Häufig gestellte Fragen PlugIn

Bitte lest euch zunächst die Programmbeschreibung sorgfältig durch. Im Folgenden findet ihr dann Antworten auf häufige Fragen zu der Antragsberechtigung, zum Fördergegenstand, zum Antragsverfahren und zur Projektdurchführung.

Stand: 04.06.2024

ANTRAGSBERECHTIGUNG

1. Die Spielstätte
1.1. Wie weise ich die Besucher:innenkapazität meiner Livemusikspielstätte nach?

Die Besucher:innenkapazität ergibt sich aus der maximalen Anzahl von Stehplätzen bei einem Konzert in allen Konzerträumen im Innenbereich. Als Nachweis können beispielsweise ein aktuelles Brandschutzkonzept, Konzessionen, amtliche Genehmigungen, Grundrisse oder Mietverträge eingereicht werden. Eigenbelege werden nicht akzeptiert. Im Falle von eingereichten Grundrissen, wodurch die Fläche des Konzertraums deutlich erkennbar ist, wird die Besucher:innenkapazität nach dem Schlüssel „2 Personen pro Quadratmeter“ bemessen.

1.2. Was bedeutet fest und ortsgebunden?

Sogenannte Fliegende Bauten (z.B. Zelte/fahrbare Bühnen) und Open Air-Bühnen sind vom Antragsverfahren ausgeschlossen. Fliegende Bauten sind nach der Definition in § 76 Musterbauordnung (MBO): „bauliche Anlagen, die geeignet und bestimmt sind, wiederholt aufgestellt und abgebaut zu werden“.

2. Das nachzuweisende Livemusikprogramm
2.1. Wie weise ich die inhaltliche und finanzielle Hauptverantwortung bei der Hälfte meiner nachzuweisenden Konzerte aus dem Jahr 2023 nach?

Der Nachweis soll in Form eines Gagennachweises (Vertrag, Rechnung oder Zahlungsnachweis) oder einer GEMA-Rechnung oder einer KSK-Meldung/-Abrechnung erbracht werden. Es müssen vollständige Dokumente hochgeladen werden (d.h. keine Ausschnitte). Mailverläufe werden nicht akzeptiert.

Bei mehrseitigen Dokumenten bitten wir um die Hervorhebung (z.B. durch farbliche Markierung) der nachgewiesenen Konzerte, um Prüf- und ggf. Korrekturschleifen zu beschleunigen.

2.2. Wie wird „selbstverfasstes Repertoire“ definiert?

Dieses Kriterium zielt darauf ab, dass keine Livemusikspielstätten gefördert werden, deren Programm überwiegend aus Konzerten mit reinen Cover- oder Tributebands besteht. Das Repertoire der Künstler:innen bzw. Bands muss in diesem Sinne bei der Hälfte der nachzuweisenden Livemusikveranstaltungen überwiegend aus eigenen Kompositionen bestehen.

Die musikalischen Erzeugnisse von DJs werden hier ebenfalls als „selbstverfasst“ verstanden, insofern es sich um „künstlerische DJs“ handelt (siehe FAQ „künstlerische DJs“). Im Bereich Jazz kann auch eine künstlerische Interpretation von Standards oder eine Improvisation als „selbstverfasstes Repertoire“ gelten. Die Stücke müssen also nicht zwangsläufig das geistige Eigentum der auftretenden Künstler:innen bzw. Bands sein.

2.3. Wieviel selbstverfasstes Repertoire muss in dem nachzuweisenden Livemusikprogramm enthalten sein?

Bei Mindestens der Hälfte der nachzuweisenden Konzerte aus 2023 muss mindestens 50% selbstverfasstes Repertoire von den Künstler:innen vorgetragen worden sein. Dies muss durch das Ankreuzen einer Checkbox in der Konzertliste gekennzeichnet werden.

2.4. Was sind „künstlerische DJs“ und wie werden diese Veranstaltungen überprüft?

„Künstlerische DJs“ spielen nicht nur einen Tonträger ab. Unter Verwendung von Tonträgern und technischen Hilfsmitteln mischen sie verschiedene Musikstücke zu neuen Klangbildern und Kompositionen zusammen (siehe auch Urteil des Bundesfinanzhofs vom 18.08.2005, Az. V R 50/04).

Das dabei entstehende Arbeitsergebnis muss die Qualität eines neuen künstlerischen Produkts haben. Folgende Kriterien sprechen für eine Tätigkeit, die unter die Definition „künstlerische DJs“ fällt:

  • DJ-Künstler:innen erhalten eine Gage;
  • sie veröffentlichen ihre Werke auf Tonträgern;
  • DJ-Künstler:innen treten auch außerhalb von Diskotheken auf, z. B. auf öffentlichen Veranstaltungen oder bei Radiosendern;
  • sie haben ein eigenes Künstler:innenprofil im Internet (Facebook, Soundcloud, Resident Advisor o.ä.);
  • ihre Veranstaltungen sind ein eigener Programmpunkt.
2.5. Gibt es programminhaltliche Ausschlusskriterien für eine Förderung?

Musikclubs, die verfassungsfeindliche, gesetzeswidrige oder strafbare Inhalte verbreiten und gewaltverherrlichende oder jugendgefährdende Schwerpunkte in ihrer inhaltlichen Programmplanung setzen, sind von der Förderung ausgeschlossen (siehe allgemeine Fördergrundsätze). 

Als Förderplattform, die sich für Gleichstellung, für Diversität und kulturelle Teilhabe in der Musik ausspricht (siehe Ziffer 10.6 und 10.7 unsere Allgemeinen Förderbedingungen, behält die Initiative Musik sich zudem vor, bei Musikspielstätten, welche menschenverachtende Inhalte oder Ungleichwertigkeitsideologien verbreiten oder diesen eine Bühne bieten, die Förderwürdigkeit infrage zu stellen und die Förderzusage zurückzuziehen. 

2.6. Können Open Air Veranstaltungen anerkannt werden?

Für den Nachweis der Antragsberechtigung sollten die 12, 18 bzw. 24 Konzerte in Ihrer eigenen Musikspielstätte („fest und ortsgebunden“) stattgefunden haben. Wenn Ihre Musikspielstätte über einen Außenbereich verfügt und Konzerte außerhalb der Spielstätte auf Ihrem Gelände veranstaltet wurde, können diese Konzerte im Einzelfall hinzugezählt werden. Für die zügige Antragsprüfung empfehlen wir jedoch, möglichst eindeutige Beispiele für die nachzuweisenden Konzerte zu wählen (d.h. eindeutig eine Livemusikveranstaltung nach unserer Definition und eindeutig in Ihrer Musikspielstätte).

3. Andere Förderungen
3.1. Was ist unter Eigen- und Drittmitteln zu verstehen?

Eigenmittel sind unmittelbar zur Finanzierung des Projektes eingebrachte Barmittel aus dem Vermögen der Antragsstellenden, einschließlich Einnahmen aus Verkäufen oder Eintritten, die im Projektzeitraum anfallen.

Drittmittel sind unmittelbar zur Finanzierung des Projektes eingebrachte Mittel von Dritten oder aus anderen Quellen, wie etwa andere öffentliche Förderungen von Ländern oder Kommunen, Sponsoring oder Crowdfunding.

Eigen- und Drittmittel bilden gemeinsam die Deckungsmittel und müssen anteilig die Projektausgaben decken. Mit dem Antrag müssen die Antragsstellenden versichern, im Projektzeitraum die notwendigen Eigen- und Drittmittel zur Abdeckung des vertraglich festgelegten Eigenanteils an den Projektausgaben aufzubringen und zur Finanzierung einzusetzen.

Zur Ermittlung des mindestens nötigen Eigenanteils für euer Projekt zu ermitteln, nutzt unser Muster Ausgaben und Finanzierungsplan.

3.2. Lässt sich die Förderung mit Mitteln aus anderen Förderprogrammen kombinieren?

Der Einsatz von Mitteln aus anderen öffentlichen Zuwendungsstellen auf der Landes- oder kommunalen Ebene ist für das beantragte Förderprojekt grundsätzlich möglich. Es sollte jedoch genau darauf geachtet werden, dass es zu keiner Doppelförderung kommt.

Wenn Sie aus anderen Förderprogrammen des Bundes Fördermittel in Anspruch nehmen, müssen die jeweiligen Förderungen deutlich unterscheidbaren Zwecken dienen und voneinander abgrenzbar sein. Eine doppelte Förderung aus Bundesmitteln für dasselbe Förderprojekt ist folgerichtig ausgeschlossen.

3.3. Was ist mit Doppelförderung gemeint?

Es ist nicht zulässig, Ausgaben doppelt durch unterschiedliche Fördermittel zu finanzieren. Das bedeutet, dass ein- und dieselbe Ausgabenposition nicht mehrfach gefördert werden kann, entweder durch dieselbe zuwendungsgebende Stelle (z.B. bei der Initiative Musik in verschiedenen Förderprogrammen) oder durch unterschiedliche zuwendungsgebende Stellen (z.B. die Initiative Musik und eine Fördereinrichtung auf kommunaler oder Landesebene).

3.4. Gibt es eine Höchstgrenze für öffentliche Förderungen, die wir 2023 bereits erhalten haben?

Ja, diese sogenannte „Förderhöchstgrenze“ liegt bei 40% im Jahr 2023. Dabei werden nur solche öffentlichen Mittel mitgezählt, welche für die Grundfinanzierung des Geschäftsbetriebs der Antragstellenden (z.B. Miete, Personal) eingesetzt wurden.  Projektfördermittel wie bei der Initiative Musik beispielsweise NEUSTART KULTUR oder Live 500 werden daher nicht hinzugezählt. Billigkeitsleistungen, also finanzielle Leistungen, die aus Gründen der staatlichen Fürsorge zum Ausgleich oder der Milderung von Schäden und Nachteilen gewährt wurden (z.B. Überbrückungshilfen, Sonderfonds) werden bei der Berechnung der Förderhöchstgrenze berücksichtigt.

Im Rahmen der formalen Prüfung behält sich die Initiative Musik vor, bei Anzeichen für Zuwendungen durch öffentliche Einrichtungen (z.B. durch Logos der zuwendungsgebende Stelle auf der Webseite der Spielstätte) Nachweise über die Einhaltung der Förderhöchstgrenze nachzufordern. Als Nachweis kann entweder ein von einer:m Steuerberater:in bzw. Wirtschaftsprüfer:in ausgestelltes Testat oder eine betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA), aus der eindeutig der Einnahmeanteil öffentlicher infrastruktureller Förderung hervorgeht, anerkannt werden. Sollte Ihre Musikspielstätte 2023 Förderungen erhalten haben, empfiehlt es sich, diese Unterlagen bereits im Antrag hochzuladen, um so ggf. das Prüfungsverfahren zu beschleunigen.

3.5. Ich habe andere laufende Förderprojekte bei der Initiative Musik, ist das ein Problem?

Nein, das ist grundsätzlich kein Problem, solange sich die Projekte inhaltlich klar voneinander unterscheiden und ein- und dieselbe Ausgabenposition nicht mehrfach gefördert wird.

ANTRAGSVERFAHREN

4. Antragsstellung
4.1. Welche Fördersumme kann ich beantragen?

Der maximal mögliche Förderbetrag richtet sich in diesem Programm nach der Höhe der projektbezogenen, zuwendungsfähigen Gesamtausgaben und verläuft dabei degressiv. Degressiv bedeutet, dass mit steigender Höhe der Gesamtausgaben der Förderanteil prozentual abnimmt – und sich der Eigenanteil entsprechend erhöht.

Die maximale Fördersumme beträgt in diesem Programm 15.000 EUR – und wird ab einer Summe von Projektausgaben in Höhe von 30.000 EUR erreicht. D.h. bei Projektausgaben über 30.000 EUR bleibt die maximal mögliche Fördersumme bei 15.000 EUR.

Um die maximal mögliche Fördersumme für euer Projekt zu ermitteln, nutzt unseren Förderrechner im „Muster Ausgaben und Finanzierungsplan“.

4.2. Welche Antragsfristen muss ich beachten?

Eine Antragsstellung ist ab Montag, den 17. Juni (13.00 Uhr) bis Freitag, den 12. Juli (18 Uhr) möglich. Es besteht die Möglichkeit, sich bereits vor dem Antragsstart zu registrieren und ein Profil im Förderportal zu erstellen. Wenn Sie bereits in anderen Förderprogrammen einen Antrag gestellt haben, können Sie das Personenprofil für den Antrag aktualisieren und nutzen. Mit dem Profil erfolgt dann die Antragstellung und -bearbeitung – auch für mögliche Folgerunden des Programms und für andere Programme der Initiative Musik.

4.3. Was muss in die Projektbeschreibung?

In der Projektbeschreibung müssen die Gründe für die geplanten Anschaffungen bzw. Maßnahmen formuliert werden und so die im Finanzierungsplan aufgestellten Ausgaben plausibel machen. Aus der Beschreibung sollte eindeutig hervorgehen, dass die geplanten Anschaffungen bzw. Maßnahmen für die Musikspielstätte notwendig sowie wirtschaftlich sind. Hierbei ist – unter Einbeziehung der Venue Specs und optional hochzuladender Fotos die aktuelle technische Ausstattung als Ausgangspunkt für die geplanten Maßnahmen zu beschreiben.

4.4. Was muss ich beim Ausfüllen des Ausgaben- und Finanzierungsplans im Förderportal beachten?

Alle Ausgaben und Einnahmen müssen in einen gesonderten Ausgaben- und Finanzierungsplan direkt im Förderportal in der Antragsmaske eingetragen werden. Dies wird in unserer Schritt für Schritt Anleitung für das Förderportal ab Seite 19 erklärt. Zur Vorbereitung der späteren tatsächlichen Antragserstellung im Förderportal steht ein Muster Ausgaben und Finanzierungsplan als Übungsdatei zur Verfügung.

Für alle geplanten Anschaffungen ist ein Angebot bzw. bei Reparaturmaßnahmen ein Kostenvoranschlag direkt im Ausgaben- und Finanzierungsplan bei den entsprechenden Zeilen hochzuladen. Sie dürfen nicht älter als 03.03.2024 (drei Monate vor dem Antragsstart) sein.

Je nach Anschaffungsart sind zusätzliche Unterlagen im Reiter „Weitere Dokumente“ hochzuladen:

  • Neuanschaffung: zwei Vergleichsangebote oder aktuelle Preisvergleiche
  • Gebrauchter Gegenstand: Rechnung der Originalanschaffung und aktueller Preisvergleich für die Neuanschaffung von demselben Modell
  • Reparaturmaßnahme: aktueller Preisvercleich für die Wiederbeschaffung desselben Modells

Für die Dokumentation der Preisvergleiche können Sie geeignete Anbieter:innen zur Angebotsabgabe auffordern oder online Preise recherchieren und diese per Webseite-Screenshot (mit Datum der Aufnahme) dokumentieren.

Wenn das antragstellende Unternehmen vorsteuerabzugsberechtigt ist, dürfen unter den einzelnen Posten im Finanzierungsplan nur die Nettobeträge geltend gemacht werden.

Beachten Sie, eine realistische, nachvollziehbare und möglichst detaillierte Aufstellung und Beschreibung der einzelnen Posten vorzunehmen. Diese sollten sich in der Projektbeschreibung wiederfinden. Der final bewilligte Ausgaben- und Finanzierungsplan ist verbindlich.

4.5. Was muss ich beim Einreichen der Angebote bzw. des Kostenvoranschlags beachten?

Angebote müssen von Fachgewerben bzw. Fachwerkstätten erstellt worden sein. Sie müssen datiert und nicht älter als drei Monate alt sein. Es ist möglich und sogar erwünscht, dass Angebote mehrere Maßnahmen gesammelt beinhalten. Die einzelnen Maßnahmen müssen jedoch in der Leistungsübersicht zahlenmäßig aufgeschlüsselt sein. Für die Vergleichsangebote sind grundsätzlich auch Screenshots von Webseiten ausreichend, solange aus diesen das Datum der Aufnahme deutlich wird.

Jedem Posten im Aufgaben- und Finanzierungsplan sind die Angebote zuzuordnen (Spalte „Nachweise“). Konnten nicht mindestens drei Angebote eingeholt werden, muss dies in der Spalte „Erläuterung“ begründet werden.

Im Aufgaben- und Finanzierungsplan muss jeweils das nach dem Grundsatz der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit geeignetste Angebot aufgestellt werden. Für die Begründung der Auswahl eines Angebotes ist die Spalte „Erläuterung“ im Ausgaben- und Finanzierungsplan zu benutzen.

4.6. Sind Ausgaben für die Ausstellung von einzureichenden Kostenvoranschlägen förderfähig?

Nein, die Leistung eines Kostenvoranschlags entsteht vor Antragsstellung und kann damit nicht zu den Projektkosten gezählt werden (siehe FAQ 4.7.). Eventuell entstehende Ausgaben für einen Kostenvoranschlag müssen im Falle einer Absage selbst getragen werden bzw. sind im Falle einer Förderzusage von der Förderung ausgeschlossen.

4.7. Was bedeutet „förderunschädlicher vorzeitiger Vorhabenbeginn“?

Grundsätzlich gilt, dass ein zu förderndes Projekt noch nicht begonnen haben darf. Als Vorhabenbeginn gilt z.B. eine bereits durchgeführte Dienstleistung, ein erfolgter Vertragsschluss, eine erfolgte Beauftragung mit Dienstleistenden oder eine Bestellung. Im Programm PlugIn kann jedoch ein „förderunschädlicher vorzeitiger Vorhabenbeginn“ beo der Amtragstellung mitbeantragt werden (ein entsprechendes Feld ist im Antragsformular vorhanden).

Das Datum für den förderunschädlichen vorzeitigen Vorhabenbeginn darf frühstens der Tag der Antragstellung sein.

Die Genehmigung eines förderunschädlichen vorzeitigen Vorhabenbeginns ermöglicht es den Antragstellenden, auf eigenes Risiko Maßnahmen im Projekt durchzuführen, noch bevor sie einen Fördervertrag mit der Initiative Musik abgeschlossen haben. Ein förderunschädlicher vorzeitiger Vorhabenbeginn ist dann sinnvoll, wenn durch längeres Warten auf den Vertragsschluss bestimmte Maßnahmen nicht mehr wie geplant durchgeführt werden können. Die Genehmigung des vorzeitigen Vorhabenbeginns stellt jedoch keine vorweggenommene Förderzusage dar und bindet die Initiative Musik nicht, später einen Fördervertrag abzuschließen. Das finanzielle Risiko für diese Ausgaben tragen die Antragstellenden deshalb bis zu einem eventuellen Abschluss des Fördervertrags mit der Initiative Musik selbst.

4.8. Was muss in den Antrag?

Folgende Unterlagen müssen online hochgeladen werden.

A. Im Kontaktformular (zur nachweislichen Legitimation und Identifikation der Antragstellenden. Die benötigten Unterlagen ergeben sich jeweils aus der Rechtsform, siehe Musterantrag):

  • Gesellschaftsvertrag oder Vereinssatzung in jeweils aktueller Fassung oder vergleichbare Unterlagen (bspw. Errichtungsgesetz), ggf. Kopie der Personalausweise aller Gesellschafter bei einer GbR
  • Vereinsregister- bzw. Handelsregisterauszug oder vergleichbare Unterlagen (darf nicht älter als 1 Jahr sein)
  • Optional: Nachweis der alleinigen Vertretungsberechtigung bei Unternehmen mit gemeinsamer Vertretungsberechtigung durch mehrere Personen (siehe FAQ 5.3)

B. Im Antragsformular

  • „Livemusikspielstätte“-Reiter
    • Nachweis über die Gesamtkapazität der Musikspielstätte (siehe FAQ 1.1.)
    • Logo oder Foto der Spielstätte
    • Nachweis über Einhaltung der Förderhöchstgrenze
  • „Konzertliste“-Reiter
    • Auflistung von mindestens 12, 18 bzw. 24 Livemusikveranstaltungen
    • Veranstaltungsnachweise (z.B. Links zu Flyern/Online-Veranstaltungen) aus dem Jahr 2023 für alle aufgelisteten Livemusikveranstaltungen (optional) – Spalte „Link zur Veranstaltung“.
    • Nachweis über die inhaltliche und finanzielle Hauptverantwortung für  mindestens die Hälfte der aufgelisteten Livemusikveranstaltungen (KSK-, GEMA- oder Gagennachweise) – Spalte „Verantwortungsnachweis“
  • „Förderprojekt-Reiter“
    • Projektbeschreibung
    • Venue Specs (falls nicht vorhanden, eine Auflistung der technischen Ausstattung der Musikspielstätte)
  • „Projektfinanzierung“-Reiter
    • Für alle geplanten Anschaffungen ist ein Angebot, bei Reparaturmaßnahmen ein Kostenvoranschlag bei den entsprechenden Zeilen hochzuladen. Sie dürfen nicht älter als 03.03.2024 (drei Monate vor dem Antragsstart) sein. Für die Dokumentation der Preisvergleiche können Sie geeignete Anbieter:innen zur Angebotsabgabe auffordern oder online Preise recherchieren und diese per Webseite-Screenshot (mit Datum der Aufnahme) dokumentieren.
      Je nach Ausgabenart sind insgesamt folgende Nachweise notwendig:
    • Neuanschaffung: Angebot, 2 Vergleichsangebote
    • Gebrauchtgegenstand: Angebot, Vergleichsangebot, Beleg der Originalanschaffung
    • Reparatur: Kostenvoranschlag, Vergleichsangebot
    • Dienstleistungen: Angebot, 2 Vergleichsangebote
  • „Weitere Dokumente“-Reiter

Optional bzw. gegebenenfalls auf Anfrage, sind folgende Unterlagen ebenfalls Bestandteile des Antrags:

  • Testat der/des Steuerberater(s)/in bzw. Wirtschaftsprüfer(s)/in oder eine betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA), aus der eindeutig der Einnahmeanteil öffentlicher Förderung für die Grundfinanzierung des Geschäftsbetriebs hervorgeht (siehe FAQ 3.)
  • Kopie von Zuwendungsbescheiden im Jahr 2023

Alle Angaben zur Musikspielstätte bzw. zu den Veranstaltungen und Ausgabenposten, die im Antrag abgefragt werden, finden Sie auch in unserem Musterantrag.

5. Förderportal (technische Fragen)
5.1. Stelle ich den Antrag online oder per Post?

Der Antrag wird online ausgefüllt und abgesandt. Stellt dies für einzelne Antragstellende eine Barriere dar, kann ein Antrag ggf. auch postalisch eingereicht werden. In diesem Fall bitten wir Sie, sich mit den Projektmanager:innen der Initiative Musik in Verbindung zu setzen, damit ihr Antrag gleichwertig im Verfahren berücksichtigt werden kann und durch die postalische Einreichung kein Nachteil entsteht:

clubs@initiative-musik.de

Telefonnummer +49 (0)30 – 531 475 45 – 560

Sprechzeiten (ab 15.05.24):
Di. & Do.: 14:00 – 16:00 Uhr
Mi. & Fr.: 11:00 – 13:00 Uhr

5.2. Was muss ich bei der Registrierung für das Förderportal technisch beachten?

Die Antragsstellung ist grundsätzlich in allen Browsern möglich. Allerdings beobachten wir, dass in Edge und Safari häufiger Probleme auftreten. Wir empfehlen daher, bevorzugt Chrome oder Firefox zu nutzen. Sie können sich mit einer E-Mail-Adresse nur einmalig registrieren. Der Benutzername sollte ein Wort ohne Leer- oder Sonderzeichen sein.

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail, in der Sie Ihre Registrierung bestätigen müssen. Überprüfen Sie auch Ihren Spamordner, wenn Sie keine E-Mail erhalten haben. Nach Klick auf den Link zur Bestätigung Ihrer Registrierung, können Sie sich im Portal anmelden.

5.3. Kann der Onlineantrag durch eine nicht zeichnungsberechtigte Person des antragstellenden Unternehmens angelegt und eingereicht werden?  

Antragstellende Person muss in jedem Fall eine vertretungsberechtigte Person (bspw. Geschäftsführung) des antragstellenden Unternehmens sein und sich mit einem eigenen Benutzer:innenkonto registrieren, da diese Person im Fall einer Bewilligung später den Fördervertrag unterzeichnet. Bei Unternehmen, bei denen mehrere Personen gemeinsam vertretungsberechtigt sind, kann aus technischen Gründen dennoch nur eine Person den eventuellen Fördervertrag unterzeichnen. In diesem Fall muss im Personenprofil ein Nachweis über die alleinige Vertretungsberechtigung für den Antrag und die eventuelle Förderung eingereicht werden.

Die Rolle/Funktion der Ansprechperson können dagegen auch andere, nicht vertretungsberechtigte Mitarbeiter:innen des mitantragstellenden Unternehmens oder sonstige dritte Personen übernehmen.

5.4. Ich habe versehentlich eine falsche Person zum Antrag eingeladen. Was nun?

Falsch verschickte Einladungen können im Antrag mit Klick auf „Einladung zurückziehen“ zurückgezogen werden. Außerdem gilt: Solange der Antrag noch nicht eingereicht ist, können Sie Einladungen für Rollen (Antragstellende Person) jederzeit mit Klick auf „Kontakt einladen“ neu versenden. Dies ist auch möglich, wenn die versehentlich eingeladene Person die Einladung bereits angenommen und die entsprechende Rolle übernommen hat. Sie müssen in diesem Fall nur bestätigen, dass Sie die Rolle neu vergeben möchten.

5.5. Worauf muss ich beim Upload von Dateien achten?

Für den Antrag im Förderportal werden Dateien der Typen .pdf, .doc, .docx, .xls, .xlsx, .msg, .ods, .odt, .jpg, .png, .rtf und .txt (bzw. der Auflistung der Livemusikveranstaltungen nur .xls und .xlsx) mit einer maximalen Größe von 2 MB für Dokumente, 6 MB für Bilddateien, 10 MB für pdf akzeptiert. Der Dateiname darf nicht länger als 128 Zeichen sein und nur die Zeichen a-z, A-Z, 0-9, -, _ und keine Leerzeichen enthalten.

5.6. Allgemeine Hinweise zum Online-Förderportal

Beachten Sie, dass wir zweimal in der Woche Wartungsfenster haben, in denen das Förderportal unter Umständen nicht erreichbar ist. Die Wartungszeiten sind:

  • Montag: 11.30 bis 12.30 Uhr
  • Donnerstag: 13.00 bis 14.00 Uhr

Versuchen Sie es danach bitte erneut.

Bei anderen technischen Problemen mit dem Förderportal kontaktieren Sie clubs@initiative-musik.de unter Angabe der Projektnummer sowie einer genauen Beschreibung des Problemfalls. Bitte hängen Sie vollständige Screenshots an, die die Fehlermeldung lesbar zeigen.

6. Antragsprüfung
6.1. Wie wird über die Anträge entschieden?

Vollständig und fristgerecht eingereichte Anträge werden in der Reihenfolge ihres Eingangs bearbeitet. Wenn ein Antrag unvollständig ist, und Unterlagen nachgefordert werden müssen, zählt als Antragseingang erst der Zeitpunkt, zu welchem der Antrag vollständig vorliegt. Nach Antragseingang werden die Anträge formal geprüft. Ist ein Antrag erfolgreich geprüft und sind noch ausreichend Mittel für das jeweilige Bundesland verfügbar (siehe FAQ 6.2), wird die Förderung schließlich durch den Abschluss eines Fördervertrages mit der Initiative Musik bewilligt.

Erfolgreich geprüfte Anträge, die das Budget für ihr Bundesland überschreiten, kommen auf eine Warteliste. Werden Mittel aus einzelnen Bundesländern nicht vollständig ausgeschöpft, können die Anträge auf der Warteliste (in der Reihenfolge ihrer Zeitstempel) nachträglich bewilligt werden.

6.2. Was bedeutet die Regionalquote?

Die Regionalquote verteilt das Gesamtbudget des Förderprogramms auf alle Bundesländer. Berechnungsschlüssel ist hierbei die Bevölkerungsanzahl. Durch die Regionalquote soll sichergestellt werden, dass die Förderung überall im Bundesgebiet ankommt und insbesondere den strukturell schwächeren Regionen ein festes Kontingent zur Verfügung steht. Da sich in den Städten und insbesondere in den Stadtstaaten eine deutlich höhere Dichte an Angeboten von Livemusikveranstaltungen finden lässt, ist die Quote flexibel: Mittel, die für ein Bundesland nicht ausgeschöpft werden, können über eine Warteliste an Antragstellende vergeben werden, in deren Bundesland bereits alle Mittel erschöpft sind.

*Quelle: Statistisches Bundesamt, Stand 31.12.2022, eingesehen am 19.02.2024.

FÖRDERGEGENSTÄNDE

7. Bedingungen und Nachweise
7.1. Was ist bei Reparaturausgaben zu beachten?

Hierfür muss im Antrag (Reiter „Projektfinanzierung“) ein unverbindlicher Kostenvoranschlag einer Fachwerkstatt hochgeladen werden. Dieser muss den Briefkopf des Auftragsnehmers sowie eine Beschreibung des Mangels und der Reparaturmaßnahme enthalten.  

Aus dem Kostenvoranschlag und der Endrechnung muss zudem deutlich hervorgehen, dass es sich bei der Reparatur um eine Generalüberholung handelt. Reparaturausgaben dürfen nicht bei der Antragstellung bzw. nicht mehr durch eine Garantie der Herstellfirma oder Versicherung abgedeckt sein. 

Grundsätzlich dürfen die Ausgaben der Reparaturmaßnahme 50% des Wiederbeschaffungswertes des zu reparierenden Gegenstandes nicht überschreiten. Aus diesem Grund muss zusätzlich als Vergleichsgrundlage ein Kaufangebot über einen Gegenstand gleicher Baureihe wie der zu reparierende Gegenstand im Antrag hochgeladen werden. In begründeten Ausnahmefällen können die Reparaturausgaben den o.g. Wert übersteigen. 

In der Projektbeschreibung muss auf die Wirtschaftlichkeit der Reparatur im Vergleich zum Neukauf Bezug genommen werden. Hierbei muss berücksichtigt werden, dass nach Reparatur ein langjähriger Betrieb gewährleistet werden muss. Aus diesem Grund unterliegen die reparierten Geräte einer Zweckbindung ab dem Stichtag der erfolgten Reparatur bzw. des auf der Rechnung angegebenen Leistungsdatums. Diese Zweckbindungsfrist ist an die betriebsgewöhnliche Mindest-Nutzungsdauer angelehnt (siehe Übersicht Zweckbindungsfrist).

7.2. Was ist bei gebrauchten Geräten bzw. Musikinstrumenten zu beachten?

Der Kauf muss bei einem Fachgewerbe getätigt werden und mit ordentlicher Rechnung belegt werden. Bei Antragsstellung muss der Erstkaufbeleg, ein Angebot und ein Vergleichsangebot bzw. ein aktueller Preisvergleich für die Neuanschaffung desselben Modells eingereicht werden.  

Um einen langjährigen Einsatz des Geräts zu gewährleisten, darf die Erstanschaffung des Technikgeräts je nach Gerätefamilie nicht länger als 2,5 Jahre bzw. 5 Jahre zurückliegen (Stichtag: 03.06.2024) oder eine Garantie vom anbietenden Betrieb muss vorliegen, welche die jeweilige Zweckbindungsfrist vollständig abdeckt. Diese Einschränkung gilt nicht für Musikinstrumente.  

Das Maximalalter ist an die Hälfte der betriebsgewöhnlichen Mindestnutzungsdauer (siehe Übersicht Zweckbindung) angelehnt. 

Bei Gebraucht-Anschaffungen dürfen die Geräte der Tontechnik und visuellen Konzertaufführungstechnik maximal 2,5 Jahre alt sein, Geräte der Bühnentechnik, Lautsprecher und Schweinwerfer maximal 5 Jahre alt. Stichtag ist der 03.06.2024. Eine genaue Auflistung der Gerätearten und ihrer Zweckbindungsfrist findet sich in der im Text verlinkten „Übersicht Zweckbindung“.

7.3. Ist es möglich, ein gebrauchtes Gerät anzuschaffen, das nicht mehr neu erhältlich ist?

Ja, sofern die Anschaffung wirtschaftlich, sparsam und aus künstlerischer Sicht sinnvoll ist. Wenn ein gebrauchtes Gerät angeschafft werden soll, für das ein Vergleich mit dem Wert einer Neuanschaffung nicht möglich ist, (z.B. weil die Herstellung eingestellt wurde), muss dies in der Spalte „Erläuterung“ im Ausgaben- und Finanzierungsplan erläutert werden. Außerdem muss die Anschaffung in ihrer Notwendigkeit plausibel begründet werden.

7.4. Können bereits durchgeführte Anschaffungen/Reparaturen berücksichtigt werden?

Nein. Für bereits gekauftes Equipment und bereits erfolgte Reparaturen kann kein Antrag auf Zuwendung gestellt werden. Rechnungsdatum, Lieferungs- bzw. Leistungsdatum und Tag der Zahlung müssen innerhalb des bewilligten Projektzeitraums liegen. (siehe FAQ 4.7.)

7.5. Können interne Arbeitsleistungen angerechnet werden?

Ja. Grundsätzlich können Arbeitsleistungen für die technische Realisierung und organisatorische Umsetzung des Projekts anerkannt werden. Sollte z.B. die Einrichtung  einer getätigten Anschaffung durch eigenes festangestelltes Personal vorgenommen werden, kann diese Arbeitsleistung als Eigenleistung mit Hilfe eines Stundenzettels belegt und eingereicht werden. Die Summe interner Arbeitsleistungen darf jedoch nicht mehr als 20% der Gesamtausgaben des Projektes betragen.

Unter Arbeitsleistungen für die technische Realisierung des Projekts fallen Sanierungsarbeiten wie z.B. Anstrich der Projektionswände, Durchbrüche für freie Blicke/Kameraführungen zur Bühne, Lichtanpassungen für Aufnahmen, Montage von Traversen- und Bühnenelementen für die Licht- und Tontechnik etc.

Ausgeschlossen sind allgemeine Personalausgaben der Livemusikspielstätte für Planung, Werbung, sowie Begutachtung.

7.6. Können Dienstleistungen angerechnet werden?

Ja, Arbeitsleistungen von externen Dienstleistenden (d.h. mit Rechnungsstellung) können angerechnet werden, sofern diese für die technische Realisierung des Projekts unbedingt notwendig sind. Diese Ausgaben dürfen ebenfalls 20% der Gesamtausgaben des Projektes nicht übersteigen. In dem Fall müssen in dem Angebot sowie in der Rechnung Dienstleistungen und Anschaffungen getrennt voneinander aufgeführt werden.

7.7. Kann ich laufende Sach- und/oder Personalausgaben geltend machen?

Nein. Es können nur Ausgaben veranschlagt werden, die erst und allein durch die beantragten Anschaffungen zusätzlich verursacht werden. Laufende Ausgaben der Livemusikspielstätte wie laufende Softwarelizenzen oder regelmäßige Personalausgaben sind nicht förderfähig.

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