Häufige Fragen zum APPLAUS 2021

Nachdem Sie die Teilnahmebedingungen für den APPLAUS 2021 gelesen haben, finden Sie hier Antworten auf Fragen, die eventuell noch offen geblieben sind.

BERATUNG


FRAGEN ZUM APPLAUS


Wofür wird der APPLAUS 2021 verliehen?


Wer kann sich bewerben?


FRAGEN ZU DEN TEILNAHMEBEDINGUNGEN, KATEGORIEN UND PREISGELDERN


In welchen Preiskategorien kann ich mich bewerben?


Wie unterscheiden sich die Kategorien „Programm“ und „Spielstätte“? In welcher Kategorie
soll ich mich bewerben?


Was gilt als Livemusikveranstaltung?


Was sind „künstlerische DJs“ und wie werden diese geprüft?


Ich konnte im Jahr 2020 coronabedingt kaum Konzerte veranstalten. Hat das Auswirkungen
auf meine Bewerbung?


Zählen nur Eigenveranstaltungen oder auch Rentals zur Mindestkonzertanzahl?


Haben Umbaupausen sowie urlaubs- und saisonbedingte Pausen Einfluss auf die Anzahl der
nachzuweisenden Konzerte?


Geht es um die Gesamtkapazität der Spielstätte oder die Kapazität einzelner Konzerträume?


Auflistung Livemusikveranstaltungen: Was bedeuten Eigenveranstaltung, Kooperation und Rental?


Was bedeutet die 40 %-Fördermittelhöchstgrenze?


Warum gilt die 40 %-Fördermittelhöchstgrenze nicht in der Kategorie „Programmreihe“?


Ich wurde bereits mit dem APPLAUS ausgezeichnet. Kann ich mich trotzdem bewerben?


Ist die Höhe der Preisgelder jedes Jahr gleich?


Muss die Verwendung des Preisgeldes nachgewiesen werden?


Muss das Preisgeld versteuert werden?


Wann erfolgt die Auszahlung?


Erhalte ich Belege für die Auszahlung des Preisgeldes?


FRAGEN ZUM BEWERBUNGSVERFAHREN


Kann ich mich für die Auszeichnung „Programm bzw. Spielstätte bzw. Programmreihe des Jahres
bewerben?


Wie kann ich mich für einen Sonder-APPLAUS bewerben?


Bewerbung online oder per Post?


Welche Fristen muss ich bei der Bewerbung beachten?


Welche Unterlagen sind der Bewerbung in den drei Hauptkategorien beizufügen?


Gilt das Windhund-Prinzip?


Darf ich mehrere Bewerbungen einreichen?


Was passiert, nachdem ich meine Bewerbung abgeschickt habe?


FRAGEN ZUM JURYVERFAHREN UND JURYVOTING


Wie setzt sich die APPLAUS-Jury 2021 zusammen?


Wie trifft die Jury ihre Entscheidung?


Was sind die wichtigsten Entscheidungskriterien der Jury?


Was bedeutet Kategoriendurchlässigkeit?


FRAGEN ZUM ONLINE-BEWERBUNGSTOOL


Was muss ich bei der Registrierung im Online-Tool beachten?


Ich habe meine Projektnummer vergessen. Wie gehe ich vor?


Ich bin nach dem Klicken auf Speichern wieder auf der Login-Seite. Was ist geschehen?


Wie lade ich Dateien hoch?


BERATUNG

Für alle Fragen rund um den APPLAUS und die Bewerbung steht Ihnen das Team der Initiative Musik während der Sprechzeiten zur Verfügung.

Projektleitung APPLAUS:
Janina Dotterweich | applaus@initiative-musik.de | 030 531 475 45 – 52
Sprechzeiten: Montag bis Donnerstag, jeweils 14 – 17 Uhr

Mit technischen Fragen oder Problemen bei der Bewerbung wenden Sie sich bitte an: support@initiative-musik.de

FRAGEN ZUM APPLAUS

Wofür wird der APPLAUS 2021 verliehen?

Prämiert wird in der Regel das Livemusikprogramm des Vorjahres. Leider konnte der APPLAUS 2020 aufgrund der Covid-19-Pandemie nicht vergeben werden. Deshalb wird der APPLAUS 2021 für herausragende Livemusikprogramme und Spielstätten der Jahre 2019 und 2020 verliehen.

Wer kann sich bewerben?

Es können sich sowohl Betreiber*innen von Spielstätten als auch regionale Veranstalter*innen mit ihren herausragenden Livemusikprogrammen bewerben. Veranstalter*innen ohne eigene feste Spielstätte können eine Bewerbung in der Kategorie „Programmreihe“ einreichen, sofern sie die Teilnahmekriterien erfüllen. Reine Festival- sowie Tourneeveranstalter*innen sind nicht teilnahmeberechtigt.

FRAGEN ZU DEN TEILNAHMEBEDINGUNGEN, KATEGORIEN UND PREISGELDERN

In welchen Preiskategorien kann ich mich bewerben?

1. Hauptkategorien
Die Hauptauszeichnungen gliedern sich in drei Preiskategorien mit Prämien von bis zu 50.000 Euro. In jeder Kategorie werden mehrere Preisträger*innen ausgezeichnet. In jeder Kategorie gibt es zusätzlich einen undotierten Preis für eine/n Hauptpreisträger*in mit dem Titel „Spielstätte bzw. Programm bzw. Programmreihe des Jahres“.

  • Kategorie „Programm“
    – eine Urkunde verbunden mit einer Prämie von bis zu 50.000 Euro
    – Spielstätten mit mindestens 48 durchgeführten Livemusikveranstaltungen im Jahr 2019
  • Kategorie „Spielstätte“
    – eine Urkunde verbunden mit einer Prämie von bis zu 25.000 Euro
    – Spielstätten mit mindestens 48 durchgeführten Livemusikveranstaltungen im Jahr 2019
  • Kategorie „Programmreihe“
    – eine Urkunde verbunden mit einer Prämie von bis zu 10.000 Euro
    – Spielstätten & Veranstalter*innen mit mindestens 10 durchgeführten Livemusikveranstaltungen im Jahr 2019.

2. Sonder-APPLAUS
Aus gegebenem Anlass werden im Jahr 2021 zusätzlich 16 Sonderpreise (Sonder-APPLAUS) für kreative Formate von oder zur Unterstützung von Spielstätten während der Corona-Pandemie verliehen. Einen Sonderpreis erhalten können:

  • Spielstätten, die kreative und innovative Konzepte, Projekte oder Maßnahmen während der Corona-Krise geplant und durchgeführt haben oder
  • sonstige Initiativen, deren kreative und innovative Konzepte, Projekte oder Maßnahmen während der Corona-Krise die Unterstützung und/oder Rettung von Spielstätten, Hilfe bei neuen digitalen Arbeiten o.Ä. als Fokus hatten

Für den Sonder-APPLAUS können sich auch diejenigen Spielstätten oder Initiativen bewerben, die im Sinne der Teilnahmebedingungen nicht in den drei Kategorien „Programm“, „Spielstätte“ und „Programmreihe“ teilnahmeberechtigt sind.

3. Preis für „Awareness“ / Preis für „Nachhaltigkeit“
2021 werden Preise für „Awareness” und „Nachhaltigkeit“ verliehen, die mit jeweils bis zu 5.000 Euro dotiert sind. Auf die beiden Auszeichnungen können sich Spielstätten sowie Veranstalterinnen und Veranstalter gezielt bewerben. Die Bewerbung und ggf. Auszeichnung mit diesen Preisen ist nur in Verbindung mit einer zulässigen Bewerbung in Kategorie „Programm“, „Spielstätte“ oder „Programmreihe“ möglich. Es besteht jedoch die Möglichkeit einen dieser Preise zu erhalten, auch ohne in der Kategorie „Programm“, „Spielstätte“ oder „Programmreihe“ ausgezeichnet zu werden.

„Awareness“

Der Begriff leitet sich aus dem Englischen „to be aware“ ab. Das bedeutet: „Sich bewusst sein, kennen/wissen, sich informieren, für gewisse Problematiken sensibilisiert sein“. Awareness steht für einen achtsamen und wertschätzenden Umgang mit Diversität (bezogen auf Kultur, Geschlecht, Sexualität, Aussehen und allgemein unterschiedliche Erfahrungshorizonte), bei dem auch die eigene Position mitgedacht wird. Awareness in der Club- und Liveszene kann sich z.B. durch die Solidarisierung mit und die Unterstützung von in diesem Bereich unterrepräsentierten Personengruppen ausdrücken.

Stellen Sie uns Ihre Konzepte und Aktionen rund um das Thema Awareness im Veranstaltungskontext vor. Auszeichnungswürdige Awareness-Aktivitäten können sein:

  • Etablierung von Awareness- und Achtsamkeitsarbeit und Sensibilisierung verschiedener Akteure*innen zu Antidiskriminierungsarbeit oder Gewaltprävention im Veranstaltungskontext
  • Besondere Awareness-Leitfäden oder Inklusions- und Diversitätskonzepte (Safer Clubbing, Türpolitik, Angebot von SaferSpace-Räumen, Kennzeichnung von Awareness-Ansprechpersonen etc.)
  • Awareness im Booking und der Programmgestaltung: Berücksichtigung von Benachteiligung aufgrund von Hautfarbe, sexueller und geschlechtlicher Identität, Alter, körperlicher Konstitution, Religionszugehörigkeit, finanziellen Möglichkeiten, sozialem Milieu etc. und ausgewogene Anteile von weiblich und männlich gelesenen, non-binären Personen, POC, sowie Künstler*innen unterschiedlicher sozialer, kultureller und ethnischer Herkunft u.ä.
  • Organisation von Veranstaltungen/Workshops, um Aufklärungsarbeit zu leisten und Bewusstsein zu stärken über mögliche Diskriminierungen (z.B. sexualisierte Übergriffe)
  • Einsatz um Barrierearmut und Accessibility (in analogen und digitalen Räumen)
  • uvm.

„Nachhaltigkeit“

Mit dem Preis „Nachhaltigkeit“ sollen besondere Aktivitäten von Spielstätten oder Veranstalter*innen ausgezeichnet werden, die für einen Wandel hin zu einer nachhaltigeren und klimafreundlicheren Clubszene stehen.

Beschreiben Sie Ihre besonderen Initiativen und Projekte rund um das Thema „Nachhaltigkeit“, die Sie im Rahmen Ihres Clubs- und Veranstaltungsbetriebs umsetzen.

Hier können unterschiedliche Aspekte eine Rolle spielen. Auszeichnungswürdige Konzepte rund um das Thema Nachhaltigkeit in einem umwelt- und klimafreundlichen Club- oder Veranstaltungsbetrieb sind vielfältig und können betreffen:

  • Catering (z.B. Beschaffung von regionalen und saisonalen Lebensmitteln, Angebot fleischarmer/vegetarischer/veganer Gerichte, Verwendung von Fairtrade-Produkten, Verzicht auf Wegwergprodukte aus Plastik etc.)
  • Mobilität (z.B. Schaffen von Anreizen für die Nutzung öffentlicher und / oder umweltfreundlicher Verkehrsmittel (Angebot von Kombitickets), Einsatz emissionsarmer Fahrzeuge, Organisation eines Shuttle-Services etc.)
  • Energie & Wasser (z.B. Beziehen von Ökostrom, Einsatz von energiesparenden Geräten wie LED-Lampen, Bewegungsmelder bei der Außenbeleuchtung, Einsatz wassersparender Regler, Ausschank von Leitungswasser etc.)
  • Abfallmangement & Reinigung (Nutzung recycelter Materialien (z.B. Papierhandtücher, Toilettenpapier) und/oder Mehrwegverpackungen, Mülltrennung, Zero Waste, Verwendung überwiegend biologisch, abbaubare Wasch-, Spül- und Reinigungsmittel, Einsatz ökologisch vorteilhafter Verpackungen etc.
  • uvm.

Wie unterscheiden sich die Kategorien „Programm“ und „Spielstätte“? In welcher Kategorie
soll ich mich bewerben?

Voraussetzung für eine Bewerbung in einer der genannten Kategorien sind 48 durchgeführte Livemusikveranstaltungen im Jahr 2019. In der Kategorie „Programm“ steht ausschließlich das Livemusikprogramm im Vordergrund, dessen  kuratorisches Konzept klar erkennbar sein muss. In der Kategorie „Spielstätte“ ist zwar auch eine hohe Programmqualität Voraussetzung, jedoch werden hier auch weitere auszeichnungswürdige Aktivitäten in Betracht gezogen: z. B. atmosphärische Rahmenbedingungen, die das kulturelle Gesamterlebnis beeinflussen, die Förderung von Gleichstellung, Diversität und Inklusion, eine auszeichnungswürdige Personalpolitik – also Aktivitäten abseits des Livemusikprogramms, die zum „Gesamtkonzept Club“ beitragen.

Was gilt als Livemusikveranstaltung?

Eine Livemusikveranstaltung ist eine Veranstaltung, in der Livemusik öffentlich konzertmäßig aufgeführt wird und im Vordergrund steht. Das bedeutet, für das Konzert wurde speziell geworben und das Publikum ist vorrangig für die musikalische Darbietung gekommen. Mehrere Konzerte an einem Tag gelten als eine Veranstaltung, sofern für diese auch nur einmal Eintritt gezahlt wurde. Livemusikveranstaltung umfasst den gezielten Auftritt von Musiker*innen und Bands ebenso wie von „künstlerischen DJs“.

Was sind „künstlerische DJs“ und wie werden diese geprüft?

„Künstlerische DJs“ spielen nicht nur einen Tonträger ab. Unter Verwendung von Tonträgern und technischen Hilfsmitteln mischen sie verschiedene Musikstücke zu neuen Klangbildern und Kompositionen zusammen (siehe auch Urteil des Bundesfinanzhofs vom 18.08.2005, Az. V R 50/04).

Das dabei entstehende Arbeitsergebnis muss die Qualität eines neuen künstlerischen Produkts haben. Folgende Kriterien sprechen für eine Tätigkeit, die unter die Definition „künstlerische DJs“ fällt:

  • DJ-Künstler*innen erhalten eine Gage;
  • sie veröffentlichen ihre Werke auf Tonträgern (Mix-CDs im freien Handel, eigene Compilations etc.);
  • DJ-Künstler*innen treten auch außerhalb von Diskotheken auf, z. B. auf öffentlichen Veranstaltungen oder bei Radiosendern;
  • sie haben ein eigenes Künstler*innenprofil im Internet (Facebook, Soundcloud etc.);
  • ihre Veranstaltungen sind ein eigener Programmpunkt.

Die Kontrolle seitens der Sachbearbeiter*innen erfolgt nach den oben genannten Kriterien. Das heißt, dass die Profile und Veranstaltungen der DJ-Künstler*innen entsprechend überprüft werden.

Ich konnte im Jahr 2020 coronabedingt kaum Konzerte veranstalten. Hat das Auswirkungen
auf meine Bewerbung?

Aufgrund der Covid-19-Pandemie und der dadurch entstandenen Veranstaltungsverbote und Einschränkungen für Spielstätten und Veranstalter*innen gilt als Bemessungsgrundlage für die Teilnahmeberechtigung (z.B. 40 %-Grenze, Mindestkonzertanzahl) das Jahr 2019. Durchgeführte Veranstaltungen im Jahr 2020 sind nicht verpflichtend, d.h. das Livemusikprogramm 2020 kann, muss jedoch nicht eingereicht werden. Dementsprechend kann das Livemusikprogramm 2020, muss jedoch nicht, zur Auszeichnungswürdigkeit beitragen. Für 2020 werden alle alternativen Konzepte für Livemusikveranstaltungen (z.B. Online-Streaming, Ausweichlocations, Open Air etc.) berücksichtigt, die zur Auszeichnungswürdigkeit beitragen können. Spielstätten und Veranstalter*innen, die 2020 kaum bis gar keine Konzerte veranstalten konnten, haben keinen Nachteil. Wesentlich ist ein durchgeführtes Livemusikprogramm im Jahr 2019.

Zählen nur Eigenveranstaltungen oder auch Rentals zur Mindestkonzertanzahl?

Rentals (Einmietungen von Fremdveranstalter*innen) zählen mit zur Mindestkonzertanzahl, müssen aber im eingereichten Livemusikprogramm explizit markiert werden. Grundkosten (Raummiete, Hauspersonal, Haustechnik), die den Künstler*innen berechnet wurden bzw. garantiert werden mussten (Pay To Play) sind ausgeschlossen. Einzige Ausnahme ist die garantierte (angemessene) Gage in Verbindung mit einer zusätzlichen Einnahmebeteiligung ab Break Even. Prozentuale Doordeals sind zugelassen, sofern die Einnahmen ausschließlich mit einem vorab festgelegten prozentualen Anteil aufgeteilt wurden und keine pauschalisierten Kostenpositionen im Vorwege abgezogen wurden. Dabei müssen mind. 50 % ab dem ersten Euro an den*die Künstler*in gegangen sind. Eine Ausnahme bildet die Zahlung einer garantierten Künstler*innengage im Zusammenhang mit dem zuvor genannten Split ab einem Break Even.

Haben Umbaupausen sowie urlaubs- und saisonbedingte Pausen Einfluss auf die Anzahl der
nachzuweisenden Konzerte?

Nein, nur die reale Anzahl an Konzerten ist Grundlage für die Bewerbung zum APPLAUS und die Einstufung in die Kategorien Programm, Spielstätte und Programmreihe. Spielstätten, die begründete Pausen von maximal 3 Monaten in ihrem Livemusikprogramm aufweisen, können dennoch eine Bewerbung einreichen. Jedoch verringert sich durch Pausen nicht die Anzahl der nachzuweisenden Konzerte je Kategorie.

Geht es um die Gesamtkapazität der Spielstätte oder die Kapazität einzelner Konzerträume?

Teilnahmeberechtigt sind Spielstättenbetreiber*innen in Deutschland, die einen oder mehrere Veranstaltungsräume (unter einer Konzession/einem Namen) haben. Der Veranstaltungsraum/die Veranstaltungsräume, für die sich beworben wird, dürfen insgesamt für maximal 1.000 Personen ausgelegt sein.

Beispiele:

  • Eine Spielstätte hat zwei Veranstaltungsräume mit einer Besucherkapazität von 300 und 600 Personen. Die Bewerbung kann für das Programm beider Räume gestellt werden.
  • Eine Spielstätte hat zwei Veranstaltungsräume mit einer Besucherkapazität von 400 und 800 (also mehr als 1.000) Personen. Es kann nur eine Bewerbung für einen der Veranstaltungsräume und somit auch nur mit dem Programm dieses Veranstaltungsraumes gestellt werden. Veranstaltungen, welche in beiden Veranstaltungsräumen stattfinden, können nicht mit angegeben werden.
  • Eine Spielstätte hat einen Veranstaltungsraum mit einer Besucherkapazität von 1.200. Die Spielstätte ist somit nicht teilnahmeberechtigt.

Veranstalter*innen, die sich in der Kategorie „Programmreihe“ bewerben, sind teilnahmeberechtigt, wenn deren einzelne Veranstaltungsräume eine Kapazität von 1.000 Personen nicht übersteigen.

Auflistung Livemusikveranstaltungen: Was bedeuten Eigenveranstaltung, Kooperation und Rental?

„Eigenveranstaltung“ bedeutet: Sie waren – unabhängig ob Club oder Veranstalter*in – alleinige*r Hauptveranstalter*in und trugen zu 100 % die inhaltliche und finanzielle Hauptverantwortung.

„Kooperation“ bedeutet, dass Sie – unabhängig ob Club oder Veranstalter*in – die Veranstaltung in Kooperation mit anderen Akteur*innen durchgeführt haben. Das finanzielle Risiko und/oder die inhaltliche Hauptverantwortung wurden aufgeteilt.

„Rentals“ sind Einmietungen von Fremdveranstalter*innen in der eigenen Livemusikspielstätte. Als Veranstalter*in wählen Sie bitte kein Rental aus, sondern entweder Eigenveranstaltung oder Kooperation.

Was bedeutet die 40 %-Fördermittelhöchstgrenze?

Teilnahmeberechtigt für die Kategorien „Programm“ und „Spielstätte“ sind nur Spielstättenbetreiber*innen, die im Jahr 2019 ihre Spielstätte mit weniger als 40 % des Gesamtumsatzes aus öffentlichen Mitteln finanziert haben. Hierzu zählen finanzielle Mittel, aber auch unbare Leistungen, wie kostenfreie Überlassung von Räumlichkeiten oder Personal.

Im Rahmen der Vorprüfung für die Ermittlung der 40 %-Fördermittelhöchstgrenze behält sich die Initiative Musik vor, die Zustellung einer aktuellen Gewinn- und Verlustrechnung der Spielstätte anzufordern. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist kein fester Bestandteil der Bewerbung, muss jedoch auf Anfrage zwingend vorgelegt werden. Zusätzlich kann die Initiative Musik ein von einer*m Steuerberater*in bzw. Wirtschaftsprüfers*in ausgestelltes Testat über die Höhe der öffentlichen Fördermittel anfordern. Bewerbungen in der Kategorie „Programmreihe“ sind von dieser Regelung ausgenommen.

Warum gilt die 40 %-Fördermittelhöchstgrenze nicht in der Kategorie „Programmreihe“?

Eine Fördermittelhöchstgrenze in der Kategorie „Programmreihe“ würde zum Ausschluss zahlreicher sog. Kleinstveranstalter*innen von Livemusikprogrammen führen. Angesichts der häufig recht geringen Budgets solcher Kleinstveranstalter*innen ist die Fördermittelhöchstgrenze oft schnell mit z. B. der Bereitstellung eines Veranstaltungsraumes o. ä. erreicht. Um ihnen auch eine Bewerbung für den APPLAUS zu ermöglichen, gilt die Fördermittelhöchstgrenze daher nicht für Bewerbungen in dieser Kategorie.

Ich wurde bereits mit dem APPLAUS ausgezeichnet. Kann ich mich trotzdem bewerben?

Ja, teilnahmeberechtigt sind auch Spielstättenbetreiber*innen und Veranstalter*innen, die im Vorjahr oder den Vorjahren bereits (mehrfach) mit dem APPLAUS ausgezeichnet wurden.

Ist die Höhe der Preisgelder jedes Jahr gleich?

Nein, die Höhe der Prämien in den verschiedenen Kategorien werden im Rahmen der finalen Jurysitzung von der Jury endgültig festgelegt und können von Jahr zu Jahr variieren.

Muss die Verwendung des Preisgeldes nachgewiesen werden?

Mit dem APPLAUS 2021 muss die Verwendung des Preisgeldes erstmals nicht mehr in Form eines Verwendungsnachweises nachgewiesen werden. Bis zum 31. Dezember 2021 muss im Falle einer Auszeichnung jedoch ein kurzer Sachbericht eingereicht werden. Aus diesem Sachbericht soll hervorgehen, wofür die Gelder in welcher Höhe ausgegeben wurden und inwieweit diese den Zweck erfüllt haben. Auch kann hier genannt werden, was sich abseits der Preisgelder durch den APPLAUS getan hat (z.B. Presse, Akzeptanz in der Bevölkerung, politisches Interesse, Art und Anzahl der Sponsoren, Wertschätzung).

Muss das Preisgeld versteuert werden?

Ja, in der Regel sind Preisgelder steuerpflichtig. Steuerrechtliche Fragen sind jeweils individuell mit dem*der jeweiligen Steuerberater*in zu klären.

Dieser Hinweis stellt keine verbindliche Steuerberatung dar. Bei detaillierteren Fragen wenden Sie sich im Zweifel bitte immer an eine*n Steuerberater*in bzw. Wirtschaftsprüfer*in.

Wann erfolgt die Auszahlung?

Die Auszahlung der Preisgelder erfolgt in der Regel kurz nach der Preisverleihung.

Erhalte ich Belege für die Auszahlung des Preisgeldes?

Als Belege gelten Ihre Kontoauszüge, auf denen die Preisgeldauszahlung im Verwendungszweck neben Angabe von Projektnummer und -name aufgeführt sind. Die Zusage per E-Mail und eine eingereichte Selbstverpflichtungserklärung dienen dabei als Grundlage der Zahlungen.

FRAGEN ZUM BEWERBUNGSVERFAHREN

Kann ich mich für die Auszeichnung „Programm bzw. Spielstätte bzw. Programmreihe des Jahres
bewerben?

Nein, die Hauptpreisträger*innen pro Kategorie werden in der abschließenden Jurysitzung gevotet

Wie kann ich mich für einen Sonder-APPLAUS bewerben?

Die Bewerbung für den Sonderpreis erfolgt über ein separates Bewerbungstool. Hier können Sie sich für einen Sonder-APPLAUS bewerben.

Bewerbung online oder per Post?

Die Bewerbung wird online gestellt, ausgefüllt, eingereicht und danach unterschrieben per Post versendet. Bei der ersten Online-Anmeldung erhalten Sie eine Projektnummer und einen Benutzernamen, mit denen Sie Ihre Bewerbung anlegen und anschließend abrufen und bearbeiten können. Danach können Sie die Bewerbung jederzeit zwischenspeichern und zu einem anderen Zeitpunkt weiterbearbeiten oder einreichen. Wenn Sie Ihre Bewerbung vollständig ausgefüllt und online eingereicht haben, müssen Sie die Bewerbung ausdrucken und zusätzlich unterschrieben per Post an die Initiative Musik schicken. Bitte achten Sie darauf, dass die Bewerbung von einer zeichnungsberechtigten Person bzw. einer bevollmächtigten zeichnungsberechtigten Person unterschrieben werden muss.

Welche Fristen muss ich bei der Bewerbung beachten?

Bewerbungen können via Online-Tool ab dem 01. März 2021 (10.00 Uhr) bis zum 31. März 2021 (18.00 Uhr) eingereicht werden.

Nach dem Absenden der Bewerbung kann ein PDF der Bewerbung heruntergeladen werden. Ein Ausdruck der Bewerbung muss nach der Online-Einreichung unterschrieben in einfacher Ausfertigung in Papierform spätestens bis zum 31. März 2021, 18.00 Uhr (Ausschlussfrist) in der Geschäftsstelle der Initiative Musik per Post eingegangen sein. Die Zusendung des unterschriebenen und danach eingescannten PDF per E-Mail an applaus@initiative-musik.de wird bis zum genannten Zeitpunkt ebenfalls anerkannt. Die Originalbewerbung ist in diesem Fall innerhalb von 5 Werktagen parallel dazu auf dem Postweg zu senden.

Es muss nur die Bewerbungsbestätigung mit rechtsgültiger Unterschrift abgeschickt werden. Bitte sehen Sie aus Umweltgründen davon ab, uns Flyer, Programme, Presseartikel oder sonstige Anhänge per Post zu schicken. Die Jury bewertet ausschließlich die online eingereichten Daten.

Welche Unterlagen sind der Bewerbung in den drei Hauptkategorien beizufügen?

  • Auflistung von Livemusikveranstaltungen 2019 (Benutzung der Vorlage zwingend erforderlich)
  • Optional: Auflistung von Livemusikveranstaltungen 2020 (Benutzung der Vorlage zwingend erforderlich)
  • Veranstaltungsprogramm/Monatsflyer (beliebiger Monat 2019 oder 2020); max. 10 MB
  • Vereinsregister- bzw. Handelsregisterauszug, Gewerbeanmeldung oder vergleichbare Unterlagen; max. 10 MB

Alle Unterlagen müssen online hochgeladen werden.

Gilt das Windhund-Prinzip?

Nein, im Gegensatz zu den Clubförderprogrammen der Initiative Musik (z. B. Digi-Invest/TE-SA oder Neustart Kultur) wird das Windhund-Prinzip beim APPLAUS nicht angewendet. Es macht keinen Unterschied bei der formalen Prüfung oder bei der späteren Juryentscheidung, wann die Bewerbung innerhalb der Frist eingereicht wurde.

Darf ich mehrere Bewerbungen einreichen?

Jede Bewerberin und jeder Bewerber darf sich mit maximal einer Spielstätte sowohl in der Kategorie “Programm“ oder „Spielstätte“ als auch mit maximal einer Programmreihe in Kategorie „Programmreihe“ für den APPLAUS bewerben. Zusätzlich kann eine Bewerbung für den „Sonder-APPLAUS“ eingereicht werden. Bewirbt sich eine Spielstätte für eine Auszeichnung in den Kategorien „Programm“ oder „Spielstätte“ und zusätzlich mit einer Reihe in Kategorie “Programmreihe“, dürfen sich die jeweils bei der Bewerbung aufgelisteten auszuzeichnenden Livemusikveranstaltungen nicht überschneiden. Eine mögliche Auszeichnung erfolgt jedoch nur in einer Kategorie.

Was passiert, nachdem ich meine Bewerbung abgeschickt habe?

Alle eingegangenen Bewerbungen werden vorab auf ihre formale Richtigkeit (z. B. Vollständigkeit der Unterlagen, Unterschrift, Besucher*innenkapazität etc.) durch die Initiative Musik geprüft. Bei formalen Fehlern im Zuge der Bewerbung setzt sich die Initiative Musik zur Klärung mit den Bewerber*innen in Verbindung. Bei Rückfragen zu Ihrer Bewerbung kontaktiert die Initiative Musik Sie telefonisch oder per E-Mail unter den von Ihnen angegebenen Kontaktdaten. Stellen Sie bitte sicher, dass Sie unter den angegebenen Kontaktdaten erreichbar sind.

FRAGEN ZUM JURYVERFAHREN UND JURYVOTING

Wie setzt sich die APPLAUS-Jury 2021 zusammen?

Wer in die Jury des APPLAUS berufen wird, entscheidet mit, welche Musikclubs oder Veranstaltungsreihen für ihr Programm ausgezeichnet und dementsprechend ausgezeichnet werden. Diese verantwortungsvolle Aufgabe wird von neun Persönlichkeiten aus der Musik- und Livebranche, u.a. Spielstättenbetreiber*innen, professionelle Musiker*innen sowie Musikjournalist*innen, übernommen. Die Zusammensetzung der APPLAUS-Jury verändert sich bei jeder Ausgabe. Jedes Jurymitglied wird für drei Jahre berufen. Für die Besetzung der Jury schlägt die Initiative Musik der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Prof. Monika Grütters, nach Konsultation der Bundeskonferenz Jazz und der LiveKomm fachkundige Personen vor. Anschließend wird die Jury von der Kulturstaatsministerin berufen.

Wie trifft die Jury ihre Entscheidung?

Nach der formalen Vorprüfung aller eingegangenen Bewerbungen erhält die Jury die vorgeprüften Bewerbungen zur fachlichen Bewertung. Die einzelnen Jurymitglieder treffen unabhängig, eigenständig und geheim eine Vorauswahl per Online-Voting. Danach findet eine Jurysitzung statt, in der die endgültigen Entscheidungen getroffen werden. Von der Jury getroffene Einzelentscheidungen werden öffentlich sowie gegenüber den Bewerberinnen und Bewerbern nicht begründet.

Was sind die wichtigsten Entscheidungskriterien der Jury?

Für die Jury ist entscheidend, ob das eingereichte Programm der Zielsetzung des APPLAUS entspricht, ob also der betreffende Club oder die Veranstalter*innen – oftmals auch mit hohem finanziellem Risiko – kulturell herausragende Livemusikprogramme anbietet und damit maßgeblich zum Erhalt der kulturellen Vielfalt in Deutschland beiträgt.

  • Kategorie „Programm“: Bei der Auswahl für den Programmpreis kann sich die Jury auf verschiedene Fragestellungen konzentrieren, z.B. ob beim jeweiligen Livemusikprogramm der Spielstätte ein künstlerisch ambitioniertes Programm mit einem klaren, erkennbaren kuratorischen Konzept erkennbar ist. Auszeichnungswürdig kann ebenfalls ein angemessener Anteil nationaler und diverser Acts sein, die Förderung von Nachwuchskünstler*innen, insbesondere mit Bezug zur regionalen und lokalen Szene, oder ein Konzertprogramm, das von Tourneeplänen angemessen unabhängig ist.
  • Kategorie „Spielstätte“: Beim Spielstättenpreis kann sich die Jury zusätzlich zur Voraussetzung einer hohen Programmqualität mit angemessenen Konditionen für die ausübenden Künstler*innen auf die Fragestellungen konzentrieren, ob die Spielstätte z.B. Gleichstellung, Diversität und Inklusion fördert. Weitere auszeichnungswürdige Kriterien können sein: ein besonderes Ambiente, originelles Flair, Ästhetik oder eine besondere Personalpolitik (z.B. gute Personalführung, Gendergerechtigkeit, produktives Betriebs- und Arbeitsklima, Transparenz) oder eine angemessene vorhandene Infrastruktur (z.B. Betreuung der Acts, Backstage-Räume, Catering) oder Einsatz für Nachhaltigkeit und klimafreundliche Maßnahmen oder Kooperationen mit (lokalen) Kulturinitiativen und Netzwerken oder sozialpolitisches und zivilgesellschaftliches Engagement.
  • Kategorie „Programmreihe“: Bei der Auswahl der Preisträger*innen in dieser Kategorie achtet die Jury auf eine qualitativ anspruchsvolle, trendsetzende und kreative Programmkonzeption und -realisation mit angemessenen Konditionen für die ausübenden Künstlerinnen und Künstler sowie vielfältiges kulturelles und nachhaltiges Engagement.

Was bedeutet Kategoriendurchlässigkeit?

Spielstättenbetreiber*innen können sich entweder für den Programmpreis oder den Spielstättenpreis bewerben. Die Jury kann nach ihrem Ermessen entscheiden, ob eine Bewerbung in den Kategorien „Programm“ oder „Spielstätte“ in der jeweils anderen Kategorie auszeichnungswürdiger erscheint. Damit ist ein Wechsel innerhalb der Kategorien bei der Juryentscheidung möglich. Die Kategoriendurchlässigkeit gilt für beide Richtungen in den Kategorien „Programm“ und „Spielstätte“.

FRAGEN ZUM ONLINE-BEWERBUNGSTOOL

Was muss ich bei der Registrierung im Online-Tool beachten?

Bitte geben Sie Ihrem Projekt einen eindeutigen Namen, kontrollieren Sie die angegebene E-Mail-Adresse auf Rechtschreibfehler und notieren Sie sich Ihr gewähltes Passwort. Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail. Bitte überprüfen Sie auch Ihren Spam-Ordner. Die Projektnummer wurde Ihnen nach erfolgreicher Erstellung eines Projekts per E-Mail zugesandt. Dies kann jedoch ein paar Minuten dauern. Sollte die E-Mail nach zwei Stunden immer noch nicht angekommen sein, wenden Sie an support@initiative-musik.de

Ich habe meine Projektnummer vergessen. Wie gehe ich vor?

Die Projektnummer wurde Ihnen nach erfolgreicher Erstellung eines Projekts per E-Mail zugesandt. Bitte sehen Sie zunächst in dieser Mail nach. Sollten Sie die E-Mail nicht mehr finden, wenden Sie sich bitte an support@initiative-musik.de.

Ich bin nach dem Klicken auf Speichern wieder auf der Login-Seite. Was ist geschehen?

Das Online-Tool ist so konstruiert, dass nach 30 Minuten Inaktivität (also kein Klicken auf Speichern oder Wechseln zwischen den Menüseiten) der*die Nutzer*in aus Sicherheitsgründen automatisch ausgeloggt wird. Leider sind dadurch alle Daten, die Sie bis dahin eingegeben haben und nicht per Klick auf Speichern gesichert haben, verloren. Bitte loggen Sie sich erneut ein und geben Ihre Daten ein. Eine Uhr am unteren rechten Rand des Fensters zeigt Ihnen die Zeit bis zum nächsten automatischen Abmelden. Mit jedem Klick auf Speichern wird diese Uhr wieder auf 30 Minuten zurückgesetzt.

Wie lade ich Dateien hoch?

Es kann immer nur eine Datei hochgeladen werden. Wir empfehlen Ihnen mehrere Seiten zusammenzufassen und diese dann in einer Datei (z.B. eine PDF-Datei) hochzuladen. Unter dem Reiter Unterlagen müssen verschiedene Dateien hochgeladen werden. Mit Klick auf Datei auswählen wählen Sie eine Datei von Ihrem Computer aus, die hochgeladen werden soll. Erst mit Klick auf Speichern am unteren Ende der Seite startet das Hochladen der Datei. Nach dem Hochladen werden Ihre Dateien zur eindeutigen Identifizierung von unserem System automatisch umbenannt. Bitte beachten Sie, dass dieser Vorgang je nach Dateigröße ein paar Minuten dauern kann. Bitte warten Sie entsprechend und laden Sie die Seite nicht neu bzw. klicken Sie nicht auf andere Buttons auf der Seite, da sonst das Hochladen abgebrochen wird. Bitte beachten Sie die maximale Größe von 10 MB pro Dateiupload.

KONTAKT

Janina Dotterweich

Projektleitung APPLAUS

BERATUNGSZEITEN:
Mo.-Do., jeweils 14-17 Uhr

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