Programmbeschreibung Kurztourförderung

Stand 01. Juli 2017

I Zweck


II Kurztouren


III Voraussetzungen


IV Höhe der Kurztourförderung


V Juryentscheidung


VI Auszahlung und Verwendungsnachweis


I Zweck

Die Kurztourförderung dient der Unterstützung von Kurztouren ausübender Künstler*innen (Solist*innen oder Ensembles) der Musikgenres Rock, Pop und Jazz ins Ausland und dabei dem Ausgleich von Finanzierungslücken. Sie will Künstler*innen dabei unterstützen, internationale Auftrittsangebote wahrzunehmen, die mit hinreichend professioneller Perspektive eine außergewöhnliche Chance zum Markteintritt sowie weiterer Etablierung bieten.

II Kurztouren

Als Kurztouren verstehen sich Tourneen mit max. 5 Auftritten oder Supportshows, Auftritte bei Musikfestivals, Showcases oder in TV- und Hörfunk-Sendungen im Ausland. Finden im Rahmen von Kurztouren auch einzelne Auftritte in Deutschland statt, ist die Kurztour nur dann förderungsfähig, wenn davon max. 2 Auftritte im Inland stattfinden.

Eine Unterstützung für längere Tourneen kann über das Programm Künstler*innenförderung beantragt werden.

Es sollte sich bei der Förderung möglichst nicht nur um einen einzelnen Auftritt handeln. Die Chancen auf eine Förderung erhöhen sich, wenn daneben weitere Aktivitäten, wie z.B. Anschlusskonzerte oder breitere Promotionaktivitäten stattfinden.

III Voraussetzungen

Die ausübenden Künstler*innen haben ihren Wohnsitz in Deutschland. Bei Ensembles muss die Mehrzahl der Bandmitglieder ihren Wohnsitz im Inland haben. Eine Förderung kann nur für diejenigen Bandmitglieder mit Wohnsitz in Deutschland beantragt werden. Bei dem Auftrittsland handelt es sich in der Regel um einen Kernmarkt. Als Kernmärkte verstehen sich Europa, China, Japan, Nordamerika inkl. Kanada und Australien. Afrika, Südamerika und die übrigen asiatischen Länder kommen als Märkte in Betracht, sofern dort Tonträgerveröffentlichungen oder sonstige nachhaltige marktbereitende Aktivitäten nachgewiesen werden können.

Antragsteller*innen sollten möglichst über eine schriftliche Bestätigung der Auftritte oder eine Einladung der jeweiligen Veranstalter*innen verfügen. Darin müssen Ort, Datum und möglichst die Auftrittsdetails benannt sein.

Der erste Auftritt findet frühestens fünf Wochen nach Antragstellung statt. Mindestens 50 % der Kosten müssen selbst getragen werden.
Für die Auftrittsreise erfolgt keine weitere Bundesförderung, wie zum Beispiel durch das Goethe-Institut, den Musikfonds etc.

Eine Antragstellung kann grundsätzlich nur für eine Band erfolgen.

IV Höhe der Kurztourförderung

Für Kurztouren kann ein Zuschuss in Form einer Festbetragsfinanzierung in Höhe von bis zu

  • 600 Euro pro Person der Band im europäischen Ausland
  • 1.000 Euro pro Person der Band im außereuropäischen Ausland

beantragt werden. Die beantragte Summe darf 50% der Gesamtkosten nicht übersteigen.

Sofern zusätzliche Promotionaktivitäten beauftragt werden, kann dafür ein Zuschuss von bis zu 50% dieser Kosten, bis max. 1.000 Euro beantragt werden.

Eine Kurztourförderung kann zweimal innerhalb eines Kalenderjahres gewährt werden. Wird diese Höchstzahl erreicht, ist eine erneute Kurztourförderung frühestens nach Ablauf von zwölf Monaten möglich.

Ein Anspruch des Antragstellers auf Gewährung einer Zuwendung bzw. auf eine Zuwendung in beantragter Höhe besteht nicht. Beantragte Fördersummen können gekürzt bewilligt werden.

V Juryentscheidung

Die Entscheidung über den Antrag wird getroffen von einem*r Vertreter*in des Deutschen Musikverleger-Verbandes e.V. (DMV), einem*r aktiven Künstler*in der Genres Rock, Pop oder Jazz, zwei Vertreter*innen der deutschen Musikwirtschaft und der Initiative Musik. Spätestens vier Wochen nach Antragseingang wird der*die Antragsteller*in darüber informiert, ob eine Kurztourförderung erfolgt.

VI Auszahlung und Verwendungsnachweis

Die Förderbeträge werden nachträglich ausgezahlt. Hierzu ist ein Verwendungsnachweis einzureichen, der u.a. die Einnahmen und Ausgaben der Kurztour plausibel darstellt (beleglos), die Tour beschreibt und erläutert, welche Presse- und Öffentlichkeitsmaßnahmen realisiert wurden. Bewilligte Marketing- und PR-Zuschüsse müssen in mindestens doppelter Höhe belegt werden.

Wird ein Verwendungsnachweis nicht bis 6 Wochen nach dem Auftritt eingereicht, erlischt der Anspruch auf eine Förderung.

KONTAKT

Julia Waldmann

Projektmanagement Export

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