DEUTSCHER JAZZPREIS 2026: Nach 1.200 Einreichungen – Hauptjury hat über Preisträger:innen entschieden

20.03.2026

Für die sechste Ausgabe des Deutschen Jazzpreises wurden rund 1.200 Einreichungen verzeichnet. In einem mehrstufigen Auswahlverfahren sichteten insgesamt 36 Jurymitglieder die Bewerbungen. Berücksichtigt wurden künstlerische Leistungen ebenso wie Festivals, journalistische Beiträge und Projekte der Musikvermittlung.

Die Hauptjury hat über die Auszeichnungen in 21 Kategorien entschieden; die Kategorie „Komposition/Arrangement“ liegt in der Verantwortung der Sonderjury. Die feierliche Bekanntgabe der Preisträger:innen erfolgt im Rahmen der Preisverleihung.

Zusammengesetzt ist die Hauptjury aus Vertreter:innen der Fach- und Sonderjury sowie Persönlichkeiten aus Musik, Kultur und Medien zusammen und vereint Perspektiven aus künstlerischer Praxis, Journalismus, Kulturmanagement und internationaler Festivalarbeit.

Neben Mitgliedern, die den Deutschen Jazzpreis bereits in der letzten Edition begleitet haben, sind auch neue Stimmen Teil der Jury. Die Hauptjury ist jedes Jahr neu zusammengesetzt und bringt Blickwinkel aus unterschiedlichen Bereichen der Jazz- und Kulturlandschaft zusammen.

„Die Etablierung des Deutschen Jazzpreises ist ein starkes Zeichen für das anhaltende Erbe und die globale Bedeutung des Jazz – einer Kunstform, die von Schwarzen Afro-Amerikaner:innen geschaffen wurde. Mit dieser Plattform würdigt die Bundesregierung nicht nur die Ursprünge des Jazz, sondern unterstützt zugleich aktiv seine kontinuierliche Weiterentwicklung.

Eine der wichtigsten Wirkungen des Preises liegt in seiner internationalen Ausstrahlung. Er würdigt sowohl aufstrebende Künstler:innen als auch Persönlichkeiten, die den Jazz über Jahrzehnte geprägt haben – Künstler:innen, die neue Wege eröffnen, diese Musik zu entdecken, zu verstehen und zu erleben.

Zugleich stärkt der Preis diejenigen, die Jazz in die Zukunft tragen: Komponist:innen, Interpret:innen und Vermittler:innen, die das Genre über Festivals, Aufnahmen, Podcasts und publizistische Formate weiterentwickeln und sichtbar machen.

In den Vereinigten Staaten gilt der Deutsche Jazzpreis als renommierte Auszeichnung, die die globale Reichweite sowohl der Musik als auch ihrer Akteur:innen unterstreicht. Darüber hinaus erfüllt er eine ganz praktische Funktion: Er unterstützt Veranstalter:innen in den USA dabei, internationale, ausgezeichnete Künstler:innen einem Publikum vorzustellen, das sonst nur begrenzten Zugang zu ihnen hätte. Auch Journalist:innen greifen diese Perspektive verstärkt auf – und für US-amerikanische Preisträger:innen verstärkt der Preis ihre internationale Sichtbarkeit nachhaltig.“  – Karen Kennedy, Sprecherin der Hauptjury des Deutschen Jazzpreises 2026

 

Hauptjury des Deutschen Jazzpreises 2026

Vincent Bababoutilabo – Musiker und Autor (Berlin)
Henrietta Bauer – Labelinhaberin (Bretford Records), Musikmanagerin, Konzertveranstalterin und Bookerin
Maxi Broecking – Journalistin und Autorin (ZEIT, Tagesspiegel, taz, Jazzthing), Dozentin (Columbia University, HCA), Kuratorin und Publizistin
Patricia Brennan – Vibraphonistin, Marimbistin, Improvisatorin und Komponistin
Ella O’Brien-Coker – Musikerin, Musikwissenschaftlerin und Managerin
Musina Ebobissé – Saxophonist und Komponist
Natalie Greffel – Musikerin und Kuratorin des XJAZZ! Festivals
Sebastian Hecht – Kulturmanager und Kurator
Demian Kappenstein – Schlagzeuger, Komponist und Podcaster bei MDR Kultur
Karen Kennedy – Artist Managerin, Präsidentin und Gründerin von 24 Seven Artist Development
Matana Roberts – Bildende:r Künstler:in, Komponist:in und Musiker:in
Isumi Rögner – Kultur- und Tourmanagerin, Dramaturgin sowie Produktionsleiterin und Co-Kuratorin des mu/niq jazz Festival (niq kollektiv)
Rebecca Trescher – Komponistin, Klarinettistin und Bandleaderin
Marie von der Heydt – Geschäftsführerin des Musicboard Berlin und des Festivals Pop-Kultur
Norma Ann Winstone – Sängerin und Songtexterin
Jordan White – Gitarrist, Komponist, Kurator und Dozent
Dennis Wiesch – Dramaturgie und Projektentwicklung bei den Monheimer Kulturwerken GmbH

 

Preisverleihung im Rahmen der jazzahead!

Die Preisverleihung des Deutschen Jazzpreises findet am 25. April 2026 im Congress Centrum Bremen statt. Sie ist Teil des 20-jährigen Jubiläums der jazzahead! und bringt Musiker:innen, Kurator:innen, Journalist:innen, Förderinstitutionen und internationale Fachbesucher:innen zusammen.

Moderiert wird der Abend von Thelma Buabeng und Götz Bühler. Als erster Live Act ist das Moses Yoofee Trio bestätigt. Weitere musikalische Beiträge werden in den kommenden Wochen bekannt gegeben.

Tickets sind über den offiziellen Ticketpartner rausgegangen.de erhältlich.

Weitere Informationen zur Jury, zu den Nominierten und zur Preisverleihung unter www.deutscher-jazzpreis.de.

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