilige Fördersumme. 

Bei beiden Finanzierungsarten liegt der Eigenanteil bei 20 %, denn die Förderung setzt grundsätzlich eine angemessene Eigenleistung voraus, die in den Gesamtausgaben auszuweisen ist.   

Gibt es programminhaltliche Ausschlusskriterien für eine Förderung?

Grundsätzlich gilt die künstlerische Freiheit bei der Gestaltung des musikalischen Programms. Insbesondere bei der Wahl der Musikgenres gibt es in diesem Förderprogramm keine Einschränkungen. Veranstaltungen, die jedoch verfassungsfeindliche, gesetzeswidrige oder strafbare Inhalte verbreiten und gewaltverherrlichende oder jugendgefährdende Schwerpunkte in ihrer inhaltlichen Programmplanung setzen, sind von der Förderung ausgeschlossen.

Was ist mit Konzerten, die pandemiebedingt von 2020 ins Jahr 2021
und/oder 2023 verlegt wurden?

Grundsätzlich können diese Konzerte Teil des zu fördernden Projekts sein. Das beantragte Datum für den förderunschädlichen vorzeitigen Vorhabenbeginn richtet sich nach dem folgenden Datum:

  • für neue Vorhaben, die nach dem 15. März 2020 konzipiert wurden, gilt das beantragte Datum für den förderunschädlichen vorzeitigen Vorhabenbeginn frühestens der Tag der Antragstellung;
  • für Projekte, die pandemiebedingt abgesagt und ab dem 15. März 2020 umgeplant worden sind (die Verträge müssen pandemiebedingt angepasst worden sein), ist der Vorhabenbeginn ab diesem Zeitpunkt zu setzen.

Sind Ausgaben/Zahlungen aus Verträgen für Vorhaben, die nach dem 15. März 2020
geplant und konzipiert wurden, förderfähig?

Ja, Ausgaben/Zahlungen aus Verträgen für Vorhaben, die nach dem 15. März 2020 (Beginn erster Lockdown) geplant und konzipiert wurden, sind förderfähig. Alle Zahlungen, die vertraglich zu leisten sind, sind förderfähig, wenn das Vorhaben/Projekt pandemiebedingt verschoben werden musste. Somit liegt der maximale Projektzeitraum zwischen dem 15.03.2020 und 30.06.2023. Dies stellt eine Sonderregelung bei diesem Programm dar.

Ist der Vorverkauf von Tickets einer/s pandemiebedingt verschobenen
Veranstaltung/Festivals als Maßnahmenbeginn zu betrachten?

Für pandemiebedingt verschobene Veranstaltungen/Festivals gelten die vor dem 15. März 2020 (Beginn erster Lockdown) geschlossenen und danach pandemiebedingt angepassten Verträge nicht als Beginn der Maßnahme. Somit ist auch der Vorverkauf von Tickets nicht als solcher zu betrachten.

Was bedeutet „förderunschädlicher vorzeitiger Vorhabenbeginn“?

  • Grundsätzlich gilt, dass mit einem Projekt noch nicht begonnen worden sein darf. Als Vorhabenbeginn gilt ein erfolgter Fördervertragsschluss mit der Initiative Musik. Es kann jedoch in jedem Antrag ein „förderunschädlicher vorzeitiger Vorhabenbeginn“ mit beantragt werden (ein entsprechendes Feld ist im Antragsformular enthalten).
  • Die Genehmigung eines förderunschädlichen vorzeitigen Vorhabenbeginns ermöglicht es den Antragsteller:innen, wichtige erste Schritte für das Projekt zu gehen, noch bevor sie eine Förderzusage erhalten und einen Fördervertrag mit der Initiative Musik abgeschlossen haben. Ein förderunschädlicher vorzeitiger Vorhabenbeginn ist dann sinnvoll, wenn durch längeres Warten auf die Förderzusage, bestimmte Angebote verfallen oder die geplanten Maßnahmen teurer oder gar nicht mehr wie geplant umzusetzen sind.
  • Sofern für eine pandemiebedingt abgesagte Veranstaltung oder ein abgesagtes Festival Eintrittskarten sowie Verträge für Veranstaltungsorte, Dienstleistungen (Backline, Licht, Ton usw.) für die konkret beantragte Veranstaltungs-/Festivalförderung verlängert oder angepasst wurden, gilt dies insoweit nicht als Beginn der Maßnahme in diesem Sinne.
  • Bei Veranstaltungen/Festivals, die ab dem 15. März 2020 (Beginn erster Lockdown), geplant und konzipiert wurden und für die bereits Lieferungs- und Leistungsverträge abgeschlossen worden sind, gilt dies nicht als Beginn der Maßnahme in diesem Sinne.
  • Das beantragte Datum für den förderunschädlichen vorzeitigen Vorhabenbeginn richtet sich nach dem folgenden Datum:
    • für neue Vorhaben, die nach dem 15. März 2020 konzipiert wurden, gilt das beantragte Datum für den förderunschädlichen vorzeitigen Vorhabenbeginn frühestens der Tag der Antragstellung;
    • für Projekte, die pandemiebedingt abgesagt und ab dem 15. März 2020 umgeplant worden sind (die Verträge müssen pandemiebedingt angepasst worden sein), ist der Vorhabenbeginn ab diesem Zeitpunkt zu setzen.
  • Erst wenn eine schriftliche Genehmigung für den vorzeitigen Vorhabenbeginn erteilt wurde, können Ausgaben für das Projekt geleistet werden, die im Falle einer Förderzusage förderfähig sind.

Die Genehmigung des vorzeitigen Vorhabenbeginns stellt jedoch keine vorweggenommene Förderzusage dar und bindet die Initiative Musik nicht, später einen Fördervertrag abzuschließen. Das finanzielle Risiko für diese Maßnahmen tragen die Antragstellenden deshalb bis zu einem eventuellen Abschluss des Fördervertrags mit der Initiative Musik selbst.

Welche Personalausgaben sind förderfähig?

Grundsätzlich gilt, dass nur projektbezogene Personalausgaben förderfähig sind. Wenn Sie bei diesem Programm Personalausgaben für Ihre Beschäftigten mitbeantragen möchten, beachten Sie bitte Folgendes: Sie dürfen Ihre Beschäftigten nicht besserstellen als vergleichbare Bundesbedienstete. Höhere Entgelte als nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) sowie sonstige über- und außertarifliche Leistungen dürfen nicht gewährt werden.

Was kann als Personalausgaben angerechnet werden?

Personalausgaben können voll oder anteilig angerechnet werden, insofern ein klarer Projektbezug besteht: zwischen dem Arbeitsbereich der jeweils angestellten Person und der Projektdurchführung muss eine eindeutige inhaltliche Verbindung herstellbar sein. Darüber hinaus muss die Anzahl der Stunden, die die Person insgesamt für das Projekt benötigt, ebenso wie der Stundenlohn plausibel im Finanzierungsplan dargestellt sein, z.B. technische Aushilfen für eine Veranstaltung mit 30 Stunden zu kalkulieren wird ebenso zu Nachfragen während der Antragsprüfung führen wie ein Stundenlohn von 100 Euro je Aushilfe.

Unter die Personalausgaben fallen generell alle Ausgaben für feste Anstellungsverhältnisse, einschließlich der Sozialversicherungsbeiträge (Arbeitgeber:innen-Brutto). Dies gilt auch für Minijobber:innen. Abweichungen von den kalkulierten Personalausgaben, die sich erst durch die Projektdurchführung zeigen, können auch nach Abschluss des Fördervertrags mit Genehmigung der Initiative Musik angepasst werden.

Alle freien Mitarbeiter:innen sowie Mitarbeiter:innen mit Werkverträgen und allgemeine Ausgaben für Honorare (und Gagen) sind nicht unter den Personalkosten anzurechnen, sondern unter den Sachkosten.

Was sind „Konzeptions-, Planungs- und Werbungsausgaben“?

Hier sind sämtliche Ausgaben gemeint, welche glaubhaft im Prozess der Konzeption, Planung und Durchführung eines Projekts (z.B. der Programmplanung für das kommende Frühjahr) anfallen. Hierzu zählen auch anteilig laufende Kosten, insofern diese sinnvoll auf das Projekt bezogen werden können und entsprechend ihrem Bedarf für das Projekt berechnet werden. Beispiel: im geförderten Projekt wird ein Büro für vier Tage eines Monats benötigt. Es kann dann die monatliche Miete in einem Anteil von 4/30 bzw. 4/31 (oder jährliche Miete im Verhältnis 4/352) geltend gemacht werden.

Ausnahme bilden hier der sogenannte Unternehmerlohn, Ausgaben für Versicherungen (sofern diese keine gesetzliche Pflicht sind) und Baumaßnahmen. Sie können nicht gefördert werden. Sach- und Personalkosten sowie laufende Kosten, die nicht projektbezogen sind, können ebenfalls nicht geltend gemacht werden.

Kann der/die Unternehmer:in die eigene Arbeit als Honorar fördern lassen,
z.B. für Booking, Produktion etc.?

Ein selbst ausgezahlter Unternehmerlohn ist nicht förderfähig. Für Unternehmer:innen, die einen Großteil der Aufgaben für Veranstaltungen selbst übernehmen, gibt es folgende Möglichkeit: Unternehmer:innen können externe Personen beauftragen oder anstellen und die Honorare oder Löhne als förderfähige Ausgaben beantragen – damit gewinnen sie Arbeitskraft und Ressourcen.

Ist der Lohn von festangestellten Geschäftsführer:innen, die im Projekt mitarbeiten,
förderfähig?

Ja, der Lohn eines:einer festangestellten Geschäftsführer:in kann anteilig von diesem Programm gefördert werden. Der:die Geschäftsführer:in kann seine:ihre Arbeit anrechnen lassen, solange diese projektbezogen ist und ordnungsgemäß nachgewiesen werden kann (z.B. durch Stundenzettel/Stundennachweise). In diesem Förderprogramm ist die Höchstgrenze für das zu fördernde Gehalt eines:einer festangestellten Geschäftsführer:in auf einen Betrag in Höhe von max. 60.000 Euro (zzgl. Arbeitgeber:innenanteil in Höhe von bis zu 16.000 EUR) p.a. festgelegt.

Angestellte Geschäftsführer:innen sind nur förderfähig, wenn sie keine Gesellschafteranteile besitzen.

Eine Vorlage zur Stundenerfassung finden Sie hier.

Wie hoch dürfen Reisekosten angesetzt werden?

Alle Reisen und Übernachtungen, die im Rahmen eines Projekts notwendig sind und abgerechnet werden sollen, müssen angemessen orientiert an der Höhe des Bundesreisekostengesetzes (BRKG) kalkuliert und abgerechnet werden. Hier finden sich die Informationen  zu den üblichen Sätzen und Betragsgrenzen des Bundesreisekostengesetztes.

Was bedeutet „angemessenes Gagengefüge“ und wie kalkuliere ich Gagen sinnvoll?

Aufgrund der besonderen Situation und des solidarischen Gedankens des Programms sollen geförderte Honorare und Gagen den branchenüblichen Tarifen entsprechen.

Die aktuelle Lage macht eine Prognose von möglichen Ticketeinnahmen und entsprechenden Split-Deals eher schwierig. Wir empfehlen daher:

  1. im Finanzierungsplan mit festen Gagen je geplanter Band / je geplanten Act zu kalkulieren unabhängig von etwaigen Ticketeinnahmen oder Spenden;
  2. die Gagen/Honorare verhältnismäßig und zu den marktüblichen Preisen anzugleichen bspw. angemessene Gagen wie vor der Pandemie zu kalkulieren. (Das bedeutet Status oder Grad der Professionalisierung der Künstler:innen/Bands sollten im Verhältnis zur Kapazität der Veranstaltung stehen);

Zur Beurteilung der Verhältnismäßigkeit sollten sowohl Status als auch Grad der Professionalisierung der Künstler:innen/Bands (Newcomer:in/Amateur:in/Profi) Berücksichtigung finden. Dies sollte auch im Verhältnis zur Kapazität der Veranstaltung stehen. In diesem Zusammenhang sprechen wir uns für eine Mindestgage i. H. v. 250 Euro aus, im Nachwuchs-/Amateurbereich sollten mindestens 150 Euro gezahlt werden.

Welche Investitionen können gefördert werden?

Grundsätzlich sind projektbezogene Investitionen in diesem Programm förderfähig. Die Förderfähigkeit der Investition wird aber im jeweiligen Einzelfall bewertet. Die pandemiebedingten Investionsprogramme (BMWi) sind hierbei vorrangig und über das entsprechende Investitionsprogramm der Bundesregierung zu beantragen. Als projektbezogene Investitionen verstehen wir Anschaffungen von technischem Equipment, welche einen Einzelwert von mehr als 800 Euro (netto) haben. Wir orientieren uns hier an der Bundeshaushaltsordnung.

In diesem Programm „Erhalt und Stärkung der Musikinfrastruktur (Livemusikveranstaltungen und überregionale Musikfestivals)“ sind Investitionen bedingt förderfähig:

Es können einzelne projektbezogene Investitionen im Rahmen des Förderprogramms angerechnet werden, die notwendig sind, um ein bestimmtes Projektformat umzusetzen.

Insgesamt dürfen jedoch die Mittel für diese Investitionen nicht mehr als 15 % der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben ausmachen. Wichtig hierbei ist, dass sich aus der Projektbeschreibung der Grund für die Investition ergibt.

Auch gebrauchte Geräte können als Investition angerechnet werden, insofern sie allen anderen Kriterien entsprechen und die Zeit der Zweckbindungsfrist überdauern (siehe unten).

Es gilt, dass alle Ausgaben in der Projektbeschreibung nachvollziehbar sind. Die Förderung bereits getätigter oder beauftragter Investitionen ist nicht zulässig.

Inventarisierung und Zweckbindungsfrist

Investitionen sind zu inventarisieren. Eine Inventarisierungspflicht besteht auch nach Ende der Projektlaufzeit und entsprechende Listen können jederzeit durch die Initiative Musik zur Ansicht eingefordert werden.

Investitionen dürfen ohne vorherige Zustimmung der Initiative Musik (weitergehend des Bundesverwaltungsamtes (BVA) vor Ablauf von 10 Jahren (IT-Bereich 4 Jahre) weder veräußert noch in anderer, dem Zuwendungszweck nicht entsprechender Weise, verwendet werden. Nach Ablauf der Zweckbindungsfrist kann der Gegenstand, soweit er nicht zur Fortführung der satzungsmäßigen Aufgaben benötigt wird, veräußert werden. In diesem Fall ist der Mindesterlös zu erzielen, der dem Haushalt der Initiative Musik/BVA zuzuführen ist. Treten Umstände ein (Einstellung der Förderung, Änderung der satzungsmäßigen Aufgaben), die eine zweckentsprechende Verwendung nicht mehr ermöglichen, ist die Entscheidung der Initiative Musik (weitergehend des BVA) zur weiteren Verwendung einzuholen. Dabei sind Zustand und geschätzter Restwert der fraglichen Gegenstände sowie ein Vorschlag zur weiteren Verwendung mitzuteilen.

Welche Versicherungen sind förderfähig?

Versicherungen, welche gesetzlich vorgeschrieben sind und solche, die unter wirtschaftlicher Betrachtung nachweisbar für die Durchführung des beantragten Projekts notwendig sind, können ganz oder anteilig gefördert werden. Im Folgenden einige Beispiele.

Gesetzlich vorgeschriebene Versicherung:

      • (Betriebs-) Haftpflicht;

Nicht gesetzlich vorgeschriebene Versicherungen mit eindeutigem Projektbezug:

      • Ausfallversicherung (für im Projekt geplante Veranstaltungen); Versicherung von Veranstaltungstechnik, welche für die geplanten Musikveranstaltungen nachweislich benötigt wird;

Nicht förderfähige Versicherungen sind:

      • Geschäftsführer:innen-Haftpflichtversicherung (D&O Insurance); Versicherungen, die nicht für die Durchführung des beantragten Projekts notwendig sind.

Zusatzinformation zur steuerlichen Behandlung

Auszug R 6.5 II zu §6 EstG

„Werden Anlagegüter mit Zuschüssen aus öffentlichen oder privaten Mitteln angeschafft oder hergestellt, hat der Stpfl. ein Wahlrecht. Er kann die Zuschüsse als Betriebseinnahmen ansetzen; in diesem Fall werden die Anschaffungs- oder Herstellungskosten der betreffenden Wirtschaftsgüter durch die Zuschüsse nicht berührt. Er kann die Zuschüsse aber auch erfolgsneutral behandeln; in diesem Fall dürfen die Anlagegüter, für die die Zuschüsse gewährt worden sind, nur mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet werden, die der Stpfl. selbst, also ohne Berücksichtigung der Zuschüsse aufgewendet hat.”

Dieser Auszug wird nur zu ihrer Information bereitgestellt und ist nicht rechtsverbindlich. Die konkrete steuerliche Behandlung der Fördermittel besprechen sie bitte direkt mit ihrem Steuerbüro unter Verweis auf diesen Auszug.

Sind Wartungs- und Reparaturausgaben förderfähig?

Nein, da Wartungs- und Reparaturausgaben dem Substanzerhalt zuzurechnen sind und nicht Ausgaben sind, die ursächlich durch das Projekt bedingt werden, sind diese Ausgaben nicht zuwendungsfähig.

FRAGEN ZUM ANTRAGSVERFAHREN

Welche Antragsfristen muss ich beachten?

Eine Antragsstellung ist ab dem 7. Februar 2022, 10.00 Uhr, und bis zum 31. März 2022, 23:59 Uhr möglich. Hier gelangen Sie zum Antragsformular.

Kann ich nach dem 31. März 2022 noch einen Antrag stellen?

Der Förderantrag ist ab Ausschreibungsbeginn bis spätestens 31. März 2022 online einzureichen. Sollten nach diesem Zeitpunkt noch Fördermittel zur Verfügung stehen, kann in einer ggf. weiteren Förderrunde ein neuer Antrag gestellt werden.

Wie viele Anträge kann ich stellen?

Entsprechend 5.4. der Fördergrundsätze gilt:

Jede:r Antragssteller:in kann zunächst nur einen Antrag für das vorliegende Förderprogramm stellen als Veranstalter:in (3.2.a. der Fördergrundsätze) oder für ein Festival (3.2.b. der Fördergrundsätze).

Ein zweiter Antrag für eine weitere Fördermaßnahme kann in einer ggf. erneuten Förderrunde gestellt werden (siehe 5.4. i. V. m. 5.5).

Was muss ich für die Finanzierung meines Projektes beachten?

Für die Kategorien:

  • 1, 2, 3 Veranstalter:innen
  • 7, 8, 9 Musikfestivals
  • 13, 14, 15 „Umsonst & Draußen“ – Festivals

wird die Förderung bis zu einer Zuwendungssumme von bis zu 200.000 Euro als Festbetragsfinanzierung gewährt.

Für die Kategorien:

  • 4, 5, 6 Veranstalter:innen
  • 10, 11, 12 Musikfestivals

wird die Förderung über einer Zuwendungssumme von 200.000 Euro als Anteilfinanzierung gewährt.

In allen Fällen setzt die Förderung grundsätzlich eine angemessene Deckungsmittel/Eigenmittel voraus, die bei der Finanzierung in Höhe von mindestens 20 % der Gesamtausgaben als solche auszuweisen sind.

Wie bemisst sich die Förderhöhe?

Die maximal zu beantragende Förderhöhe ergibt sich aus der Anlage „Kategorienübersicht“ der Fördergrundsätze und kann im Förderrechner (Kategorierechner) berechnet werden. Eine Kombination von Kategorien in einem Antrag ist nicht möglich. Die Höhe der Förderung bemisst sich wie folgt:

a) Livemusikveranstaltungen und/oder musikalischen Veranstaltungsreihen:

Anzahl der verkauften Eintrittskarten obligatorisch +

        • Umsatz aus Kulturveranstaltungen oder
        • Anzahl der Veranstaltungen pro Jahr

b) Musikfestivals mit überregionaler Bedeutung:

Anzahl der verkauften Eintrittskarten/Besucher:innen obligatorisch +

Umsatz aus Kulturveranstaltungen obligatorisch

Bitte beachten Sie dennoch für Ihre Antragsberechtigung: Unabhängig von der Kategorieneinordnung ist die Einsicht in die Jahresumsätze erforderlich, da eine ordnungsgemäße Geschäftsführung die Grundlage für den Abschluss eines Fördervertrages ist.

Was muss ich bei der Registrierung für das Antragsportal beachten?

Um die Funktionen des Antragstools im vollen Umfang nutzen zu können, empfehlen wir die Verwendung von Mozilla Firefox, Google Chrome, Opera oder Microsoft Edge. Der Windows Internet Explorer wird nicht unterstützt.

Benutzer:innen eines Mac empfehlen wir die Verwendung von Mozilla Firefox, Google Chrome, Opera oder Safari.

Sie können sich mit einer E-Mail-Adresse nur einmalig registrieren.

Das Passwort bei der Registrierung muss mindestens 8 Zeichen lang sein und mindestens einen Groß- und einen Kleinbuchstaben, eine Ziffer und eines der folgenden Sonderzeichen enthalten: !§$%&()=?#*

Nach der Registrierung erhalten Sie Ihre Zugangsdaten unmittelbar per E-Mail. Damit können Sie sich für die Online-Antragsstellung anmelden.

Im Antragstool werden Dateien der Typen .pdf, .doc, .docx, .xls, .xlsx, .msg, .ods, .odt, .jpg, .png, .rtf und .txt (bzw. beim Ausgaben- und Finanzierungsplan und der Auflistung der Livemusikveranstaltungen nur .xls und .xlsx) mit einer maximalen Größe von 2 MB (bzw. 10 MB für den Monatsflyer/das Veranstaltungsprogramm) pro Datei akzeptiert.

Kann ich dieselbe E-Mail-Adresse und Passwort nutzen wie bei meinem ersten Antrag?

Die Antragstools sind voneinander unabhängig und benötigen separate Log-In-Daten. Wir raten Ihnen, aus Sicherheitsgründen, nicht dasselbe Passwort zu verwenden. Sie können jedoch dieselbe E-Mail-Adresse verwenden.

Stelle ich den Antrag online oder per Post?

Sobald Sie einen Antrag online angelegt haben, können Sie diesen jederzeit zwischenspeichern und zu einem anderen Zeitpunkt weiterbearbeiten oder einreichen.

Alle Unterlagen für den Antrag müssen in digitaler Form eingereicht (hochgeladen) werden.

Der Antrag wird zunächst online im Tool eingereicht. Danach kann daran nichts mehr verändert werden. Sie können sich jedoch weiterhin einloggen, den Antrag und den aktuellen Bearbeitungsstatus einsehen und den Antrag als PDF herunterladen.

Das Antrags-PDF muss innerhalb von 5 Werktagen nach Online-Antragstellung (also nach Klick auf den Button „Antrag einreichen“) unterschrieben und per E-Mail bei der Initiative Musik eingegangen sein. Laden Sie dafür das Antrags-PDF herunter und drucken Sie die Datei aus. Bitte unterschreiben Sie den Antrag und mailen Sie diesen als Scan im PDF-Format an die Initiative Musik: live@initiative-musik.de. Erst mit Eingang des unterschriebenen Antrags per E-Mail ist dieser gültig. Es ist keine postalische Einsendung nötig.

Bitte achten Sie darauf, dass der Antrag von einer (ggf. mehreren) zeichnungsberechtigten Person(en) bzw. einer dazu bevollmächtigten Person unterschrieben werden muss.

Der Antrag gilt erst als gestellt, wenn er vollständig ist und in unterzeichneter Form vorliegt.

Was muss in den Antrag?

Alle Angaben, die im Antrag abgefragt werden, finden Sie in den bereitgestellten Musteranträgen.

Musterantrag für Kleinstfestivals
Musterantrag für Festivals
Musterantrag für „Umsonst&Draußen“ -Festivals
Musterantrag für Veranstalter:innen

Alle Unterlagen müssen online hochgeladen werden.

Zur nachweislichen Legitimation der Antragsberechtigung:

  • Gesellschaftsvertrag oder Vereinssatzung in jeweils aktueller Fassung oder vergleichbare Unterlagen (bspw. Errichtungsgesetz), ggf. Kopie der Personalausweise aller Gesellschafter bei einer GbR
  • Vereinsregister- bzw. Handelsregisterauszug oder vergleichbare Unterlagen (darf nicht älter als 1 Jahr sein)

Die benötigten Unterlagen ergeben sich jeweils aus der Rechtsform des/der Antragsteller:in.

Welche zusätzlichen Unterlagen sind dem Antrag beizufügen?

  • Ausgaben- und Finanzierungsplan. Zur Vorlage. (Bitte beachten: Wenn das antragstellende Unternehmen vorsteuerabzugsberechtigt ist, können unter den einzelnen Posten im Finanzierungsplan nur die Nettobeträge geltend gemacht werden) 
  • Nachweis über verkaufte Eintrittskarten (Ticketing, Jahresabschlussbericht eines Wirtschaftsprüfers, GEMA-Abrechnung, BWA oder Umsatzauskunft des Steuerberaters o.ä.) aus den Jahren 2017 bis 2019 ggf. 2019/2020, für biennal oder triennal stattfindende Festivals gelten die entsprechenden Vorjahre. 
  • Nachweis über den Umsatz aus Kulturveranstaltungen (Testat/Bestätigung eines/einer Wirtschaftsprüfers:in/Steuerberaters:in bzw. Jahresabschlussberichte, EÜR o.ä.) aus den Jahren 2017 bis 2019 ggf. 2019/2020, für biennal oder triennal stattfindende Festivals gelten die entsprechenden Vorjahre. 
  • Veranstaltungsprogramm/Flyer der Veranstaltungsreihe bzw. Festivalprogramm/Festivalflyer, aus den Jahren 2017 bis 2019 ggf. 2019/2020, für biennal oder triennal stattfindende Festivals gelten die entsprechenden Vorjahre. 
  • Auflistung von Livemusikveranstaltungen (nur für Veranstalter:innen von Livemusikprogrammen oder musikalischen Veranstaltungsreihen). Zur Vorlage. 
  • Auflistung von pandemiebedingt abgesagten Livemusikveranstaltungen (nur für Veranstalter:innen von Livemusikprogrammen oder musikalischen Veranstaltungsreihen). Zur Vorlage. 

In entsprechenden Fällen sind folgende Unterlagen ebenfalls Bestandteile des Antrags: 

  • Kopie von Bescheiden über Förderungen mit öffentlichen Mitteln, insbesondere zum Nachweis einer Komplementärfinanzierung. Hierzu zählen auch öffentliche Mittel, die durch (private) Dritte ausgereicht werden. 
  • ggf. Vertretungsvollmacht des:der Unterzeichners:Unterzeichnerin des Antrags (die Vertretungsvollmacht ist mit Originalunterschrift dem per E-Mail eingesendeten Antrag beizufügen). 
  • ggf. Freistellungsbescheid des Finanzamtes (für gemeinnützige Vereine, Unternehmen und anderen Körperschaften, die ausschließlich gemeinnützigen, mildtätigen oder kirchlichen Zwecken dienen) 

Was muss in die Projektbeschreibung?

In der Projektbeschreibung sollten alle wichtigen Maßnahmen, die einzelnen Schritte und das Ziel des Projekts formuliert werden. Die Beschreibung sollte die im Finanzierungsplan aufgestellten Ausgaben plausibel darstellen und deutlich machen, dass das Projekt in einem oder mehreren Punkten dem Fördergegenstand des Programms entspricht. Mögliche Schwerpunkte Ihres Projekts sind unter Punkt 4 in den Fördergrundsätzen formuliert. Im Wesentlichen sollen die wichtigen W-Fragen beantwortet werden: Was soll wann mit wem/durch wen wozu und wie durchgeführt werden? Und wie viel kostet dies und wie soll es finanziert werden?

Zur zeitlichen Planung des Projekts: Grundsätzlich kann das Projekt frühestens nach Abschluss eines Fördervertrags mit der Initiative Musik beginnen und muss bis spätestens zum 30. Juni 2023 beendet sein. Der Beginn des Projekts kann aber ggf. durch die Genehmigung eines vorzeitigen Vorhabenbeginns vorgezogen werden. Es können nur Ausgaben berücksichtigt werden, die innerhalb der Projektlaufzeit angefallen und beglichen worden sind.

Da nach Abschluss der Maßnahme ein Verwendungsnachweis zu erstellen ist und dieser bis spätestens zum 31. Dezember 2023 vorgelegt werden muss, empfehlen wir zu prüfen, ob immer der maximale Bewilligungszeitraum zur Projektumsetzung notwendig ist. Um mehr Zeit zur Erstellung des notwendigen Verwendungsnachweises zu haben, sollte geprüft werden, ob es nicht sinnvoll sein kann, den Projektzeitraum entsprechend anzupassen.

Wie lege ich den Projektzeitraum fest?

Der Projektzeitraum ist der Zeitraum, den Sie für das geplante Projekt benötigen.

Dabei sind drei Punkte zu beachten:

  1. Kalkulieren Sie den Zeitraum nicht zu knapp. Sie können nur Ausgaben geltend machen und fördern lassen, die innerhalb des Projektzeitraums anfallen (das heißt Leistungsdatum, Rechnungsdatum und Zahlung müssen innerhalb des Zeitraums liegen). Grundsätzlich kann der Projektzeitraum die Planungsphase ebenso wie die Durchführungsphase und falls notwendig auch die Nachbereitungsphase mit umfassen;
  2. Das Projekt darf zum Zeitpunkt der Antragstellung noch nicht begonnen haben. Sie können jedoch einen förderunschädlichen vorzeitigen Vorhabenbeginn beantragen (siehe FAQ zum förderunschädlichen vorzeitigen Vorhabenbeginn). Mit diesem kann ihr Projekt frühestens zum Tag der Antragstellung beginnen;
  3. Das Projekt muss spätestens zum 30. Juni 2023 beendet sein.

Worauf muss ich beim Upload von Dateien achten?

Im Antragstool werden Dateien der Typen .pdf, .doc, .docx, .xls, .xlsx, .msg, .ods, .odt, .jpg, .png, .rtf und .txt (bzw. beim Ausgaben- und Finanzierungsplan und Auflistung der Livemusikveranstaltungen nur .xls und .xlsx) bei einer maximalen Größe von 2 MB (bzw. 10 MB für die Eintrittskarten- und Umsatznachweise sowie die Veranstaltungsprogramme- / Festivalprogramme) pro Datei akzeptiert. Der Dateiname darf nicht länger als 128 Zeichen sein und nur die Zeichen a-z, A-Z, 0-9, -, _ sowie keine Leerzeichen enthalten.

Was ist unter Eigen- und Drittmitteln zu verstehen?

Eigenmittel sind unmittelbar zur Finanzierung des Projektes eingebrachte finanzielle Mittel aus dem Vermögen der Antragsteller:innen, einschließlich Einnahmen, die im Förderzeitraum und durch das Projekt erwirtschaftet werden. Alle Einnahmen aus dem Projekt müssen in der Ausgabenkalkulation angegeben und nach Projektende nachgewiesen werden.

Drittmittel sind unmittelbar zur Finanzierung des Projektes eingebrachte Mittel von Dritten oder aus anderen Quellen, wie etwa andere öffentliche Förderungen, Sponsoring oder Crowdfunding.
Mit dem Antrag müssen die Antragsteller:innen versichern, im Projektzeitraum die notwendigen Eigen- und Drittmittel zur Abdeckung des Eigenanteils in Höhe von mindestens 20 % der Projektausgaben aufzubringen und zur Finanzierung einzusetzen

Wie sind Einnahmen z.B. aus Ticketverkäufen oder Spenden zu kalkulieren?

Grundsätzlich ist darauf zu achten, dass die Ausgaben und Einnahmen im Ausgaben- und Finanzierungsplan bei der Antragstellung so realistisch wie möglich dargestellt werden. Hierbei ist insbesondere realistisch zu kalkulieren, mit welchen Eintrittseinnahmen und Umsatzerlösen zum geplanten Zeitpunkt des Vorhabens zu rechnen sein wird.

Wie wird über die Anträge entschieden?

Vollständig und fristgerecht eingereichte Anträge werden in der Reihenfolge ihres Eingangs bearbeitet, sofern Fördermittel verfügbar sind. Wenn ein Antrag unvollständig ist und Unterlagen nachgefordert werden müssen, zählt als Antragseingang erst der Zeitpunkt, zu dem der Antrag vollständig ist. Nach Antragseingang werden die Anträge formal und vertieft inhaltlich geprüft. Ist ein Antrag erfolgreich geprüft (formal und inhaltlich) und sind noch Fördermittel verfügbar, wird er schließlich durch den Abschluss eines Fördervertrages bewilligt.

Kann ich in diesem Programm einen Antrag stellen, wenn ich bei NEUSTART KULTUR 1
eine Förderung erhalten habe?

Ja, auch wenn Sie in den Programmen im Rahmen von NEUSTART KULTUR 1 für ,,Veranstalter:innen und Musikfestivals“ einschließlich des Programms für ,,Kleinst-, Eintages- sowie „Umsonst & Draußen“ -Musikfestivals“ eine Förderung bekommen haben, können Sie in diesem Programm einen Antrag stellen. Allerdings werden Anträge von Antragsteller:innen, die bisher noch keine genannte Förderung erhalten haben, vorrangig und entsprechend der Reihenfolge ihres Eingangs bearbeitet und beschieden (vgl. Nr. 5.5 der Fördergrundsätze).

NACH DER FÖRDERZUSAGE: FRAGEN ZUR PROJEKTDURCHFÜHRUNG [NEU]

Wie erhalte ich die Logofreigabe für mein Projekt (Vertragsschluss bis 30.06.2022)?

Mit der Bewilligung des Förderantrags, sind Sie verpflichtet, alle Medien, die sich auf das geförderte Projekt beziehen, mit den folgenden drei Logos in genannter Reihenfolge und dem Förderhinweis („Gefördert von:“) zu versehen:

  1. NEUSTART KULTUR
  2. Initiative Musik
  3. Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM)

Auf der Webseite des Förderprojektes sowie in sämtlichen Publikationen (z.B. Ton- und Bildtonträger, Plakate, Flyer, Bücher, Filmprodukte, Einladungskarten, Internet-Auftritte, Pressemitteilungen; Presseeinladungen, Programme) sind die Logos angemessen zu verwenden. Näheres regeln der Fördervertrag und die Allgemeinen Förderbedingungen der Initiative Musik in den Absätzen 3.2./3.2.1./3.2.2 sowie online unter https://www.initiative-musik.de/allgemeine-foerderbedingungen/. Die Logos und Regelungen finden Sie hier.

Bitte mailen Sie den Entwurf Ihrer Digitalen-/Printmedien mit Angabe Ihrer Projektnummer an live@initiative-musik.de. Die Logofreigabe erfolgt durch die Projektbetreuer:innen per E-Mail.

Wie erhalte ich die Logofreigabe für mein Projekt (Vertragsschluss ab 01.07.2022)?

Mit der Bewilligung des Förderantrags sind Sie verpflichtet, alle Medien, die sich auf das geförderte Projekt beziehen, mit den folgenden drei Logos in genannter Reihenfolge und dem Förderhinweis („Gefördert von:“) zu versehen:

  1. NEUSTART KULTUR
  2. Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM)
  3. Initiative Musik

Alle projektbezogenen Medien (z.B. Ton- und Bildtonträger, Plakate, Flyer, Bücher, Filmprodukte, Einladungskarten, Internet-Auftritte, Pressemitteilungen; Presseeinladungen, Programme) sind nach Abstimmung mit dem Förderhinweis: „Gefördert von:“ und den Logos der Initiative Musik und des Bundes (i.d.R. der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien „BKM“) zu versehen.

Die Logos zur Förderung sind in der gleichen Größe zu verwenden. Das Logo der Projektträger:innen bzw. des Projektes sollte dabei deutlich hervorgehoben dargestellt werden. Die Logos zur Förderung sollten dabei jeweils maximal 5 % der sichtbaren Fläche ausmachen. Die Kernbotschaft der projektbezogenen Medien ist außerdem klar von dem Hinweis auf die Förderung abzugrenzen. Die zu verwendenden Logos und deren Reihenfolge werden im Fördervertrag benannt.

Bei der Verwendung auf einer Website sind die Logos zu verlinken. Beabsichtigen die Projektträger:innen Abweichungen von dieser Angabe oder die Verwendung fremdsprachiger Fassungen, ist dies mit der Initiative Musik vorher schriftlich abzustimmen.

Sie haben dafür Sorge zu tragen, dass bei der Verwendung der Logos die Logo-Vorschrift der Initiative Musik (für das Logo der Initiative Musik) und der Styleguide der Bundesregierung (z.B. für das Logo der BKM) eingehalten werden. Dies betrifft auch die im Auftrag der Projektträger:innen durch Dritte hergestellte Medien. Logos und Hinweise auf Sonderprogramme, in deren Rahmen die Förderung erfolgt, sind ebenso zu veröffentlichen.

Bitte mailen Sie den Entwurf Ihrer Digitalen-/Printmedien mit Angabe Ihrer Projektnummer an live@initiative-musik.de. Die Logofreigabe erfolgt durch die Projektbetreuer:innen per E-Mail.

Was bedeutet die "Förderdoku" für mich?

Alle geförderten Projekte werden in der „Förderdoku“ auf der Website der Initiative
Musik gGmbH vorgestellt. Für die Darstellung bitten wir Sie um einen kurzen
Text, der Ihr Projekt beschreibt, sowie eine passende Auswahl der Fördergegenstände/der geförderten Schwerpunkte des Projekts.

Bei Fördergegenständen handelt es sich um Schwerpunkte wie zum Beispiel Planung, Durchführung (z.B. Miete, Gebühren, Streaming usw.) und Künstler:innen (Gagen, Reise-/Übernachtungsausgaben usw.), die durch das Programm NEUSTART KULTUR gefördert werden.

In Ihrem Antrag finden Sie dafür vorgesehene Text- bzw. Auswahlfelder unter dem Reiter „Infos für Förderdoku“.

Wann kann ich Mittel abrufen?

Nach Abschluss eines rechtsgültigen Fördervertrags mit der Initiative Musik stehen Ihnen die bewilligten Fördermittel zur Deckung von Projektausgaben zur Verfügung. Sie können via Mittelanforderung ab dem Zeitpunkt des bewilligten Projektbeginnes Mittel abrufen, die Sie a) bereits in Vorkasse (innerhalb der Projektlaufzeit) verausgabt haben oder b) innerhalb der kommenden 6 Wochen ausgeben werden. Ist absehbar, dass die abgerufenen Mittel nicht innerhalb von 6 Wochen verausgabt werden, sind diese noch innerhalb dieses Zeitraums (6 Wochen) an die Initiative Musik zurück zu überweisen. Anderenfalls entsteht für Sie eine Zinspflicht. Die zurücküberwiesenen Mittel können zu einem späteren Zeitpunkt erneut abgerufen werden.

Wo kann ich eine Mittelanforderung erstellen?

  1. Loggen Sie sich hier in das Antragsportal NEUSTART KULTUR ein.
  2. Auf der Startseite der Antragsverwaltung finden Sie den Button „Mittelanforderung“. Hier gelangen Sie zu einem Formular, das Sie ausfüllen müssen, um die Mittelanforderung zu erstellen.

Wie erstelle ich eine Mittelanforderung (Schritt für Schritt)?

Hier finden Sie eine detaillierte Ausfüllhilfe der Mittelanforderung im Antragstool:

  1. Bereits verausgabter Betrag
    Damit ist immer Folgendes gemeint: alle Mittel, die Sie bereits insgesamt für Ihr Projekt ausgegeben haben.
  2. Weitere Ausgaben in den nächsten Wochen
    Sie sollten kalkulieren, welche Ausgaben Sie in den nächsten sechs Wochen zu leisten haben.  Sollten Sie wider Erwarten die abgerufenen Mittel nicht innerhalb von sechs Woche benötigen, müssen Sie diese vor Ablauf der Frist zurück an die Initiative Musik überweisen oder es fallen Strafzinsen für diese Mittel an.
  3. Deckung der Ausgaben
    Grundsätzlich sind vorhandene Eigenmittel immer anteilig einzusetzen. Entsprechend muss die Erklärung unter der Mittelanforderung immer angekreuzt werden. „Vorhanden“ sind in diesem Fall: a) Mittel, die durch das geförderte Projekt bereits eingenommen wurden oder b) Mittel anderer Fördereinrichtungen, welche in das Projekt eingebracht werden und bereits ausgezahlt wurden. Unter 4f wird berechnet, wieviel der Ausgaben von 1 und 2 zusammen durch die Fördermittel der Initiative Musik gedeckt wurden und werden. Diese Summe wird automatisch durch das Tool errechnet.
  4. Sind alle Felder vollständig und richtig ausgefüllt, können Sie Ihre Mittelanforderung im Tool speichern und senden. Die fertige Mittelanforderung muss nun in einem nächsten Schritt als PDF heruntergeladen und ausgedruckt werden. Bitte unterschreiben Sie die Mittelanforderung und senden Sie diese als PDF an die Initiative Musik: live@initiative-musik.de. Erst mit Eingang der händisch (nicht digital) unterschriebenen Mittelanforderung per E-Mail ist diese gültig. Es ist keine postalische Einsendung nötig.

Wann erhalte ich das angeforderte Geld?

Wir bemühen uns darum, Ihre Anforderungen schnellstmöglich zu bearbeiten. Bitte beachten Sie jedoch: die Initiative Musik benötigt einen Vorlauf von mindestens zwei Wochen, um die angeforderten Mittel zu bündeln und ihrerseits beim Bundesverwaltungsamt anzufordern. Die Überweisung wird in der Regel einmal wöchentlich mittwochs erfolgen. Es ist ebenfalls möglich, dass Sie für akut ausstehende Ausgaben in Vorkasse gehen.

Welche Fristen muss ich nach der Förderzusage beachten?

Nach jeder anteiligen Auszahlung von Fördermitteln haben die Zuwendungsempfänger:innen eine Frist von 6 Wochen, um alle Mittel zu verausgaben oder nicht verausgabte Mittel zurück an die Initiative Musik zu überweisen. Die Frist für die Abgabe des Verwendungsnachweises ist sechs Monate nach Projektende, der Termin wird im Fördervertrag festgelegt. Für Projekte, die zum 30. Juni 2023 enden, ist der Verwendungsnachweis spätestens bis zum 31. Dezember 2023 vorzulegen.

Für Projekte, für die im Haushaltsjahr 2022 Fördermittel abgerufen worden sind, ist bis zum 28. Februar 2023 ein Zwischennachweis zu erstellen. Ausgenommen davon sind Projekte, deren Projektzeitraum zum 31. Januar 2023 endet, für diese ist nur ein Endverwendungsnachweis zu erbringen.

Wie kann ich Mittel zurückzahlen?

  1. Loggen Sie sich hier in das Antragsportal NEUSTART KULTUR ein.
  2. Auf der Startseite der Antragsverwaltung finden Sie den Button „Mittelanforderung“. Hier gelangen Sie zu einem Formular, das Sie ausfüllen müssen, um die Rückzahlung anzumelden.
  3. Klicken Sie unten rechts das Kästchen „Rückzahlung anmelden“ an und füllen Sie die Felder aus.
  4. Prüfen Sie anschließend Ihre Rückzahlung und schicken diese im Antragstool ab. Sie und die Projektbetreuung (live@initiative-musik.de) erhalten eine E-Mail.
  5. Ihre beantragte Rückzahlung wird nun geprüft. Sobald die Prüfung abgeschlossen ist, erhalten Sie eine Bestätigungsmail mit den entsprechenden Kontodaten, um die Rückzahlung zu tätigen.
  6. Nach Ihrer Überweisung wird die Rückzahlung Ihrer Fördersumme gutgeschrieben.

Was passiert nach der Zusage?

Nach der Zusage wird ein Fördervertrag abgeschlossen. Dieser beruht auf den Fördergrundsätzen des Programms und auf dem gestellten und geprüften Antrag. Mit Abschluss des Vertrags kann das Projekt beginnen, es sei denn, es wurde ein förderunschädlicher vorzeitiger Vorhabenbeginn beantragt.

Mit Abschluss des Vertrags können nach Bedarf Mittel abgerufen werden, die innerhalb der 6-Wochen-Frist verwendet werden müssen. Ab dem Zeitpunkt des Vertragsschlusses können Sie auch in Vorkasse gehen, dann Mittel abrufen und diese rückwirkend einsetzen. Es gibt für die abzurufenden Mittel keinen Mindestbetrag.

Muss ich das Vergaberecht beachten?

Für dieses Programm wurde der Schwellenwert zur Beachtung des Vergaberechts von 100.000 Euro auf 400.000 Euro öffentliche Zuwendungen für denselben Zweck angehoben. Dabei zählen nicht nur Fördermittel, die durch die Initiative Musik ausgezahlt werden, sondern ebenso andere öffentliche Mittel, die Sie für denselben Zweck, dasselbe Projekt einbringen.

Erhalten Sie insgesamt mehr als 400.000 EUR öffentliche Zuwendungen für denselben Zweck in einem Projekt, sind Sie verpflichtet das Vergaberecht bis auf wenige Vorschriften zu beachten. Die Zuwendungen können dabei auch durch mehrere Fördereinrichtungen/Stellen ausgezahlt werden. Wenn Sie den Betrag von 400.000 EUR öffentlicher Zuwendung überschreiten, lesen Sie sich bitte die FAQ –> „Wenn ich das Vergaberecht beachten muss…“ aufmerksam durch. Offizielle Vorgaben und Regelungen finden Sie in den ANBest-P, dem Merkblatt Grundzüge der Vergabe der Bundesbeauftragte für Kultur und Medien (BKM), den aktuellen Handlungsleitlinien des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) und in der Unterschwellenvergabeordnung (UVgO).

Wenn Sie mit der Zuwendungssumme aus diesem Programm insgesamt 400.000 EUR öffentliche Förderung nicht überschreiten, sind Sie nicht formal an das Vergaberecht gebunden.

WICHTIG! Auch wenn Sie formal nicht an das Vergaberecht gebunden sind, gilt für alle Geförderten (Zuwendungsempfänger:innen) in diesem Programm der Grundsatz der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit. Lesen Sie hierzu die FAQ –> Was bedeutet der Grundsatz der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit?

Folgende Regelung gilt dabei rechtsverbindlich: Zuwendungsempfänger:innen haben Aufträge nur an fachkundige und leistungsfähige Anbieter:innen nach wettbewerblichen Gesichtspunkten zu wirtschaftlichen Bedingungen zu vergeben. Soweit möglich, sind dabei mindestens drei Angebote einzuholen. Verfahren und Ergebnisse sind zu dokumentieren. Das gesamte Vorgehen sollte nachvollziehbar sein. Bitte beachten Sie: Die Hilfestellungen und Erklärungen dieser FAQ sind keine Rechtsberatung. Bei größeren Aufträgen raten wir Ihnen daher dringend, sich entsprechende juristische Beratung einzuholen. Lesen Sie hierzu FAQ –> Kann ich mir Rechtsberatung im Projekt fördern lassen?

Wenn ich das Vergaberecht beachten muss:

a) Wann muss ich ein formales Vergabeverfahren durchführen?

Ab dem 01. Januar 2022 gelten wieder die regulären Schwellenwerte im Vergaberecht. Laut § 14 der UVgO (Unterschwellenvergabeordnung) muss bei einer Vergabe mit einem geschätzten Auftragswert ab 1.000 EUR ein formales Vergabeverfahren durchgeführt werden. Für alle Aufträge/Vergaben unterhalb dieses Betrags gilt jedoch der Grundsatz der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit. Für alle Aufträge/Vergaben unterhalb dieses Betrags gilt jedoch der Grundsatz der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit. Lesen Sie hierzu FAQ –> Was bedeutet der Grundsatz der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit?

b) Welche Möglichkeiten und Vergabearten gibt es bei einer Vergabe ab 1.000 EUR Auftragswert?

Die Hinweise hier sind aufgrund der Komplexität des Themas nicht abschließend und eher eine erste Orientierung. Neben den oben aufgezählten Quellen finden Sie weitere Infos (ohne Gewähr) auf der Seite des Bundeswirtschaftsministeriums:

https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Artikel/Wirtschaft/vergabeverfahren.html

https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Artikel/Wirtschaft/vergabe-uebersicht-und-rechtsgrundlagen.html

In der Regel stehen folgende Vergabearten zur Auswahl:

Erklärung der Tabelle:

Aus der Tabelle wird deutlich, dass die Verfahren „öffentliche Ausschreibung“ und „beschränkte Ausschreibung mit Teilnahmewettbewerb“ jederzeit möglich sind. Verfahren, welche Verhandlungen beinhalten, sind für die in diesem Programm Geförderte bis zu einem Auftragswert von 25.000 Euro ebenfalls ohne weitere Begründung möglich. Wird diese Betragsgrenze überschritten, muss einer der Gründe (wie in der UVgO unter § 8 Abs. 4 aufgelistet) zutreffen. Bitte beachten Sie: Diese Begründungen werden grundsätzlich sehr eng ausgelegt.

Bei einem einfachen Verfahren (beschränkte Ausschreibung ohne Teilnahmewettbewerb) muss einer der Gründe, wie sie in der UVgO unter § 8 Abs. 3 aufgelistet sind, zutreffen. Bei diesem Verfahren werden in der Regel mindestens 5 geeignete und vergleichbare potenzielle Bieter:innen kontaktiert. Sie werden unter Beachtung der Wettbewerbsgleichheit zur Abgabe eines Angebots aufgefordert. Die abschließende Leistungsbeschreibung und die Kriterien, nach welchen das Angebot bewertet wird, sind hierbei allen potenziellen Bieter:innen mitzuteilen.

c) Welches Vergabeverfahren soll ich wählen?

Die Wahl des Vergabeverfahrens ist stark davon abhängig, welcher Art die benötigte Leistung/Lieferung ist. Wie komplex ist die Leistungsbeschreibung und kann diese abschließend formuliert werden? Diese Einzelfallentscheidung können wir pauschal nicht beantworten. Wir raten Ihnen grundsätzlich, sich an einen juristischen Experten, eine juristische Expertin auf dem Gebiet zu wenden. Diese Form der Rechtsberatung ist im Programm als Ausgabe förderfähig. Die richtige Begründung für das gewählte Vergabeverfahren, vor allem aber die lückenlose und nachvollziehbare Dokumentation des gesamten Prozesses sind wesentlich für das Einhalten des Vergaberechts.

d) Wie sieht ein Vergabevermerk aus?

Für einen Vergabevermerk können wir keine formale Vorlage vorgeben. Wesentlich an dem Vermerk ist jedoch die lückenlose Dokumentation und Begründung aller Schritte im Prozess der Vergabe. Sie beginnt mit dem Moment, in dem die benötigte Leistung formuliert und deren Auftragswert geschätzt wird und endet mit der Auftragsvergabe. Laut Punkt V im Merkblatt der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien „Grundzüge der Vergabe“, welches Bestandteil Ihres Fördervertrags ist, sollte mindestens folgendes (wenn zutreffend) dokumentiert werden:

  • die Gründe für die Anwendung der Beschränkten Ausschreibung ohne Teil-nahmewettbewerb und der Verhandlungsvergabe,
  • die Gründe für den Verzicht auf die Vergabe von Teil- und Fachlosen,
  • die Gründe, warum der Gegenstand des Auftrags die Vorlage von Eignungsnachweisen erfordert und ggf. warum in diesen Fällen Nachweise verlangt werden müssen, die über die Eigenerklärungen hinausgehen,
  • die Namen der berücksichtigten Bewerber:innen oder Bieter:innen und die Gründe für ihre Auswahl,
  • die Namen der nicht berücksichtigten Bewerber:innen oder Bieter:innen und die Gründe für ihre Ablehnung,
  • den Namen des erfolgreichen Bieters, der erfolgreichen Bieterin und die Gründe für die Auswahl seines oder ihres Angebotes,
  • die Gründe, aus denen der oder die Auftraggeber:in auf die Vergabe eines Auftrags oder einer Rahmenvereinbarung verzichtet hat.

Neben der Dokumentation/dem Vergabevermerk gehören auch die Angebote und die Teilnahmeanträge und ihre Anlagen zu den Vergabeunterlagen.

Was bedeutet der Grundsatz der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit?

Grundsätzlich sind öffentliche Fördergelder immer sparsam und wirtschaftlich zu verwenden.

Um die Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit nachweisen zu können, sollten Sie soweit möglich vor jeder Auftragsvergabe oder Anschaffung einen einfachen Preisvergleich von mindestens 3 Angeboten durchführen und dokumentieren. Sie können hierfür geeignete Anbieter:innen zur Angebotsabgabe auffordern oder z. B. online Preise recherchieren und diese per Screenshot dokumentieren. Sollte es bei der Prüfung Ihres Verwendungsnachweises Zweifel an der wirtschaftlichen und sparsamen Verwendung der Mittel geben, können Sie diese mit den entsprechenden Unterlagen belegen. Das bedeutet andersherum: Ausgaben können nachträglich als nicht förderfähig eingestuft werden, wenn sie unplausibel hoch ausfallen und Mittel dafür ohne einen Preisvergleich verwendet wurden. In diesem Fall sind ggf. bereits ausgezahlte Fördermittel wieder zurückzuzahlen.

Sind Änderungen in der Projekt- oder Finanzplanung möglich?

Durch Ihre Projektbeschreibung mit der konkreten Beschreibung der geplanten Maßnahmen und den Ausgaben- und Finanzierungsplan werden Zweck und Ziel der Förderung festgelegt. Diese können nach einer Bewilligung grundsätzlich nicht mehr geändert werden.

Sollte es zu unvorhersehbaren, aber notwendigen Veränderungen Ihres Projekts oder dessen Finanzierungsplans kommen, nehmen Sie bitte schnellstmöglich Kontakt mit der Initiative Musik auf und zeigen Sie diese Änderungen an – es besteht eine Mitteilungspflicht.

Je nach der Finanzierungsart Ihres Projektes ist Folgendes zu beachten (Finanzierungsart entnehmen Sie dem Fördervertrag):

Sollten sich die Ausgaben und Einnahmen während des Bewilligungszeitraums Ihres Projektes mit Festbetragsfinanzierung (bis zu 200.000 Euro Fördersumme) anders als erwartet entwickeln, hat dies grundsätzlich keinen Einfluss auf die Höhe der Zuwendung. Unterschreiten die zuwendungsfähigen Gesamtausgaben des Projekts jedoch die bewilligte Förderung, reduziert sich der Förderbetrag entsprechend um diese Differenz.

Sollten sich die Ausgaben und Einnahmen während des Bewilligungszeitraums Ihres Projektes mit Anteilfinanzierung (ab 200.001 Euro Fördersumme) anders als erwartet entwickeln, führt dies zu einer Veränderung des Förderbetrags. Verringern sich die zuwendungsfähigen Gesamtausgaben des Projektes oder erhöhen sich zusätzliche Deckungsmittel für die Projektfinanzierung, so reduziert sich der Förderbetrag anteilig entsprechend des festgelegten Finanzierungschlüssels. Außerdem ist darauf zu achten, dass wenn die Einzelansätze im verbindlichen Ausgaben- und Finanzierungsplan um mehr als 20 % überschritten werden, sind Sie dazu verpflichtet, diese Änderungen der Initiative Musik zu melden, damit diese genehmigt werden können.

Was passiert, wenn das Projekt pandemiebedingt nicht wie ursprünglich geplant
durchgeführt werden kann?

Sollte ein Projekt pandemiebedingt (z.B. durch eine weitere Krankheitswelle und einen Lockdown) nicht oder vorerst nicht durchgeführt werden können, ist zu prüfen, ob und wie das Projekt inhaltlich und ggf. zeitlich angepasst umgesetzt werden kann. In jedem Fall sollte umgehend Kontakt mit der Initiative Musik aufgenommen werden, um das weitere Vorgehen zu besprechen.

Was passiert, wenn Geplantes nicht realisiert werden kann?

Jede:r Antragsteller:in bzw. Zuwendungsempfänger:in ist anzeigepflichtig, sobald sich der Ausgaben- und Finanzierungsplan ändert oder eine bewilligte Maßnahme nicht realisiert werden kann (lesen Sie sich bitte die FAQ –> „Sind Änderungen in der Projekt- oder Finanzplanung möglich?“). Im Sinne der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit hat der/die Antragsteller:in bzw. Zuwendungsempfänger:in Ausgaben, die vermieden werden können, auch nicht zu generieren.

Welche Unterlagen muss ich mit dem Verwendungsnachweis einreichen?

Der Verwendungsnachweis besteht aus einem kurzen Sachbericht (1) und einem zahlenmäßigen Nachweis mit integrierter Belegliste (2).

Der Sachbericht (1) dokumentiert den Projektverlauf und muss mindestens eine DIN A4 Seite lang sein. Er muss in deutscher Sprache und in ganzen Sätzen verfasst werden. Ein Sachbericht in Form einer Konzertauflistung ist nicht ausreichend. Die Auflistung der stattgefundenen Konzerte ist dem Sachbericht ergänzend beizufügen (hier finden Sie eine Vorlage zur Auflistung der Konzerte für den Sachbericht). Ohne Abgabe eines Sachberichts ist der Verwendungsnachweis nicht vollständig und kann nicht anerkannt werden.

Der Sachbericht sollte sich auf die Ausgaben- und Einnahmenliste und ggf. die Belegliste beziehen und darüber hinaus folgende Fragen beantworten:

1. Welche Projektziele wurden wie erreicht?

  • Situationsanalyse
  • Ausblick

2. Welche Maßnahmen wurden mit welchen Ergebnissen umgesetzt und wie spiegeln sich diese im Ausgaben- und Finanzierungsplan wider?

  • Beschreibung der größeren Ausgabenpositionen
  • Erklärung von Änderungen im Projekt bzw. Projektverlauf und deren Auswirkung auf die Einnahmen und Ausgaben

3. Inwieweit haben die umgesetzten Maßnahmen den Förderzweck erfüllt?

  • Anzahl der durchgeführten Veranstaltungen im Vergleich zum geplanten Projektinhalt
  • Erreichte Zuschauer-/Besucherzahl
  • Anzahl der auftretenden Musiker:innen / Bands

4. Wie hoch war die Summe der Einnahmen und der Ausgaben im Projekt insgesamt?

Bitte verwenden Sie für den zahlenmäßigen Nachweis mit integrierter Belegliste (2) die Vorlage (Anteilsfinanzierung: 1. Förderrunde bzw. 2. Förderrunde/ Festbetragsfinanzierung:  1. Förderrunde bzw. 2. Förderrunde) der Initiative Musik. Auf dem zweiten Tabellenblatt dieser Vorlage finden Sie eine Anleitung, wie der Nachweis Schritt für Schritt zu erstellen ist.

Je nach der Finanzierungsart Ihres Projektes gibt es unterschiedliche Vorlagen für den zahlenmäßigen Nachweis (Finanzierungsart entnehmen Sie bitte dem Fördervertrag):

Für Projekte mit Festbetragsfinanzierung (bis zu 200.000 Euro Fördersumme) gilt: Der zahlenmäßige Nachweis (Vorlage: 1. Förderrunde bzw. 2. Förderrunde) besteht aus einer Ausgaben- und Belegliste, in welcher die förderfähigen Ausgaben im Projekt chronologisch aufgelistet werden. Es wird empfohlen alle Ausgaben aus dem Projekt, mindestens aber bis zur Höhe der ausgezahlten Förderung, aufzuführen.

Für Projekte mit Anteilfinanzierung (ab 200.001 Euro Fördersumme) gilt: Der zahlenmäßige Nachweis (Vorlage: 1. Förderrunde bzw. 2. Förderrunde) besteht aus einer Ausgaben- und Einnahmenliste, in welcher die förderfähigen Ausgaben sowie die Einnahmen bzw. Deckungsmittel im Projekt chronologisch aufgelistet werden.

Bitte beachten Sie: Wenn Sie vorsteuerabzugsberechtigt sind, können unter den einzelnen Positionen in der Ausgaben- und Belegliste sowie der Einnahmen- und Belegliste nur die Nettobeträge geltend gemacht werden.

Weitere wichtige Informationen zu anrechenbaren Belegen und deren Anforderungen für den Verwendungsnachweis finden Sie in der Folge-FAQ ,,Anforderungen an Belege für den Verwendungsnachweis“.

Der vollständige Verwendungsnachweis ist fristgerecht als Datei (.xlsx , .xls) und als von der/den zeichnungsberechtigten Personen unterschriebener Scan (.pdf) an den entsprechenden Stellen im Antragstool hochzuladen.

Bitte sehen Sie davon ab, den Verwendungsnachweis postalisch an uns zu richten. Ausschließlich der erfolgreiche Upload in das Antragstool ist ausschlaggebend für eine fristgerechte Einreichung.

Anforderungen an Rechnungen (auch Ebay-Rechnungen) und Quittungen

Rechnungen (über 250,00 Euro brutto) enthalten folgende Angaben:

  • Vollständiger Name und Anschrift des/der Leistenden
  • Vollständiger Name und Anschrift des/der Leistungsempfängers:in
  • Umsatzsteueridentifikationsnummer oder Steuernummer des/der Rechnungssteller:in
  • Ausstellungsdatum der Rechnung
  • Fortlaufende Rechnungsnummer
  • Menge und handelsübliche Bezeichnung der gelieferten Gegenstände oder die Art und den Umfang der sonstigen Leistung
  • Zeitpunkt der Lieferung bzw. Leistung, auch wenn mit Ausstellungsdatum identisch (Monatsangabe reicht aus)
  • Entgelt, ggf. nach Steuersätzen und -befreiungen aufgeschlüsselt
  • Im Voraus vereinbarte Minderungen des Entgelts, soweit nicht schon im Preis berücksichtigt (z.B. Skonti, Boni, Rabatte)
  • Anzuwendender Steuersatz oder Hinweis auf Steuerbefreiung
  • Auf Entgelt entfallender Steuerbetrag

Quittungen (bis 250,00 Euro brutto) müssen folgende Angaben enthalten:

  • Vollständiger Name und Anschrift des/der Leistenden
  • Ausstellungsdatum der Rechnung
  • Menge und handelsübliche Bezeichnung der gelieferten Gegenstände oder die Art und den Umfang der sonstigen Leistung
  • Entgelt und darauf entfallender Steuerbetrag in einer Summe = Bruttobetrag
  • Anzuwendender Steuersatz oder Hinweis auf Steuerbefreiung

Werden Ausgaben für GEMA-Gebühren und Künstlersozialabgabe (KSA) akzeptiert,
die außerhalb des Projektzeitraums liegen? [NEU]

GEMA-Gebühren oder Künstlersozialabgabe (KSA) können grundsätzlich nur abgerechnet werden, wenn ihre Verausgabung bei Einreichung des Verwendungsnachweises in der exakten Höhe belegt werden kann.

Manchmal kommt es jedoch vor, dass die GEMA-Gebühren oder KSA nach dem Ablauf des Bewilligungszeitraums des im Rahmen von NEUSTART KULTUR geförderten Projekts abgeführt werden müssen. Die verspäteten GEMA-Rechnungen bzw. KSA für diejenigen Konzerte, die im Bewilligungszeitraum stattfanden und in diesem Programm gefördert wurden, können auch in dem Endverwendungsnachweis berücksichtigt werden.

Wenn aber die GEMA-Gebühren oder KSA vor dem Einreichen des Endverwendungsnachweises doch nicht beglichen werden konnten, können Sie den Wert für die künftige GEMA-Rechnungen oder die künftigen KSA selbst ermitteln und diese Beträge in dem zahlenmäßigen Nachweis angeben sowie diese noch nicht getätigten projektbezogenen Ausgaben im Sachbericht erläutern und begründen. Dafür müssen Sie Eigenbelege wie folgt erstellen und diese aufbewahren:

Eigenbeleg für GEMA-Gebühren:
Beispielsweise können Sie den Preis Ihrer GEMA-Gebühren für die durchgeführte Veranstaltung online berechnen lassen (https://www.gema.de/portal/app/tarifrechner/preisrechner; folgende Angaben sind relevant: Ort, Zeit, Band, Anzahl der Besucher:innen/Tickets, Erlös, Tarif, ggfs. Verbandsrabatt, Mengenrabatt etc.). Dafür sind die Veranstaltungen bei der GEMA einzeln anzumelden. Bitte bewahren Sie diese vorläufige Rechnung sowie die spätere Originalrechnung auf. Sollte sich der Betrag der Originalrechnung von Ihrer vorläufigen Berechnung unterscheiden, bitte nehmen Sie mit Ihrer Projektberatung Kontakt auf.

Eigenbeleg für KSA:
Ein korrekter Eigenbeleg für Künstlersozialabgabe muss folgende Angaben enthalten:
• Vollständiger Name und Anschrift des/der Zahlenden (Sie)
• Vollständiger Name und Anschrift des/der Zahlungsempfängers:in (Künstlersozialkasse – KSK)
• Ausstellungsdatum des Eigenbelegs
• Art der Aufwendung (z.B. „KSA für die Band (Auftritt am XX.XX.XX)“)
• Kosten/Beleg (4,2% der Bemessungsgrundlage für die Jahre 2021 und 2022 und 5,0 % für das Jahr 2023, für die Sie KSA pflichtig sind)
• Grund für den Eigenbeleg
• Datum und eigene Unterschrift

Bitte bewahren Sie diesen Eigenbeleg sowie den originalen späteren Festsetzungsbescheid mit der Höhe der zu zahlenden Künstlersozialabgabe auf. Sollte sich der Betrag des Festsetzungsbescheids von Ihrer vorläufigen Berechnung im Eigenbeleg unterscheiden, bitte nehmen Sie mit Ihrer Projektberatung Kontakt auf. Bei einer später abweichenden Abrechnung sind Sie in der Pflicht, die entsprechende Differenz zu melden und ggfls. zurückzuzahlen.

Was muss auf einen Stundenzettel?

Für im Projekt angestellte Personen (sowohl Personalausgaben/Arbeitsleistung als Eigenleistung) muss jeweils ein Stundenzettel erstellt werden. Diese muss durch die/den Zuwendungsempfänger:in und die Person, welche die Arbeitsstunden erbracht hat, unterschrieben sein und folgende Informationen beinhalten: Namen der/des Tätigen, Datum, Dauer und Art der Leistung.

Bitte beachten Sie, dass ausschließlich Arbeitsstunden gefördert werden können, die im Rahmen des Projekts geleistet werden.

Eine Vorlage zur Stundenerfassung finden Sie hier.

Erhalte ich Belege für die Auszahlung der Fördermittel?

Als Beleg gelten Ihre Kontoauszüge, auf denen die Fördermittelauszahlungen im Verwendungszweck neben Angabe von Projektnummer und -name als Bundeszuwendung aufgeführt sind. Der Fördervertrag dient dabei als Grundlage der Zahlungen.

Sind die Fördermittel steuerpflichtig?

Steuerrechtliche Fragen sind jeweils individuell mit dem/der jeweiligen Steuerberater:in zu klären. Als Hinweis für diese verweisen wir hier bezüglich der Umsatzsteuer auf den Abschnitt 10 des Umsatzsteueranwendungserlasses.

Dieser Hinweis stellt keine verbindliche Steuerberatung dar. Bei detaillierteren Fragen wenden Sie sich im Zweifel bitte immer an eine:n Steuerberater:in bzw. Wirtschaftsprüfer:in.

Was ist mit Doppelförderung gemeint?

Es ist nicht zulässig, Ausgaben doppelt durch unterschiedliche Fördermittel zu finanzieren. Das heißt, dass ein- und dieselbe Ausgabenposition nicht mehrfach gefördert werden kann, entweder durch denselben Zuwendungsgeber:in (bei der Initiative Musik in verschiedenen Förderprogrammen) oder durch unterschiedliche Zuwendungsgeber:innen (z.B. die Initiative Musik und eine Fördereinrichtung auf kommunaler oder Landesebene wie z.B. Überbrückungshilfe III und Kurzarbeitergeld).

Wird die Doppelförderung von Clubs/Festivals & Künstler:innen kontrolliert?

Ja, spätestens bei Prüfung des Verwendungsnachweises werden doppelt aufgeführte Rechnungen festgestellt.

Welche Belege sind für den Verwendungsnachweis einzureichen?

Es können nur Ausgaben berücksichtigt werden, die innerhalb des Projektzeitraums liegen.

Rechnungen, deren Leistungszeitraum im Vorfeld oder nach Ende des Projektzeitraums liegen, werden nicht berücksichtigt. Das bedeutet: Rechnungsdatum, Leistungsdatum und Tag der Zahlung müssen innerhalb des Projektzeitraums liegen.

Es können nur Rechnungen (auch Ebay-Rechnungen) eingereicht werden, die an Sie gerichtet sind und den Formalitäten laut § 14 Abs. 4 UStG entsprechen. Zudem ist wichtig, dass alle Belege mit der Projektnummer versehen sind, damit sie dem geförderten Projekt eindeutig zugeordnet sein können.

In begründeten Fällen (Umzug, Fusion mit anderen Unternehmen u. ä.) können Ausnahmen genehmigt werden. Jedoch müssen diese vorher der Initiative Musik schriftlich angezeigt werden.

Die Belege, die im Verwendungsnachweis angegeben werden, sind in der Belegliste fortlaufend zu nummerieren, so dass die Nummerierungen im Verwendungsnachweis und der Belegliste übereinstimmen.  Betroffen sind Belege, die entweder

  1. Ausgaben
  • Rechnungen / Verträge / Stundenzettel (zur Vorlage Stundenerfassung)
  • die entsprechenden Zahlungsnachweise (Kontoauszug/Quittung)
  • bei Zuwendungsempfänger:innen, die mehr als 400.000 EUR Zuwendung im Projekt erhalten haben, sind zudem sämtliche Vergabeunterlagen für eine Prüfung bereit zu halten;

oder

  1. Einnahmen/Deckungsmittel
  • ggf. Belege über Einnahmen und Deckungsmittel (z.B. Fördervertrag/Förderzusage, wenn zusätzliche Fördermittel ins Projekt eingebracht wurden, Spendenbescheinigungen oder Ticketrapporte etc.)
  • die entsprechenden Zahlungsnachweise (Kontoauszug/Quittung)

zuzuordnen sind.

Belege werden nicht mit dem Verwendungsnachweis eingereicht, weder physisch noch digital. Der/Die Zuwendungsempfänger:in ist jedoch verpflichtet, diese auf Nachfrage vorzulegen und für weitere 10 Jahre im Original aufzuheben.

HINWEIS ZU DEN FAQ

Die FAQ werden schrittweise vervollständigt und veröffentlicht. In Kürze folgt eine weitere Aktualisierung, schauen Sie gerne regelmäßig vorbei. Vielen Dank für Ihr Verständnis. Ihr NEUSTART KULTUR TEAM