Häufig gestellte Fragen zu APPLAUS

Lesen Sie zunächst unsere Teilnahmebedingungen für APPLAUS.

Welche Preise werden vergeben?


Wie bewerbe ich mich für den Preis der Jury?


Welche Voraussetzungen muss ich für den Preis der Jury für "Bestes ehrenamtliches Engagement“
erfüllen?


Welche Voraussetzungen muss ich für den Preis der Jury für „Gleichstellung“ erfüllen?


Wie wird der "Sonderpreis der Jury" vergeben?


Ist die Höhe der Prämien jedes Jahr gleich?


Wofür darf ich das Preisgeld verwenden?


Ist ein Antrag beim APPLAUS mit anderen Förderprogrammen des Bundes kombinierbar?


Für welche Spielstätten in Kategorie I und Kategorie II kann ein Antrag gestellt werden?


Was ist die 40%-Fördermittelhöchstgrenze?


Wer kann sich für Kategorie III bewerben?


Warum gilt die 40%-Fördermittelhöchstgrenze nicht für Bewerbungen der Kategorie III?


Kann ich mehrere Anträge einreichen?


Wie stelle ich den Antrag für meine Spielstätte oder Programmreihe?


Wie umfangreich ist der Antrag?


Können Umbaupausen sowie urlaubs- und saisonbedingte Pausen mitgerechnet werden?


In welchem Zeitraum kann der Antrag abgegeben werden?


Wie trifft die Jury ihre Entscheidung?


Was sind die wichtigsten Entscheidungskriterien der Jury?


Können 2019 auch Bewerbungen für Spielstätten eingereicht werden, die bereits mit dem APPLAUS
ausgezeichnet wurden?


Was ist als ein Konzert zu werten?


Was gilt als Programmreihe?


Was ist eine „Rental“-Veranstaltung, die von der Teilnahme ausgeschlossen ist?


Wie wird der APPLAUS finanziert und wie werden die Gelder genutzt?


Wer ist für die Durchführung, Ausrichtung und Planung des Preises verantwortlich?


Welche Preise werden vergeben?

Kategorie I

  • eine Urkunde mit einer Prämie von bis zu 40.000 Euro

Kategorie II

  • eine Urkunde verbunden mit einer Prämie von bis zu 20.000 Euro

Kategorie III – Programmreihen

  • eine Urkunde verbunden mit einer Prämie in Höhe von bis zu 7.500 Euro

In jeder Kategorie gibt es zusätzlich einen undotierten Preis für eine/n Hauptpreisträger*in mit dem Titel “Spielstätte bzw. Programm des Jahres 2019”. Zudem werden zwei weitere dotierte „Preise der Jury“ in Höhe von bis zu 5.000 Euro vergeben: Ein Preis der Jury für das „Beste ehrenamtliche Engagement“ und ein Preis der Jury für „Gleichstellung“.

Außerdem kann die Jury einen „Sonderpreis der Jury“ vergeben, der mit bis zu 5.000 Euro dotiert werden kann.

Wie bewerbe ich mich für den Preis der Jury?

Zusätzlich zur Bewerbung in Kategorie I, II oder III kann sich jede*r Antragsteller*in für einen zusätzlichen Preis der Jury im Antrag bewerben. Die Bewerbung und ggf. Auszeichnung für diese Preise sind nur in Verbindung mit einem vollständigen und zulässigen Antrag in Kategorie I, II oder III möglich. Eine mehrfache Auszeichnung ist möglich. Auch besteht die Möglichkeit einen dieser Preise zu erhalten, auch ohne in der Kategorie I, II oder III ausgezeichnet zu werden.

Welche Voraussetzungen muss ich für den Preis der Jury für "Bestes ehrenamtliches Engagement“
erfüllen?

Unter Ehrenamt (auch „bürgerschaftliches Engagement“ oder „Freiwilligentätigkeit“) ist ein Engagement zu verstehen, bei dem eine Einzelperson oder eine Gruppe freiwillig und unentgeltlich regelmäßige oder auch sporadische Arbeit leistet. Mit ehrenamtlicher Tätigkeit kann eine steuer- und sozialversicherungsfreie Aufwandsentschädigung verbunden sein.

Stellen Sie uns Ihre Initiativen und Aktivitäten vor, mit denen Sie z.B. ein ambitioniertes Kulturprogramm ehrenamtlich auf die Beine stellen und entsprechendes Publikum dafür gewinnen.

Welche Voraussetzungen muss ich für den Preis der Jury für „Gleichstellung“ erfüllen?

Unter Gleichstellung sind Maßnahmen der Angleichung der Lebenssituation von gleichberechtigten heterogenen Bevölkerungsgruppen gemeint.

Stellen Sie uns besondere Ideen/Instrumente vor, mit denen Sie sich um Gleichstellung in Ihrer Programmreihe bzw. Ihrer Spielstätte bemühen (dies gilt für Personen auf, vor oder hinter der Bühne). Hier können unterschiedliche Aspekte eine Rolle spielen. Beispielsweise:

  • gezielt hoher Frauenanteil im Programm,
  • eigene besondere Initiativen/Reihen zur Förderung der Gleichstellung,
  • Bemühungen um Gleichstellung in der internen Firmenpolitik,
  • Ansprache einer spezifischen Publikumsgruppe.

Wie wird der "Sonderpreis der Jury" vergeben?

Die Jury kann einen Sonderpreis vergeben. Im Vorfeld der Jurysitzung können die Jurymitglieder und Partnerverbände begründete Nominierungen für Sonderpreise einbringen. In der Jurysitzung wird über die eingegangenen Vorschläge entschieden. Der Sonderpreis soll Personen, Institutionen oder Körperschaften ehren, die einen besonderen Beitrag im Sinne der Ziele des APPLAUS leisten oder geleistet haben.

Ist die Höhe der Prämien jedes Jahr gleich?

Nein, die Höhe der Prämien in Kategorie I, II und III werden im Rahmen der finalen Jurysitzung von der Jury endgültig festgelegt und können von Jahr zu Jahr variieren.

Wofür darf ich das Preisgeld verwenden?

Da es sich bei den Preisgeldern um Bundesmittel handelt und diese als zweckgebundene Projektförderung weitergegeben werden, können die Spielstättenbetreiber*innen oder Veranstalter*innen die Preisgelder ausschließlich für die Fortführung des ausgezeichneten oder eines vergleichbaren Livemusikprogramms und/oder für Betriebs- oder Investitionskosten der ausgezeichneten Spielstätte verwenden. Die Preisgelder sollen insbesondere dazu beitragen, die Bedingungen für die auftretenden Künstler*innen zu verbessern und generell dafür zu sorgen, dass die ausgezeichneten Clubs und Veranstalter*innen auch weiterhin kulturell herausragende Livemusikprogramme anbieten können.

Bevor die Preisgelder ausgezahlt werden können, müssen die Clubs bzw. Veranstalter*innen einen Kostenplan über die beabsichtigte Verwendung der Preisgelder einreichen. Kostenplan und tatsächliche Ausgaben müssen übereinstimmen. Abweichungen vom Kostenplan sind möglich, wenn sie vorher mit der Initiative Musik abgestimmt werden. Die Ausgaben müssen mit Belegen im Folgejahr nachgewiesen werden.

Ist ein Antrag beim APPLAUS mit anderen Förderprogrammen des Bundes kombinierbar?

Eine Kombination der Preisgelder mit Fördermitteln aus einem anderen Förderprogramm des Bundes (z. B. Digi-Invest oder TE-SA der Initiative Musik) für den gleichen Verwendungszweck ist nicht gestattet. Das bedeutet, dass ein Antrag für mehrere Förderprogramme des Bundes gestellt werden darf, jedoch nicht dieselben Belege dafür eingereicht werden dürfen.

Für welche Spielstätten in Kategorie I und Kategorie II kann ein Antrag gestellt werden?

Kategorie I

  • Spielstätten mit regelmäßig mehreren eigenen Livemusikveranstaltungen pro Woche, d.h. in Summe mindestens 104 im Jahr

Kategorie II

  • Spielstätten mit durchschnittlich einer eigenen Livemusikveranstaltung pro Woche, d.h. in Summe mindestens 52 im Jahr

Antragsberechtigt sind Spielstättenbetreiber*innen in Deutschland, die einen oder mehrere Veranstaltungsräume (unter einer Konzession/einem Namen) haben und zu weniger als 40% aus öffentlichen Mitteln (einschließlich unbarer Leistungen) finanziert werden. Die Besucher*innenkapazität des Veranstaltungsraumes/der Veranstaltungsräume, für den/die der Antrag gestellt wird, darf insgesamt maximal 1.000 Personen aufweisen. Jede*r Antragsteller*in darf sich mit maximal einer Spielstätte bewerben.

Beispiele:

  • Eine Spielstätte hat zwei Veranstaltungsräume mit einer Besucherkapazität von 300 und 600 Personen. Der Antrag kann für das Programm beider Räume gestellt werden.
  • Eine Spielstätte hat einen Veranstaltungsraum mit einer Besucherkapazität von 1.200. Die Spielstätte ist somit nicht antragsberechtigt.
  • Eine Spielstätte hat zwei Veranstaltungsräume mit einer Besucherkapazität von 400 und 800 (also mehr als 1.000) Personen. Es kann nur ein Antrag für einen der Veranstaltungsräume und somit auch nur mit dem Programm dieses Veranstaltungsraumes gestellt werden. Veranstaltungen, welche in beiden Veranstaltungsräumen stattfinden, können nicht mit angegeben werden.

Unternehmen der öffentlichen Hand sowie Unternehmen, an denen die öffentliche Hand unmittelbar mehrheitlich beteiligt ist, sind nicht antragsberechtigt. Das gilt auch für die Kategorie III. Entscheidend sind hier die Trägerschaft und Gesellschafteranteile der Rechtsperson.

Was ist die 40%-Fördermittelhöchstgrenze?

Antragsberechtigt sind nur Betreiber*innen, die ihre Spielstätte mit weniger als 40% des Gesamtumsatzes aus öffentlichen Mitteln finanzieren. Hierzu zählen finanzielle Mittel, aber auch unbare Leistungen, wie kostenfreie Überlassung von Räumlichkeiten oder Personal.

Im Rahmen der Antragsprüfung behält sich die Initiative Musik vor, die Zustellung einer aktuellen Gewinn- und Verlustrechnung der Spielstätte anzufordern. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist kein fester Bestandteil des Antrags, muss jedoch auf Anfrage zwingend vorgelegt werden.

Anträge der Kategorie III sind von dieser 40%-Regelung ausgenommen.

Wer kann sich für Kategorie III bewerben?

Veranstalter*innen von festen Programmreihen mit mindestens 10 thematisch zusammenhängenden Livemusikveranstaltungen von unterschiedlichen Künstler*innen in einem Zeitraum von mindestens drei Monaten im Jahr (Festivals sind ausgeschlossen).

Warum gilt die 40%-Fördermittelhöchstgrenze nicht für Bewerbungen der Kategorie III?

Eine Fördermittelhöchstgrenze in der Kategorie III würde zum Ausschluss zahlreicher sog. Kleinstveranstalter*innen von Livemusikprogrammen (festen Programmreihen) führen. Angesichts der häufig recht kleinen Budgets solcher Kleinstveranstalter*innen ist die Fördermittelhöchstgrenze oft schnell mit z.B. der Bereitstellung eines Veranstaltungsraumes o.ä. erreicht. Um ihnen auch eine Bewerbung für den Spielstättenprogrammpreis APPLAUS zu ermöglichen, gilt die Fördermittelhöchstgrenze daher nicht für Bewerbungen in Kategorie III.

Kann ich mehrere Anträge einreichen?

Pro Antragsteller*in darf maximal ein Antrag für eine Spielstätte in Kategorie I oder II und maximal eine Programmreihe in Kategorie III eingereicht werden. Ein*e Veranstalter*in darf nur einen Antrag für eine Programmreihe in Kategorie III stellen.

Bewirbt sich ein*e Antragsteller*in für eine Auszeichnung in Kategorie I oder II und zusätzlich mit einer Programmreihe in Kategorie III, dürfen sich die jeweils bei der Antragstellung aufgelisteten auszuzeichnenden Livemusikveranstaltungen nicht überschneiden.

Eine mögliche Auszeichnung erfolgt nur in einer Kategorie.

Wie stelle ich den Antrag für meine Spielstätte oder Programmreihe?

Der Antrag wird online ausgefüllt und gestellt. Bei der ersten Anmeldung erhalten Sie eine Projektnummer und einen Benutzernamen mit denen Sie ihren Antrag online anlegen und anschließend abrufen und bearbeiten können.

Wenn Sie Ihren Antrag vollständig ausgefüllt haben und online eingereicht haben, erhalten Sie eine Antragsbestätigung, die sie ausdrucken und unterschreiben müssen. Diese darf nur durch eine vertretungsberechtigte Person unterschrieben werden (nicht im Auftrag).

Wie umfangreich ist der Antrag?

Der Antrag ist in 6 Sektionen aufgeteilt und umfasst ca. 45 Fragen in Kategorie I & II und ca. 40 Fragen in Kategorie III. Hinzu müssen 4 (in Kategorie I & II) bzw. 2 (in Kategorie III) Dateien hochgeladen werden.

Darunter zu finden ist eine vorgegebene Auflistung der Konzerte, auf deren Grundlage der/die Spielstättenbetreiber*in bzw. Veranstalter*in seinen/ihren Antrag stellt. Hier finden Sie die Vorlage zur Auflistung der Konzerte.

Die Benutzung der vorgegebenen Vorlage für die Auflistung der Konzerte ist erforderlich.

Unter Sektion 5 im Antrag können Sie sich für den Preis der Jury „Gleichstellung“ und/oder den Preis für „Bestes ehrenamtliches Engagement“ bewerben. Diese zusätzliche Bewerbung ist optional.

Können Umbaupausen sowie urlaubs- und saisonbedingte Pausen mitgerechnet werden?

Spielstätten, die begründete Pausen von maximal 3 Monaten in Ihrem Livemusikprogramm aufweisen, können einen Antrag stellen. Jedoch werden die Pausen nicht anteilig an die Konzerte angerechnet, mit denen sich beworben wird. Anders gesagt: Nur die reale Anzahl an Konzerten ist Grundlage für den Antrag zum APPLAUS und die Einstufung in die Kategorie I, II oder III.

In welchem Zeitraum kann der Antrag abgegeben werden?

Der Ausdruck muss spätestens am 28. Mai 2019 bis 18.00 Uhr in der Geschäftsstelle der Initiative Musik in Papierform per Post eingegangen sein (Ausschlussfrist). Eine Zusendung per Fax bis dann wird ebenfalls anerkannt. Der Originalantrag ist in dem Fall parallel dazu auf dem Postweg zu senden an:

Initiative Musik gemeinnützige Projektgesellschaft mbH
Friedrichstraße 122
10117 Berlin
Fax: +49 (0)30 – 531 475 45 – 99

Es muss nur die Antragsbestätigung abgeschickt werden. Bitte sehen Sie aus Umweltgründen davon ab, uns Flyer, Programme, Presseartikel oder Antragsanhänge per Post zu schicken. Die Jury bewertet ausschließlich die online eingereichten Daten.

Wie trifft die Jury ihre Entscheidung?

Alle eingegangenen Anträge werden vorab auf ihre formale Richtigkeit (z.B. Vollständigkeit der Unterlagen, Unterschrift, Besucherkapazität etc.) durch die Initiative Musik geprüft. Bei formalen Fehlern setzt sich die Initiative Musik zur Klärung mit den Antragsteller*innen in Verbindung. Die formale Vorprüfung findet im Zeitraum vom 03. Juni 2019 bis 12. Juli 2019 statt. Bei Rückfragen zum Antrag kontaktiert die Initiative Musik Sie telefonisch oder per E-Mail unter den von Ihnen angegebenen Kontaktdaten. Stellen Sie bitte sicher, dass Sie unter den angegebenen Kontaktdaten erreichbar sind.

Anschließend erhält die Jury die vorgeprüften Anträge zur fachlichen Bewertung.

Die einzelnen Jurymitglieder treffen eine Vorauswahl unabhängig, eigenständig und geheim in Form eines Online-Voting-Systems. Danach findet eine Jurysitzung statt, in der die endgültigen Entscheidungen getroffen werden. Um die Unabhängigkeit der Jury sicherzustellen, werden Entscheidungen nicht öffentlich begründet.

Was sind die wichtigsten Entscheidungskriterien der Jury?

Für die Jury ist entscheidend, ob das eingereichte Programm der Zielsetzung des APPLAUS entspricht, ob also der betreffende Club oder die Veranstalter*innen – oftmals auch mit hohem finanziellem Risiko – kulturell herausragende Livemusikprogramme anbietet und damit maßgeblich zum Erhalt der kulturellen Vielfalt in Deutschland beiträgt.

Hierfür sind vor allem folgende Kriterien entscheidend:

  • eine qualitativ anspruchsvolle, trendsetzende und kreative Programmkonzeption und -realisation,
  • angemessene Konditionen für die ausübenden Künstler*innen,
  • ein hoher Anteil nationaler Bands, Künstler*innen und/oder Nachwuchskünstler*innen,
  • Programmschwerpunkte im Bereich zeitgenössischer Jazz oder experimentelle Rock- Popmusik,
  • experimentelle, innovative Programmauswahl,
  • kulturell und konzeptionell ambitioniertes Programm.

Können 2019 auch Bewerbungen für Spielstätten eingereicht werden, die bereits mit dem APPLAUS
ausgezeichnet wurden?

Teilnahmeberechtigt sind 2019 auch Spielstättenbetreiber*innen und Veranstalter*innen, die bereits mit dem APPLAUS / Spielstättenprogrammpreis prämiert wurden.

Wer allerdings bereits dreimal hintereinander in den Jahren 2016, 2017 und 2018 mit dem Preis ausgezeichnet wurde, muss 2019 aussetzen und ist erst 2020 wieder teilnahmeberechtigt.

Was ist als ein Konzert zu werten?

Als ein Konzert ist eine Veranstaltung zu werten, in der Livemusik öffentlich konzertmäßig aufgeführt wird und im Vordergrund steht. Mehrere Konzerte an einem Tag gelten als eine Veranstaltung, sofern für diese auch nur einmal Eintritt gezahlt wurde.

Neben Rock, Pop und Jazz kann auch experimentelle sowie elektronische Livemusik (Liveeinsatz von mindestens einem Instrument/Computer) zum auszeichnungswürdigen Livemusikprogramm zählen.

Was gilt als Programmreihe?

Eine „Programmreihe“ besteht aus mindestens 10 thematisch zusammenhängenden Livemusikveranstaltungen unterschiedlicher Künstler*innen in einem Zeitraum von mindestens drei Monaten. Ein thematischer Zusammenhang ist hierbei nicht nur als eine Genrebenennung, wie z.B. „aktueller Jazz“, sondern als ein kontinuierliches Motto bzw. eine Themenreihe, wie z.B. „akustisch“ oder „Women in Jazz“, zu verstehen.

Was ist eine „Rental“-Veranstaltung, die von der Teilnahme ausgeschlossen ist?

Es dürfen nur solche Livemusikveranstaltungen in das eingereichte Programm aufgenommen werden, bei denen dem/der Künstler*in/der Agentur weder ganz noch anteilig Grundkosten (z.B. Raummiete, Hauspersonal, Haustechnik) der Veranstaltung berechnet wurden („Rentals“) bzw. garantiert werden mussten. Einzige Ausnahme ist die garantierte (angemessene) Gage in Verbindung mit einer zusätzlichen Einnahmebeteiligung ab Break Even.

„Risiko-Splitdeals/Türdeals“ sind hingegen zugelassen, sofern die Einnahmen ausschließlich mit einem vorab festgelegten prozentualen Anteil aufgeteilt wurden, und keine pauschalisierten Kostenpositionen im Vorwege abgezogen wurden. Dabei müssen mindestens 50% an den/die Künstler*in/die Agentur fließen. Eine Ausnahme bildet die Zahlung einer garantierten Künstler*innengage im Zusammenhang mit dem zuvor genannten Split ab einem Break Even.

Falsche Angaben führen zur Ablehnung des ganzen Antrags. Sollten sich Angaben nach einer Prämierung als falsch herausstellen, wird der Preis gänzlich aberkannt.

Wie wird der APPLAUS finanziert und wie werden die Gelder genutzt?

Für die gesamte Organisation des Preises (Auswahl- und Abwicklungsverfahren sowie Preisverleihung) und die mit der Auszeichnung verbundenen Preisgelder stehen der Initiative Musik aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages 2.000.000,- Euro aus dem Etat der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien zur Verfügung.

Wenn zusätzlich regionale Mittel (vom Land oder der Kommune) verfügbar sind, werden diese für die Preisverleihung eingesetzt.

Ein Teil dieser Mittel wird für die Verwaltung des Preises genutzt. Hierzu zählen u. a. auch:

  • Vorbereitung, Durchführung und Abwicklung über 2,5 Jahre (u. a. Personalkosten, Antragsverfahren- und Datenbank, Urkunden- und Plakettenherstellung, Kommunikationskosten, Reisekosten, Jury, Büro- und Verwaltungskosten),
  • Preisverleihung (u. a. Raummiete, Produktionskosten, Veranstaltungstechnik, Catering, lokale Personalkosten, Versicherung),
  • Bühnenprogramm der Preisverleihung (u. a. Gagen der Künstler*innen, KSK, GEMA, Reisekosten) und Reiskostenzuschuss der Preisträger*innen (Fahrt- sowie Übernachtungskosten aller an der Preisverleihung teilnehmenden Preisträger*innen),
  • Presse, Öffentlichkeitsarbeit und Marketing über 2,5 Jahre (u.a. Berichterstattung, Fotograf*innen, Pressearbeit, Presseclipping, grafische Aufarbeitung, Dokumentation, Workshops zum Antragsverfahren). Darunter fallen auch Unterstützung der Preisträger*innen bei ihrer Öffentlichkeitsarbeit, Verstärkung der Kommunikation mit den kulturpolitischen Akteur*innen in Bund, Länder und Kommunen usw.

Wer ist für die Durchführung, Ausrichtung und Planung des Preises verantwortlich?

Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien verleiht den APPLAUS für herausragende Livemusikprogramme. Der APPLAUS ist ein Projekt der Initiative Musik gGmbH. Zur Durchführung setzt sich die Initiative Musik gGmbH mit der Bundeskonferenz Jazz (BK Jazz) und der LiveMusikKommission Verband der Musikspielstätten in Deutschland e.V. (LiveKomm) ins Benehmen. Aus jeder der genannten Parteien setzt sich auch die sogenannte „Steuerungsgruppe“ zusammen, welche beratend bezüglich Planung und Durchführung des Preises tätig ist.

KONTAKT

Dr. Witalij Schmidt

Leitung Live

Janina Dotterweich

Projektmanagement APPLAUS

BERATUNGSZEITEN:
Mo-Fr, 10-12 & 14-16 Uhr

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