Jack Beauregard

Name | Jack Beauregard |
Mitglieder | Daniel Schaub |
Ort | Berlin |
Bundesland | Berlin |
Genre | Pop |
Label | Tapete Records |
Fördergegenstand | Produktion |
Förderrunde | 13 (2011), 21 (2013) |
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Tourdaten |
Presseinfo
Amsterdam, Berlin, Hamburg, Köln – handelt es sich bei Jack Beauregard etwa um ein europaweit agierendes Designerlabel? Nein, hier haben wir es mit einem Musik-Duo zu tun! Daniel Schaub (Gesang, Gitarre) kommt aus Köln, Pär Lammers (Keyboards, Elektronika) aus Hamburg, wohnt aber in Berlin. Getroffen haben sich die Beiden in Amsterdam an der Musikhochschule. Wo sie schnell merkten, dass das Interesse weniger in Richtung graue Musiktheorie, sondern in Richtung Popmusik geht. Und die lernt man ja bekanntlich am besten, wenn man nicht in Vorlesungen, sondern ausführlich im Leben rumhängt. Fünf Jahre in Amsterdam eignen sich dafür natürlich bestens. Warum sich die zwei dann ausgerechnet nach einem altersmüden Italo-Western-Helden benannt haben? Ein Rätsel, denn Jack Beauregard sind genau das Gegenteil von Macho. Und sie schießen nicht scharf, sie schießen weich. Mit einer Lässigkeit allerdings, die dann doch jedem Revolverhelden gut zu Gesicht stehen würde.
Natürlich, die Verquickung von Folk und Indietronics ist im Zeitalter des Laptops keine brandneue Angelegenheit mehr. So geschmeidig wie bei Jack Beauregard hat man das aber selten gehört:
Die akustischen und elektronischen Teilchen fügen sich ineinander, als hätten sie schon im Sandkasten miteinander gespielt. Und trotz komplexer Baupläne klingt alles so unglaublich mühelos und unangestrengt. Wenn man die schlaksigen Buben auf der Bühne sieht, erkennt man sofort die musikalische Souveränität, mit der sie ans Werk gehen – trotz niedlichem Schlafzimmerblick und charmanter Slackerattitüde. Jack Beauregard sind der Beweis, dass man als technisch versierter Musiker nicht zwangsweise bei Freejazz und Progressive Rock landen muss. Das Duo lässt alle offensichtlichen Angebereien weg und konzentriert sich ganz auf den Song.
Demzufolge besteht das Debütalbum „Everyone Is Having Fun“ aus zwölf fein konfektionierten Zuckerstückchen. Überzogen mit einer edelherben Glasur, versteht sich. Denn bei aller balladesken Süßlichkeit hält doch nahezu jeder Song einen kleine Twist in petto, eine sarkastisch-ironische Note, die eine zweite Dimension ins Spiel bringt. „I have to admit sadly: Everybody's happy“ – diese eine Zeile bringt die Weltsicht von Jack Beauregard auf den Punkt.
Wer jetzt noch Referenzen braucht: Jack Beauregard klingen in etwa so, als habe Jose Gonzales nach seinem Ausstieg bei Take That! gemeinsame Sache mit Kraftwerk gemacht. Das passt nicht? Das passt.
Oliver Minck

